Live-Podcast: Kreiskrankenhaus Emmendingen – Warum die Region ein starkes Krankenhaus braucht

Shownotes

Das Kreiskrankenhaus Emmendingen versorgt jährlich rund 12.000 Menschen stationär und weitere 20.000 ambulant. Beim Tag der offenen Tür bekommen Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, Medizin einmal aus einer anderen Perspektive kennenzulernen: zum Anfassen, Ausprobieren und Mitmachen.

Gleichzeitig wird mit der Teileröffnung des neuen Haupteingangs, der großen Empfangshalle und der neuen Cafeteria "Vogelsang" sichtbar, wie sich das Haus baulich und atmosphärisch weiterentwickelt: hin zu mehr Offenheit, Transparenz und einem Ort, an dem Patientinnen, Patienten und Angehörige auch ankommen und durchatmen können.

Im Gespräch wird deutlich, wie wichtig Vertrauen und Nähe für die Arbeit im Kreiskrankenhaus sind. Ärtzlicher Direktor Dr. Ulrich Saueressig beschreibt das Haus als Ort des Willkommenheißens, an dem der Mensch nicht als Fallnummer gesehen wird, sondern als Persönlichkeit. Gerade die regionale Verwurzelung, die kurzen Wege zwischen den Abteilungen und die gute Vernetzung mit Hausärzten, der Uniklinik Freiburg, anderen Krankenversorgern und weiteren Partnern spielen dabei eine zentrale Rolle. Viele Erkrankungen können vor Ort gut und auf hohem Standard behandelt werden und dort, wo Grenzen erreicht sind, geht es darum, Patientinnen und Patienten verlässlich an die richtige Stelle weiterzuleiten.

Ein großer Teil der Folge dreht sich um die Herausforderungen der Krankenhauslandschaft: Krankenhausreform, Bürokratie, wirtschaftlicher Druck, steigende Anforderungen, Fachkräftemangel und die Frage, wie Versorgung künftig organisiert werden kann. Armin Müller beschreibt, dass das breite Leistungsspektrum des Hauses nach aktuellem Stand erhalten bleiben soll, kritisiert aber zugleich eine wachsende Misstrauenskultur gegenüber Krankenhäusern und fordert eine stärker zukunftsgerichtete Diskussion darüber, wie Versorgung für Menschen gestaltet werden soll.

Gleichzeitig zeigt die Folge konkrete Zukunftswege: Kooperationen mit der Uniklinik Freiburg, neue medizinische Schwerpunkte wie Endoprothetik und moderne Viszeralmedizin, Ausbildung als zentrale Zukunftssicherung, ausländische Fachkräfte, der erfolgreiche Weg hin zur leiharbeitsfreien Klinik sowie Investitionen in moderne CT-Diagnostik, KI-gestützte Frakturerkennung und die neue Notaufnahme.

Zum 50-jährigen Bestehen des heutigen Gebäudes im Jahr 2027 richtet sich der Blick deshalb nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorne: auf ein starkes Kreiskrankenhaus, das die Region auch künftig braucht.

Transkript anzeigen

00:00:00: Ja, herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Region im Blick und Tour.

00:00:04: Wir geben der Region eine Bühne!

00:00:07: Heute sind wir in einem Ort, der für viele Menschen mit ganz besonderen Momenten verbunden ist.

00:00:12: Mit Hoffnung, Heilung und großen Herausforderungen – manchmal auch mit den schönsten Ereignissen im Leben!

00:00:19: Wir sind zu Gast im Kreis Krankenhaus Emmendingen.

00:00:22: Hier arbeiten viele Menschen täglich dafür, dass Patientinnen und Patienten aus dem gesamten Landkreis die medizinische Versorgung erhalten, die sie brauchen.

00:00:37: Heute öffnet das Krankenhaus seine Türen und lädt die Bevölkerung ein, Medizin einmal aus einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen.

00:00:45: Zum Anfassen, Ausprobieren und

00:00:49: Mitmachen!

00:01:05: doch echt sehr facettenreich zusammen laufen.

00:01:08: Das hat man manchmal so gar nicht auf dem Schirm, denn zum einen ist es natürlich die Pflege klar.

00:01:12: Wir haben aber auch ganz viel Technik, die hinten dransteckt!

00:01:14: Wir haben natürlich ja Pflegetherapie-Medizin, ganz viele Aspekte, die mit rein spielen und gleichermaßen da schaue ich unsere beiden Gäste heute doch einfach mal im Gespräch an gibt's natürlich auch Herausforderungen.

00:01:25: Zum einen haben wir die Krankenhausreformen, die über allem aktuell auch etwas schwäbter Fachkräftemangel, ich denke sicherlich auch ein Thema in Bereich Medizin.

00:01:33: Wirtschaftlicher Druck Sicherheit auch vorhanden und steigende Patientenzahlen auf der anderen Seite.

00:01:38: Und natürlich auch das Thema Digitalisierung, was mit rein spielt.

00:01:41: Auch das hat sicherlich in der Medizin viel verändert und bewirkt und natürlich daraus ganz neue medizinische Möglichkeiten entstehen lassen.

00:01:48: Ja deswegen denke ich wird unsere zentrale Frage heute sein wie gelingt es denn eigentlich ein Krankenhaus zukunftsfähig zu machen?

00:01:55: Wie können wir das aufstellen dass man eben auch die Menschen hier ja sind tatsächlich als Patientinnen und Patienten dann auch wirklich nahe abholen können Wenn ihr euch denkt, darüber werden wir heute sprechen.

00:02:05: Ja und wir freuen uns natürlich auf unsere Gäste!

00:02:09: Herzlich willkommen Herr Müller, Geschäftsführer hier des Kreiskrankenhauses in Emmendingen.

00:02:13: Und ich darf Sie, Herr Dr.

00:02:15: Ulrich Sauer-Ezig begrüßen.

00:02:16: Ja sie sind ja hier der ärztliche Direktor des Hauses.

00:02:19: schön dass auch Sie heute dabei sind.

00:02:21: Wir freuen uns auch sehr und eigentlich müssen wir Sie ja begrüssen weil Sie sind ja Gäst bei uns und das ist ja ganz kurios im Krankenhaus Die man gerne mag, den wünscht man ja gerade nicht ins Krankenhaus zu kommen.

00:02:34: Aber andersrum ist das Kreiskang aus Emdingen für mich ein Ort wo ich halt total gerne hinkomme weil es einfach nett hier ist und ich glaube das geht ja auch so am Ihnen oder?

00:02:42: Das geht mir auch so, ich komme jeden Tag unheimlich gerne hierher unabhängig von Krankenhausreformen und sonstigen Zeug sondern die Begegnung mit den Mitarbeitern und den Patienten, die in einem kleinen Haus was ganz besonderes

00:02:57: Ja, und wir fühlen uns ja auch schon wohl in Ihrem Zimmer.

00:02:59: Also ich glaube, wir bleiben hier einfach mit dem Tisch bestehen!

00:03:03: Da geht es schon.

00:03:04: meine erste Frage an Sie Herr Müller Wenn Sie heute auf den Tag der offenen Tür schauen was möchten sie den Besucherinnen und Besuchern heute zeigen?

00:03:13: Hier im Kreiskrankenhaus Emmendingen?

00:03:15: Wir haben diesen Tag auf eine Tür genutzt, um in unserem zweiten Bauabschnitt hier ein Teileröffnung zu machen.

00:03:22: Nämlich den neuen Haupteingang, den der Landrat heute Morgen sehr schön in seiner Beöffnungsrede zeigt hat, dass wir offen transparent den Menschen begegnen wollen.

00:03:30: Das sieht man unten mit einem hotelartigen Eingang im großen Empfangshalle mit unseren neuen Cafeteria Vogelsang das endlich nach Jahren hier im Kreisgang raus wieder die Patienten die angehörigende Möglichkeit haben mal auszuhohen und zu entspannen wenn sie warten dürfen müssen, weil das vorher in der Übergangsphase nicht der Fall war.

00:03:49: Und das zeigen wir Ihnen heute unterzu die medizinischen Möglichkeiten im Sinne von Vorträgen unserer Chefärzte und Oberjahrsten.

00:03:58: Da haben wir auch heute Morgen zumindest so wahr.

00:04:01: die Atmosphäre, die wir eben beschrieben haben.

00:04:03: Die bildet sich auch heute hier ab mit vielen natürlich kleinen Kindern, die hier spielen dürfen und damit auch herzlich willkommen!

00:04:11: Da nehme ich doch Sie als ärztlichen Direktor mit ins Boot.

00:04:15: Was würden Sie sich wünschen jetzt gerade, weil wir ja vorhin schon im Intro gesprochen haben dass die meisten Menschen wahrscheinlich das Krankenhaus nur aus Ausnahmesituationen kennen?

00:04:23: Was ist Ihr Wunsch?

00:04:23: sagen wir mal heute Abend am Ende des Tages hier vom Tag der offenen Tür was die Menschen heute erfahren oder auch mit nach Hause nehmen dürfen?

00:04:30: Ganz zentrales Element wenn man Menschen helfen möchte in der Medizin auch an anderen Stellen ist es ein Vertrauen.

00:04:36: da ist und Das wollen wir eigentlich transportieren.

00:04:40: Wir sind ein Ort des Willkommenheißens und man kann uns vertrauen, und nur jemanden dem man vertraut, den lässt man auch an sich ran, dass er ihm hilft in überhaupt irgendwas machen

00:04:49: darf.".

00:04:49: Also schon Vertrauen als zentrales Elemente was die Menschen mit nach Hause nehmen dürfen ja?

00:04:54: Ja und eben wenn ich das ergänzen darf nicht anonym hier sondern der Mensch in seiner Persönlichkeit steht hier in dem Haus in den kurzen Wegen.

00:05:02: die medizinischen Abteilungen untereinander haben die kurzen Drähte Dadurch auch als Person im Vordergrund und nicht Fall Nummer siebensebzig zwölf.

00:05:11: Wer?

00:05:11: meine nächste Frage gratis kreiskranken aus Emmendingen ist ja hier tief in der Region verwurzelt, spürt man diese besondere Verbindung?

00:05:20: Also gut unter dem schlechten natürlich!

00:05:22: Wenn man hier lange arbeitet, man kennt viele Menschen auch Menschen die einfach hier leben und wohnen.

00:05:28: Und wird darauf angesprochen auf die Sachen die gut gelaufen sind und auf die Sache die schlecht gelaufen ist.

00:05:32: Über beides sollte man sich freuen dass eines etwas leichter als das andere.

00:05:36: aber es ist natürlich auch ein Ansporn zu gucken was man wieder besser machen kann.

00:05:39: Vielleicht stieß mal da gerade dran an weil ich denke es ist ja auch ein Stichwort hier geworden dass man sagt ich möchte Wohnort nahe auch versorgt werden.

00:05:46: jetzt für viele Menschen ja auch einen wichtiger Aspekt wie sehen Sie's aus medizinischer Sicht also wichtig dann auch eben das Thema ist, dass Menschenwohnheiten nachversorgt werden können.

00:05:55: Es

00:05:55: ist elementar wichtig man hat eben einen Ansprechpartner den man vielleicht schon kennt wenn Mit jemandem, der war im Angehörigen.

00:06:02: Man weiß wo man hinkommt und das Wichtig ist zu wissen dass wir eben nicht alleine dastehen.

00:06:07: Wir stehen in einem Netzwerk da und das heißt man kann immer zu uns kommen Und wenn unsere Grenzen erreicht sind dann wissen wir das sondern leiten wir weiter.

00:06:16: aber wir können natürlich ganz viele Erkrankungen auch hier vor Ort erfolgreich und gut behandeln auf höchstem Standard.

00:06:23: Und Sie haben ja gerade schon das Netzwerk angesprochen, wir werden mal später nochmal reinblicken weil sie es Ihnen tatsächlich auch mit vielen Kolleginnen und Kollegen beispielsweise in Freiburg gut vernetzt?

00:06:31: Ja Herr Müller kaum ein Thema beschäftigt die Krankenhausverantwortlichen so sehr wie... Die Krankenhausreform.

00:06:38: Was bedeutet diese Reform konkret für Emmendingen?

00:06:41: Also die Krankenhaus-Reform ist ja derzeit in der Mehrzahl zu betrachten, man kommt ja auch als Geschäftsführer kaum noch nach was wir alles so umsetzen müssen nicht nur lesen müssen sondern auch intern umsetzten müssen das ist der Wechsel von bisheriger Fachabteilung oder Bettenzuweisungen eines Für ein Krankenhaus durch die Landesregierung hin zur sogenannten Leistungsgruppe.

00:07:02: da hat aus unserer Sicht des Landworts gehalten wie wir es derzeit sehen dass das Leistungsspektrum, das breite Spektrum unseres Hauses auch in Zukunft so bestehen bleibt.

00:07:12: Deswegen investiert ja auch das Land und der Landkreis hier besondere Maße.

00:07:16: die jetzige Baumaßnahmen und auch die weiteren Baumausnahmen die anstehen.

00:07:19: also dieser Schritt zu nicht mehr.

00:07:21: jeder soll alles machen.

00:07:22: das war hier bei uns im Haus eh nie der Fall.

00:07:25: wir haben immer gewusst die Mediziner wo die Grenzen sind ins Sinne der Kooperation Und ich denke, von daher haben wir jetzt die ganze Zeit diesem Teilabschnitt der Reform gut entgegen geblickt.

00:07:35: Dem zweiten Teil weitere Einsparschnitte, die uns erfolgen, die erfreuen uns natürlich nicht.

00:07:40: Die verstehen natürlich die obere Linie und die Beitragssatzstabilität, die will für die Gangversicherung beiträge.

00:07:47: Die will jeder stabil halten in der Art und Weise.

00:07:49: Für uns bedeutet es wieder mehr Bürokratie durch mehr Anfragen des medizinischen Dienstes ist entspricht halt nicht dem was man uns versprochen hat mit Bürokatierbau immer das Erz und Pflegekräfte, Teil ihrer Arbeit für Dokumentationen und vor allen Dingen Nachfragen.

00:08:05: aufwenden müssen.

00:08:06: Und das ist das große Ärgernis dabei, dass uns seit Jahren in einer Art Misstrauenskultur den Krankenhausern begegnet.

00:08:12: Sie werden substantiell vor allen Dingen als Kostentreiber und Kostenverursacher wird betrachtet aber weniger als eine Institution die ein Versorgungsauftrag hat.

00:08:21: Das versuchen wir im Inneren den Menschen hier weg zu unseren Mitarbeiter näher wegzunehmen, aber dass sie eben nicht damit jeden Tag konfrontiert wird soweit es in unserem Möglichkeiten steht.

00:08:30: Aber wir müssten eigentlich in der politikene Diskussion führen gerade vor dem Hinblick der nächsten Jahr wenn die so genannten Boomer in Rente gehen, dass wir über Versorgung.

00:08:38: Welche Art der Versorgungsstationär ambulant und wer macht sie?

00:08:41: Und wie wird die bezahlt?

00:08:42: geführt werden oder nicht?

00:08:44: Hier gibt es zu viel Geld aus und dann werden immer irgendwelche Vergleiche genommen gerade bis einem passt und dann folgen solche Gesetze unter.

00:08:50: Das wäre mein größter Wunsch das sich ändert in einer eher zukunftsgerichteten Situation.

00:08:55: Wie wollen wir versorgen für die Menschen gestalten?

00:08:57: Dass wir meinen Wunsche an die Politik vielleicht auch hinzufügen vor eben der Frage mit dem Kreis welche Besonderungen Verantwortung, die spür ich natürlich in der Weise das wir ja vom Landkreis getragen werden zu hundert Prozent.

00:09:09: Das heißt der Steuerzahler hier.

00:09:12: die Politik ermöglicht es uns dass wir das auch machen dürfen wenn wir Verluste machen diese auch zu übernehmen und trägt dazu einen ganz großen Beitrag zur Versorgung bei und deswegen haben wir da auch eine große Verantwortung sind parallel unseren Kreisräten dem Landrat an der Spitze der sich immer für die kommunale Krankenhausversorgung eingesetzt hat sehr dankbar.

00:09:31: Das ist ein ganz wichtiger Aspekt für uns, für das Arbeiten.

00:09:35: Wenn ich dich da mal noch ein bisschen loben darf und also die Arbeit, die du und die Gela hier machen als Geschäftsleitung, es ist wirklich so dass man diejenigen, die an der Front sind, die den Patienten betreuen eben diesen ganzen Reformdruck gar nicht so spüren weil das findet auf anderen Ebenen statt.

00:09:51: Das versuchen wir über strukturelle Dinge zu regeln.

00:09:53: Das Wichtige ist halt, dass im individuellen Patientenkontakt da keine Probleme auftreten auch wenn wir natürlich nach wirtschaftlichen Kriterien schauen müssen.

00:10:01: Das

00:10:02: finde ich jetzt gut, danke dass Sie da angefügt haben weil das wäre jetzt auch die Sichtweise die ich gerne von Ihnen noch mal gesehen hätte.

00:10:07: also ist es auch der Standpunkt den sie haben aus medizinischer Sicht.

00:10:10: dann zu diesem ganzen Thema Reformen und Veränderungen?

00:10:13: Mit meiner Rolle wo ich ja gleichzeitig klinisch tätiger Arzt bin aber auch ärztlicher Direktor muss sich mich da so ein bisschen zweiteilen im Kopf.

00:10:21: und eben für den einzelnen Patienten machen wir alles auch wenn's vielleicht nicht wirtschaftlich das Beste ist.

00:10:27: aber man muss immer sehen dass die große ganze Linie natürlich stimmt und wir jedes Jahr effizienter und besser werden.

00:10:33: Das sind beides Elemente, die passen nicht immer so gut zusammen aber...

00:10:37: Es beruhigt das zu hören!

00:10:39: Ja auf jeden Fall.

00:10:40: Umgedreht

00:10:41: macht es eben mit ihm auch Spaß weil er dem anderen Thema aufgeschlossen ist und nicht nach dem Motto «Das geht mich nix an».

00:10:46: sozusagen.

00:10:46: und die Saat der Miteinander-Kommunikation wer macht was?

00:10:50: Und wer hat wofür die Verantwortung?

00:10:52: Wir versuchen daraus das Beste und das gelingt uns glaube ich ganz gut in dieser Konstellation der Führung nach vielen Jahren in diesem Beruf mit das Beste, was sie in der Konstellation bis jetzt erleben.

00:11:06: Und das macht einem dann auch diese ganzen von außen auf ein eindringenden Ding ein Stück leichter.

00:11:12: Weil das ist entscheidend, Sie können ja nicht ständig sagen oh Gott denn ich werde die Probleme kommen und ich werde immer kleiner dabei sondern erwarten ja dass wir sozusagen Lösungen, dass wir die Themen annehmen und Lösungen finden und das im gemeinsamen Doing.

00:11:24: Das ist ja auch unsere große Stärke Auch über uns hinaus mit den Führungskräften Mit den Chefärzten Pflegedirektionen so weiter.

00:11:32: Ich glaube da haben wir einen ganz großen Vorteil.

00:11:34: Gut, ich möchte trotzdem nochmal nachhagen.

00:11:37: Man hört ja auch das Krankenhäuser immer mehr Anforderungen erfüllen müssen.

00:11:41: Welche Erwartungen kommen derzeit von Politikkostenträgern und Gesellschaft auf die Kliniken zu?

00:11:48: So ein Schlagwort dabei ist diese sogenannte Strukturqualität.

00:11:51: Das heißt, da wird einfach geguckt sind von einer bestimmten Sorte Ärzte so und zu viel beschäftigt an einem Krankenhaus.

00:11:58: Man kann sich jetzt hier sehr trefflich drüber streiten was das wirklich mit Qualität zu tun hat die wir eigentlich gerne ganz anders messen würden.

00:12:06: dafür sind wir auch in dem Krankenhaus verbunden der uns eigentlich erlaubt wirklich medizinische Qualität Todesratensterb weiter Erkrankungsraten zum Messen und miteinander Neusern zu vergleichen.

00:12:15: dass es für mich Qualität Das ist das Problem, was wir haben.

00:12:32: Statt Qualität gibt es Bürokratie.

00:12:34: Das ist nicht unbedingt gleichzusetzen auch wenn es natürlich sehr bequem ist, wenn man dann von außen das leicht abzählen kann.

00:12:40: Ja und gleichzeitig können wir vorstellen steigen ja auch gewisse medizinische Anforderungen immer weiter an.

00:12:46: Ja, wie sehen Sie da so diesen ganzen Gesamtkontext?

00:12:49: Wo sehen Sie die größten Veränderungen aktuell?

00:12:52: Also von der Qualität her.

00:12:53: Ich glaube nicht dass es einen Arzt gibt, der sich hinstellt und sagt ich mach schlechte Qualität.

00:12:57: das ist Quatsch.

00:12:58: ja Wie sie die Bemessen, die Qualität?

00:13:00: Das ist die andere Frage.

00:13:01: Wie gesagt Es geht jetzt hauptsächlich über so formale Dinge Und ich übers Out came Über den Ergebnisqualität Was wünschenswert wäre für uns.

00:13:09: Wir haben immer schon versucht gute Qualität zu machen an Medizin wo's wirklich Änderung gibt.

00:13:14: Das sind dann tatsächlich strukturelle Dinge, die sich verändern durch die zunehmende Ambulantisierung zum Beispiel.

00:13:20: Schlagfort sind da auch die Hybrid-DIGs, die unsere ganze Art und Weise wie welche Gedenken sehr stark verändert haben.

00:13:28: Wenn Sie, wenn ich nochmal auf Ihre Frage zurückkommen darf von uns wird erwartet wir sollen vierundzwanzig Stunden in sieben Tagen vollumfänglich für jeden dort sein, alles vorhalten zu jeder Tages- und Nachtzeit.

00:13:39: Gleichzeitig dafür nicht mit so wenig Geld wie möglich auskommen müssen und sollen dürfen, wie auch immer man das bezeichnen will.

00:13:48: Und das ist halt ein ganz großer Spagat.

00:13:50: da sagt die Politik Gesundheitspolitik so wenig wie möglich.

00:13:54: den Menschen wird aber suggeriert ein Krankenhaus ist sieben Tage vierundzwanzig Stunden.

00:13:57: Datas heißt Die Erwartungshaltung der Bevölkerung ist eine andere.

00:14:00: die die Politik hat unterläuft etwas grundlegendes Aus meiner Sicht auseinander.

00:14:06: eine der Wünsche auch ein weiterer Wunsch, dass das zu korrigieren ist an der Stelle.

00:14:11: Weil in der Notaufnahme kommen halt Menschen die in Not sind.

00:14:15: aber wir leisten mittlerweile auch für Entwicklungen die außerhalb unseres Kranken aus passieren eben Hilfe.

00:14:21: Aber dafür sind wenn ich da und dafür kriegen wird dann noch nicht die entsprechenden Gelder usw.

00:14:26: Das sind die Themen.

00:14:26: und dazu eben das schon mehrmals angesprochene, immermehr Misstrauen was uns entgegenbringt angebliche Falschabrechnungen.

00:14:33: Die aber nur eine Auslegungsfrage bei Rechnungen sind während die Angehörigen Thema verweilt.

00:14:38: auch, die An gehörten erwarten dass die Oma Anführungszeichen noch länger hier bleibt bis sie vielleicht einen Platz findet.

00:14:43: wir suchen mit eigenen Mitteln lange nach Kurzzeitpflegeplätzen halten einen Plätzen finden keine.

00:14:48: wenn die Menschen dann endlich so ein Platz gefunden haben als Beispiel dann kriegen wir hinterher vom Medizinischen Dienst Geld.

00:14:54: Das sind Entwicklungen, die einfach im Hintergrund ablaufen.

00:14:58: Die halt unbefriedigt sind und da brauchen wir dringend andere Lösungen im Sinne einer anderen Kultur nicht immer dieses.

00:15:05: sie wollen betrügen.

00:15:06: das steht sozusagen über uns Krankenhäusern Und das macht mich eigentlich betroffen.

00:15:10: also wenn ich das immer höre weil wenn bedrohen wird dann soll man benennen wer das tut.

00:15:14: es ist völlig klar der gehört auch bestraft.

00:15:15: aber Es wird so immer so pauschal verurteilt Krankenhäuser sind zu teuer, die rechnen falsch ab und so weiter.

00:15:22: Das ist das wenn Sie heute so googeln und finden sie diese Überschrift.

00:15:26: Der Mensch vor Ort gibt uns ganz andere Rückmeldungen in unseren Patientenrückmeldung.

00:15:30: Empathischer Umgang, Pflege wunderbar einfühlsam usw.

00:15:33: Also nur dafür kriegen wir halt nicht das Geld sondern werden noch von außen... Da läuft einiges aus meiner Sicht.

00:15:41: Ja oder beispielsweise das typische Vorurteil, die operieren nur weil sie jetzt Geld brauchen, das ist ja auch oft im Raum.

00:15:47: Das ist ein schönes Beispiel.

00:15:48: Sie können ja sagen da wird immer verglichen wir operieren in Deutschland viel mehr Hüften in anderen Ländern.

00:15:52: also das an Feststellung.

00:15:53: Die Frage ist wie viele Menschen was bedeutet dass für die Menschen vielleicht den anderen Menschen umgedreht betrachtet die den Bedarf gar nicht bedeckt bekommen die vielleicht Schmerzen haben das müssen niemand die halt keine hüfte oder kniebe kommen.

00:16:04: bei uns wird nicht über die frage gesprochen welche Lebensqualität wir den menschen hier ergeben damit, was damit heute möglich ist.

00:16:10: Sondern es wird ausschließlich aussehen meiner Ansicht darüber diskutiert und da hat sich leider so eine Welle gebildet die das nur in dieser Einrichtung diskutieren.

00:16:19: Aber diese Art wirtschaftlichen Druck um das Operierend zu füllen gibt es zumindest bei uns im Kreiskanghaus nicht.

00:16:28: Wir haben medizinische Leitlinien an denen wir arbeiten ja und das ist unsere Maßstab und nicht das andere

00:16:35: Also nicht an wirtschaftlichen Zahlen abhängig, sozusagen.

00:16:38: Ist es heute schwieriger als noch vor zehn Jahren langfristige Entscheidungen zu treffen?

00:16:42: Auf jeden Fall.

00:16:43: Er übrigt sich eigentlich die Frage...

00:16:45: Ja das Reformtempo oder das Gesetzestempo ist überholt sicher selber natürlich wenn man sich jetzt vorstellt Wir wollen strukturelle Änderung in der Medizinlandschaft in Deutschland erreichen, die sicher auch sinnvoll sind.

00:16:58: Wenn Sie sich nur vorstellen sie müssen da bauliche Veränderungen treffen.

00:17:01: Das dauert ja.

00:17:02: Sie können ja nicht in zwei jahren Neubau machen, sondern das dauert fünf oder zehn Jahre.

00:17:07: Und die Zeit muss man dann auch mal geben, dass sich Dinge ändern und man kann nicht immer auf diese kurze Sicht fahren, sondern da muss man auch mal jetzt einen Plan fassen und sich an den halten und mit dem umgehen und dann können wir uns auch darauf einstellen.

00:17:20: Ich glaube generell ist es nicht verkehrt, dass sie strukturell was ändert in der Gesundheitslandschaft in Deutschland.

00:17:25: aber das muss man ja auch mit realistischen Zeiträumen hinterlegen.

00:17:29: Wir haben jetzt den dritten Gesundheitsminister innerhalb von einem anderthalben Jahr?

00:17:33: knapp zwei und jeder kommt mit neuen Gesetzen und Entwicklungen.

00:17:37: Und deswegen kann man die Erwartung uns aus Träger zum Beispiel machen drei Jahre das Wirtschaftsplan also richtigerweise, also in die Glaskugel gucken ist eh schon immer schwierig.

00:17:45: aber man kann heute noch sagen dass kann ich maximal für das Folgejahr aber aus den eben dann Gründen schon längst nicht mehr als übernächste Jahr.

00:17:52: das wäre einfach

00:17:53: Ja, wir hätten das Spargesetz vorhersehen können.

00:17:57: Ging

00:17:58: ja

00:17:58: gar nicht.

00:17:59: Aber das finde ich jetzt spannend.

00:18:00: Sehen Sie sich dann auch so ein bisschen als Krankenhaus als eine Art Auffangnetz in Anführungszeichen der Probleme auch vom Gesundheitssystem?

00:18:07: Wir

00:18:08: sind die letzte Wiese!

00:18:08: Wir können nie nein sagen wenn jemand kommt.

00:18:10: Das ist so.

00:18:12: Versorgungsproblemen und das heißt Menschen... kommt zu Hause nicht mehr zurecht, landet bei uns.

00:18:17: Haushalts- im Urlaub, Patient landet mit uns.

00:18:20: das ist so.

00:18:20: es eine Tatsache wir beklagen uns nur ein bisschen darüber weil das natürlich auch einfach unser Job ist.

00:18:27: aber manchmal tut man's doch.

00:18:30: darf man ja

00:18:32: welche Rolle spielen dabei?

00:18:33: Hausärzte, Krankenkassen oder andere

00:18:36: Akteure?

00:18:37: Mit den Hausärzten haben wir hier in der Region eine super Vernetzung im Großen und Ganzen Einzelte, die man nicht mag und das geht sicherlich auch andersrum.

00:18:46: Aber so im Allgemeinen haben wir einen guten Austausch und die Organisation untereinander klappt gut.

00:18:52: Kann ich nicht... kann ich mich nicht beschweren.

00:18:54: Wir waren nicht erfreut, als die Zeiten von der Bereitschaftspraxis der KV geändert wurden unilateral also sie wurden nicht geändert sondern verkürzt.

00:19:02: aber es hat uns am Ende jetzt auch keinen richtigen Schaden gebracht.

00:19:05: Aber so untereinander haben wir eine schöne Kultur der Medizin und der Gespräche und auch ne direkte Ansprache wenn mal was zu besprechen ist kurze Wege sowie auch im Krankenhaus.

00:19:16: Krankenkassen kann ich jetzt nicht so viel zu sagen.

00:19:17: willst du da etwas zu sagen?

00:19:19: Ja wir haben hier trotz der Rahmenbedingungen die ich früher auch beklagt habe in der Misstrauenskultur, wo wir den örtlichen Akteuren begegnen.

00:19:28: In den Pflegesatzverhandlungen, die wir jedes Jahr führen müssen für unsere Endgelde mit den Vertretern.

00:19:33: Da haben wir schon ein positives Verhältnis, das muss man sagen und das hat immer mit dem Thema zu tun wie ruf' ich in den Wald so ruf ich zurück Wir erkennen deren Themen, die erkennen aber auch dadurch auch ein Stück weit.

00:19:43: unsere Möglichkeiten sind dann in den Grenzen, in denen sie handeln können auch gut und da haben wir glaube ich ein gutes Klima geschaffen.

00:19:51: Immer das Gleiche, immer die Beziehungsebene, die ich versuche zu schaffen und immer den Leuten machen.

00:19:55: Das sind unsere Patienten und eure Versicherten.

00:19:58: also wir reden ja immer über die gleiche Person sozusagen an der Stelle da ist.

00:20:02: Da sollte man zumindest ins Vorort versuchen, gemeinsam draufzuschauen.

00:20:06: Trotz der unterschiedlichen finanziellen Armbedingungen und Blickwinkel.

00:20:10: Ja oder beispielsweise das Thema Notaufnahme war ja auch mal so ein Punkt wo die sind ja aus allen Nähtenschirren geplatzt, teilweise sind auch Patienten hingekommen, die wahrscheinlich dann in dem Moment überhaupt keine Notaufnahmen noch vielleicht benötigt hätten.

00:20:22: Wie haben sie das erlebt?

00:20:23: Also gerne auch an Sie beide.

00:20:24: Die Frage hat sich das verändert in den letzten Jahren.

00:20:26: Hat man da vielleicht mehr Bewusstsein dafür bekommen wann muss ich in die Not aufnehmen?

00:20:30: oder wie nehmen Sie es wahr?

00:20:32: einen Ansturm auf die Notaufnahmen, das ist richtig.

00:20:35: Die Zahlen haben sich deutlich erhöht.

00:20:37: Leider ging es einher nach Corona mit einem Absinken der stationären Fallzahlen, die sich jetzt langsam wieder erholen aber die Menschen aus den notaufnahmen kriegen wir so nicht mehr weg und die Arbeit ist natürlich nicht adäquat gegenfinanziert.

00:20:51: Auch wieder das Stichwort Vorhalte kosten.

00:20:53: Prinzipiell versorgen wir auch die Leute in der Notaufnahme gerne, manche würde ich wünschen dass sie mal vorher ihre Oma oder so fragen würden ob man es nicht zu Hause lösen kann.

00:21:02: das Problem mit dem Badenwickel.

00:21:05: Da habe ich oft das Gefühl da ist viel Gesundheitskompetenz verloren gegangen um somit einfachern Dingen umzugehen.

00:21:11: einfach an Infektionskrankheiten oder einem angestoßenem C Der muss nicht unbedingt nach zum zwei Uhr kommen aber es passiert und es passiert auch oft.

00:21:21: Der Trick ist dabei immer nett und höflich.

00:21:23: Ich

00:21:23: könnte mir aber auch gut vorstellen, da kommen wir später auch noch mal rein jetzt auf ein Privaten gebraucht das auch Thema KI vielleicht auch viel verändert hat weil wenn ich dann eine Diagnose eingeb vielleicht von meinem gestoßenen C ja da habe ich schon selber die eigenen Versuche gemacht ja dann wird mir plötzlich doch geraten ganz schnell einen Arzt aufzusuchen.

00:21:39: also auch das kann ja fatig auslösen.

00:21:41: nochmal

00:21:42: Ja dir gibt es denn hier die KI-Einung zu gucken was es wirklich

00:21:45: ist.

00:21:49: Also ich finde jetzt Dr.

00:21:50: Google nicht so schlimm, es gibt eine Dramatisierung die da durch stattfindet.

00:21:54: Generell habe ich natürlich lieber einen informierten Patienten mit dem ich differenziert über Dinge reden kann als einer der überhaupt keine Ahnung hat und nur zu mir kommen sowie früher war der Herr Gotttschef-Hazt ja... Ich mache alles was sie sagen und das will ich eigentlich gar nicht haben!

00:22:08: Ich möchte ja eigentlich ein Dialog haben und auch kompliziertere Dinge mal differenzierter darstellen können.

00:22:14: also das ist jetzt nicht nur schlecht kann man nichts sagen.

00:22:17: Braucht die Region?

00:22:18: künftig möglicherweise für die neue Versorgungsstrukturen?

00:22:23: Ich sage mal aus unserem Blickwinkel, wir haben ja als Einzelkrankenhaus schon den Weg begonnen in den letzten Jahren eben auf Kooperation zu setzen und das ist aus meiner Sicht auch der Weg der Zukunft von der Bundesgesetzgebung ein Stück vorgegeben.

00:22:38: Jeder soll nicht mehr alles machen was auch völlig korrekt ist.

00:22:41: Und dann, wie mache ich Dinge zusammen?

00:22:42: Wir machen die Krankenpflegeschule als Beispiel mit dem ZFP der Psychiatrieemittingen auf deren Gelände.

00:22:47: Wir machen mit dem Diakoniekrankenhaus im Brustzentrum zusammen.

00:22:51: Mit der Uniklinik haben wir dieses Modell des gemeinsamen Chefarztherprofessor Fischner Feigles-Chefarzt in der Uniclinik und bei uns darunter finden auch Austausche statt.

00:23:00: Gerade ist eine Oberärztin aus der Uniklinik Freiburg hier bei uns und im Gegenzug ist einer unserer Fachärztinnen in Freiburger Hausbelug.

00:23:08: Dieser Weg, ist aus meiner Sicht der Weg, der klare Weg der Zukunft des Miteinander die Grenzen kennen.

00:23:14: Das war schon immer so in Nemening.

00:23:17: Als ich gekommen bin habe ich das schon sehr positiv wahrgenommen vor vier Jahren dass man hier mit der Uniclinik oder den anderen Krankenversorgern in der Region einen engen Austausch hat und weiß wo es meine Grenze, wo es mein Kompetenz endet.

00:23:30: zu den anderen.

00:23:31: Das heißt die Menschen können sich darauf verlassen, sie kommen hierher und sie werden im bestmöglichen Behandel, das bedeutet entweder bei uns oder Sie werden an die richtige Adresse woanders hingeschickt.

00:23:39: Und das ist glaube ich bundesweit noch nicht so der Fall in dem Sinne von weil natürlich die Finanzierungssystematik immer so war Abgrenzung jeder muss an sich denken und ich glaube aber die Zeit ist für die Zukunft auch vorbei, auch so gewollt.

00:23:52: Aber hier sind wir wahrscheinlich schon ein zwei Schritte weiter als vielleicht ein Teil in anderen Regionen, will ich mal sagen.

00:23:59: In Deutschland wo wir auch eine andere Krankenhausdichte haben hier bei uns und das ist aus meiner Sicht der Weg der Zukunft.

00:24:07: Wir sind die Aufgabe für den Patienten zu lenken neben dem Hausarzt.

00:24:10: Denen lenken soll im ambulanten Bereich ein kleines Grund- und Regelversorgungskrankenhaus dann den richtigen Weg entweder selbst Notfall und gewisse Spezialisierungen, die wir ja auch haben aber eben in den anderen Kompetenzfeldern die richtigen Partner zu suchen und dann durch kurze Drähte

00:24:24: Und diese Zusammenarbeit in der Region, die hat sich eigentlich tatsächlich durch Corona besonders rausgebildet.

00:24:31: Da haben sie so Netzwerke gebildet werden im regelmäßigen Treffen organisiert vom Gesundheitsamt von den lokalen Kliniken.

00:24:39: Das war eigentlich ganz gut und ich habe auch das Gefühl da ist wir uns seitdem nicht mehr so schlimm als Konkurrenten wahrnehmen vielen Bereichen sondern eher ergänzend.

00:24:47: und ehrlicherweise muss man sagen es gibt genug kranke für alle hier und wir wären ja tendenziell Wenn wir ja eher eine abnehmende Personaldecken haben, bei niedergelassenen Ärzten wird sich das glaube ich eher noch bemerkbar machen.

00:25:02: Weil da viele jetzt so sechzig plus sind und wenn die dann in Rente gehen wird es da knapper und das wird sicherlich auch bei uns im Krankenhaus ankommen.

00:25:10: Da muss man einfach schauen dass die Leute überhaupt alle noch gut versorgt sind nicht mehr sich streiten.

00:25:16: Ja, ich denke Adrian schauen wir mal auf die medizinische Entwicklung und neue Schwerpunkte hier in Emmendingen.

00:25:22: Gerne die Frage an Sie Doktor Sauer, wo liegen aktuell die wichtigsten medizinischen Schwerpunkte des Krankenhauses?

00:25:30: Also wir haben mehrere Kernteile.

00:25:33: unser Herz war immer die Notfallversorgung hat war unsere Identität und da haben wir uns auch drüber definiert.

00:25:41: Und ganz wichtig die Notaufnahme, aber natürlich auch die darauf folgende medizinische Versorgung.

00:25:47: Was jetzt immer mehr dazukommt ist dass wir das um elektive Patienten die Termin haben ergänzen und ausbreiten weil das Problem es immer.

00:25:57: Das Notfallgeschäft ist nicht planbar und wir können dann die Ressourcen schlechter für planen und allein die wirtschaftliche Logik zwingt uns dazu Patienten in den Bereichen anzunehmen, die planbar sind.

00:26:08: Und da ist auf jeden Fall die ganze Prothesen-Chirurgien zentraler Baustein, Kniegelenke, Hüftgelenken wo wir mit dem Lukas Konstantin Niedersen einen fantastischen Mann gekriegt haben.

00:26:20: Der macht es echt einfach super von dem ganzen Ablauf wie schnell die Leute wieder auf den Beinen sind und so weiter.

00:26:27: aber wir haben auch durch diese Körperzone der Uniklinik im Bereich der Visceral Medizin auch ein riesigen Sprung getan Dadurch eine ganz andere Spirit in die Abteilung reingekommen ist, die haben ganz viele Grenzfälle von denen viele gut bei uns aufgehoben sind.

00:26:43: Wo es aber sehr schön ist dass wir die Möglichkeit haben kurzfristig bei komplexeren Fällen die Uni-Klinik mit einzubeziehen und gleichzeitig diese Hybriddiages die dort ganz stark im Kommen sind ambulantes Operieren vorangetrieben haben, weil wir ganz viele moderne endoskopische Chirurgien inzwischen machen viel mehr als früher.

00:27:02: Und natürlich kann man den anderen Teil nicht vernachlässigen der läuft das ist diese allgemeine Versorgungsebene Das ist die Geriatrie, Frauenheilkundengeburtshilfe, dass darf man natürlich nicht fallen lassen aber das sind Bereiche mit denen haben wir uns früher eher beschäftigt.

00:27:17: jetzt geht es gerade mal um dieser anderen Themen.

00:27:19: Vielleicht tümpfen wir da gerade an, weil sie jetzt schon die Kooperation auf einem Universitätsklinikum Freiburg unter anderem angesprochen haben.

00:27:25: Wie kann man sich das als Patienten-Patienten vorstellen?

00:27:28: Wie kann ich profitieren auch durch diese Kooperation?

00:27:31: Das ist ja kurze Wege in Personalunion.

00:27:34: Unser leitender Arzt, der Professor Fink arbeitet hauptsächlich bei uns.

00:27:40: und sagen wir mal, wir haben einen komplexen onkologischen Fall.

00:27:43: So eine typische Konstellation kommt zu uns mit Darmkrebs.

00:27:47: akuter Darmverschluss aufgrund des Darmkrebses wird hier als Notfall operiert und dann kann er den quasi mitnehmen nach Freiburg um die Behandlung dort zu komplettieren.

00:27:59: bleibt es wirklich alles in einer Hand und das funktioniert einfach super gut.

00:28:02: Und

00:28:04: hier die Frage an Herrn Müller, wie viele Chancen entstehen dadurch durch solche Zusammenschlüsse und Zusammenarbeiten?

00:28:11: Ja, wie ich vorhin schon gesagt habe ist dass der Weg der Zukunft für ein kleines Alleinstehendes Haus, der sich nicht mit einem anderen jetzt gesellschaftsrechtlich zusammentut und dann sozusagen Schwerpunkte so bilden sondern die bilden wir selbst.

00:28:24: und alles können wir nicht selbst abbilden, sondern müssen es durchkopern So lösen.

00:28:28: Damit ist es... Eine Überlebenschance für das gesamte Haus, für die Zukunft.

00:28:34: Wir haben ja auch in unserer inneren Medizin, der wir sehr breit aufgestellt sind mit der Kardiologie Gastroenterologie und soweit auch hier enge Kooperationsform mit der Uniklinik.

00:28:42: weil wir hier nicht zum Beispiel einen Herzkatheter hat der Träger hier nie gebaut, weil es hier genügend gibt in der Region In anderen Bundesländern da gibts alle zwei Meter so ein Gerät.

00:28:52: Hier hat man drauf verzichtet.

00:28:53: Dennoch liegt die Kompetenz hier Und dann werden eben hier auch auf kurzen Wegen Herz senden und mal krossingen oder direkt am Standort Freiburg, dann eben auch die medizinischen Dinge abgesprochen.

00:29:04: Das heißt verzichte auf der einen Seite um gleichzeitig was zu gewinnen.

00:29:08: das ist aus meiner Sicht die Zukunftsfähigkeit für ein Haus unserer Größenordnung.

00:29:12: wenn wir viermal größer wären wird es eine ganz andere Fragestellung.

00:29:16: aber für uns ist das hier in diesen Größenordnungen der richtige Ansatz und gleichzeitig müssen wir solche Felder haben wo wir auch ein erkennbares Merkmal haben wie jetzt in der Endung Prothetik.

00:29:27: bei ganz nur mit Notfall und nur mit Kooperation funktioniert es auch.

00:29:31: Wirtschaftlich nicht.

00:29:32: Ja klar, auch ihr Alleinstellungsmerkmal in der Hinsicht.

00:29:34: Also dann vielleicht doch bevor wir in Richtung auch mal Zukunftsthemen oder auch Technik blicken weil das spielt ja auch inzwischen eine große Rolle.

00:29:40: ich weiß Herr Müller mir haben uns vorhin schon kurz über das Thema Veränderungen unterhalten auch im Personal also wo man ganz klar auch Thema Fachkräftemangel etc.

00:29:48: gerne mal reingucken.

00:29:49: und auch an sie beide jetzt haben Sie vorhin gesagt wir haben genug Kranke für alle, da geht es irgendwie nicht aus was leider auch schon Thema ist dass viele denke ich auch ihrer Kolleginnen Kollegen Altersbeding vielleicht schon in Rente gegangen sind.

00:30:03: Wie haben Sie solche Prozesse inzwischen abgedeckt, dass sie sagen okay wie kommen wir da auch mit einem gewissen Fachkräftemangel oder ich nenne es jetzt einfach mal Nachwuchs hinterher?

00:30:11: Sie müssen

00:30:11: wahnsinnig weit vorausschauen weil letztendlich können Sie das ja nur über das Ausbildungsthema oder hauptsächlich darüber lösen und es dauert ja eine Weile bis die Menschen an ihr ankommen.

00:30:21: Wir haben jetzt ein großes Glück hier in der Region, dass wir die Uni Freiburg hier haben.

00:30:25: Das heißt wir haben immer Ärzte die ausgebildet werden, die hier studieren natürlich auch gerne in der Region bleiben möchte und für die es Ending.

00:30:33: attraktiv, weil sie dann in Freiburg wohnen bleiben können.

00:30:36: Das hat man wenn man fünfzig Kilometer weitergeht.

00:30:39: da sieht es schon ein bisschen anders aus.

00:30:41: und deswegen haben wir aber auch unserer Krankenpflegeschule mit inzwischen ja zwei Klassen die super gut läuft mit der Frau Ghost die das fantastisch managed damit wir eben die Pflegekräfte die jetzt altersbedingt ausschalten auch ersetzen können.

00:30:55: und parallel haben wir uns noch einen Standbein aufgebaut mit ausländischen Fachkräften die wir auch anwerben.

00:31:01: Das ist ein Geschäft, das man auch... Es hört sich erst mal einfach an.

00:31:04: Aber es ist natürlich mit hohem Aufwand verbunden weil die Integration in den Betrieb nicht so plötzlich funktioniert sondern das ist ja auch im Prozess und da muss auch viel noch gegenseitig dann wieder gelernt werden bevor sie ganz angekommen sind sich wohl fühlen und hier gut mitarbeiten können.

00:31:21: Also da haben wir, wenn ich das ergänzen darf, dann haben wir mittlerweile begonnen und sozusagen und das jetzt so konzeptionell auch weiterentwickelt.

00:31:28: Wir müssen uns Wohnraummanagement machen wo bringen die Menschen sozusagen unter was ihr nicht so ganz einfach ist?

00:31:35: Wir haben selbst einen Krankenpfleger von seiner Ausbildung, der nichts anderes macht als Anlaufstelle in die Integrationsmanager bei uns ist für die neuen Leute.

00:31:45: Wir haben Praxisanleiter auf den Stationen und wir haben ein Deutschlehrer, der noch separat unterrichtet einen ehemaliger in Rente befindlicher echter Deutschlehrer sozusagen.

00:31:56: von der Schule, also ganz viele Facetten.

00:31:58: Wir haben in der Pflegedirektion wahnsinnige Kümmerer dort die sich fantastisch drum kümmern und deswegen werden wir die wie ich anfangs gesagt habe hier Integration in unserer Familie der Menschen und ich glaube das ist so unser Fand weil es viele Bezugspersonen gibt gelingt uns das auch ganz gut und deswegen sind wir auch stolz auf, wir haben seit Mai diesen Jahres keine einzige Leiharbeitskraft mehr.

00:32:20: Wir sind also komplett leiharbeizfrei und das ist auch nicht der Standard in Deutschland derzeit und es ist uns gelungen durch das Thema Ausbildung, durch die ausländischen Pflegekräfte aber nicht nur in der Pflegeausbildung sondern auch in anderen Bereichen, operations- technische Assistenten zum Beispiel.

00:32:38: Im Röntgen überall ist Ausbildung für uns die Zukunftssicherung schlechthin.

00:32:44: in allen Bereichen versuchen wir auszubilden und

00:32:47: Man kriegt auch eine schöne Altersmix dadurch hin, weil man einfach auch jüngere Leute dann dabei hat.

00:32:52: Das gibt eine andere Dynamik und andere Sichtweisen.

00:32:56: Weil

00:32:56: das ist gerade ganz schön zu erleben.

00:32:58: Wir sind ja ein Haus was jetzt gerade auf den vollständigen Digitalisierungsprozess umgestiegen ist

00:33:03: usw.,

00:33:04: dieser Umgang der jüngeren Menschen und der etwas älteren, damit er ist ganz spannend.

00:33:11: Das ist gegenseitig auf der einen Seite die Erfahrung und dann auf der anderen Seite das Handling mit der Technik.

00:33:16: Und wenn wir das annehmen – ich gehöre zu denen, ich freue mich immer über junge Menschen, die nicht….

00:33:20: Ich bin da schlau, weil ich so lange Erfahrungen habe, sondern ich freue sich über neue Impulse, die Jüngere durch ihre Fahrgestellung durch einen ganz anderen Hintergrund einem mitgeben.

00:33:29: Es ist einfach eine große Freude eigentlich!

00:33:31: Da sind wir, glaube ich, offen ganz gut.

00:33:34: guten notwendigen Weg.

00:33:36: und hätten wir uns am Anfang auch nicht so gedacht, wie viel Aufwand jetzt gerade mit den ausländischen Pflegekräften ansteht.

00:33:43: Aber aus den Gästen sind Kollegen geworden und die sind für uns unerlässlich.

00:33:47: Deswegen sind auch manche politischen Diskussionen, die laufen völlig absurd für uns weil sonst ist eine Versorgung der Menschen in den nächsten Jahren im Krankenhausbereich nicht möglich.

00:33:57: das muss man ganz klar sagen.

00:33:59: dafür gehen viele Leute Rente, das durch den Salter bewegt sich aber uns Ende vierzig Mitarbeiter.

00:34:05: Da mag man ja ahnen was da eben in Rente geht und dazu und alleine durch Ausbildung ist es nicht machbar.

00:34:13: Technik war jetzt glaube ich unser Schlagwort.

00:34:16: Das Krankenhaus hat zuletzt auch technisch investiert unter anderem in moderne CT Diagnostik.

00:34:23: welche Vorteile bringt das für die Patienten?

00:34:26: Also sehr spezifisch oder allgemein gesprochen Jetzt komme ich in meine Rolle als Chefer zur Radiologie rein.

00:34:34: Also noch ein modernes Gerät hat ganz viele Vorteile, schnellere Bilder, bessere Bildqualität weniger Strahlendosis.

00:34:41: Das sind jetzt erstmal für den Einzelnen die Vorteile.

00:34:43: Wir kriegen aber auch neue diagnostische Möglichkeiten.

00:34:46: In der Schlaganfallbildgebung haben wir uns jetzt einen großen Schritt wieder weiter gemacht und wir können sogar Herz-CT Untersuchungen machen.

00:34:53: das ist eine CT-Untersuchung der Corona Gefäße Es ist High End Radiologie Die wirklich gut funktioniert.

00:35:00: Der Ziel oder die Intention von dem Ganzen ist, wir sehen uns ja als Partner für die Patienten und hatten mir jetzt schon mehrfach gesagt.

00:35:07: Wir wollen sie an die richtige Stelle lenken und dafür brauchen aber erst mal eine Diagnose.

00:35:11: Und die Diagnosis entsteht in der Notaufnahme und wichtiger Teil dieser Diagnosestellung ist immer die Bildgebung.

00:35:17: Deswegen brauchen wir dort wirklich gute moderne und auch ziemlich teure Werkzeuge.

00:35:22: Natürlich kommt mit so einer neuen Generation das gilt in allen Bereichen geht es gar nicht mehr um die Geräte sondern auch um die Computer die hinten.

00:35:29: anstehen und diese Daten, die dort produziert werden verarbeiten.

00:35:32: Auch das ist jetzt auf dem anderen Level.

00:35:34: automatische D-Rekonstruktionen Gefäßrekonstruzionen Durch Blutungskarten vom Gehirn, das spuckt das Ding jetzt alles alleine aus.

00:35:43: Viel weniger Handarbeit und viel weniger federanfällig.

00:35:46: Vielleicht schließt sich ja dann nochmal der Kreisbaden vorhin schon... Das war aber eher von meiner Seite aus relativ witzig über KI.

00:35:52: Jetzt sage ich mal in ihrem Arbeitskontext, welche Rolle spielt da KI?

00:35:55: Beispielsweise auch bleiben wir ruhig genau in der Radiologie.

00:35:59: Das

00:35:59: ist schon seit zwei Jahren standard.

00:36:02: Wir haben eine automatische Frakturerkennung laufen, d.h.

00:36:05: jedes Reuengebild was gemacht wird geht automatisch durch die KI.

00:36:09: Da wird angeguckt, ist eine Bruch da oder nicht?

00:36:12: Das hat einen riesigen Vorteil.

00:36:14: Der Mensch der ist ja ein Gewohnheitstier und tatsächlich ist es so je länger man was macht, desto mehr wird mal zum Gewohnheitstier.

00:36:20: Dem Computer dem ist das egal.

00:36:22: Er guckt auch mal an die anderen Stellen, er findet mal in der Ecke etwas wo man gar nicht hingeguckt hat Und auf der anderen Seite unterstützt er auch gerade in der Notaufnahme Kollegen, die nicht so erfahren sind dabei dass sie nichts übersehen.

00:36:33: Die Fehlerquoten, die nachträglichen Anrufe wenn man was verpasst hat, die sind einfach viel weniger gefahren.

00:36:38: dadurch.

00:36:39: und die Erfahrung mit KI nimmt einem nicht den Job weg sondern... Die erlaubt es, dass man mehr arbeiten kann und die Arbeit hier kommt von alleine dazu.

00:36:47: Find ich wichtig zu betonen weil ich glaube das ist ja auch ein berechtigtes Vorurteil da zu sagen die KI löscht uns aus oder nimmt uns alle unsere Jobs weg.

00:36:54: Ja also steht ja gerade sowieso im Raum.

00:36:55: also das heißt ich darf mit dem gestoßenen Zählern auch mal kommen um

00:36:58: zu gucken ob sie die KI

00:37:00: gerecht hat okay?

00:37:01: Da fragen wir doch mal nach was verbessert sich für die Patienten Herr Müller wenn ein Patient heute zu ihnen kommt?

00:37:07: was hat sich im Vergleich vor noch vor zehn Jahren verändert verbessert?

00:37:16: Die Genesungsdauer ist kürzer geworden.

00:37:20: Gehen wir noch mal speziell auf OPs, die haben sich verändert.

00:37:22: Die Leute werden anders an Operationen rangeführt aber auch rausgeführt.

00:37:26: das heißt zum Beispiel sie bekommen einen Kniegelenk eingesetzt und die Immobilisation beginnt der Bewegung, die fängt an dem Tag an wo die OP war.

00:37:34: Das war früher, da hat man erstmal gelegen usw.. Das heißt man kommt viel schneller wieder nach Hause und wir wissen aus ganz vielen Daten dass Man sich zu Hause besser erholt als im Krankenhaus.

00:37:45: Das Essen ist, glaube ich sogar besser.

00:37:48: Ich habe sowas gehört.

00:37:49: Vielleicht hat das auch eine Rolle.

00:37:51: Nein aber das ist eigentlich der spürbarste Wandel den es gegeben hat.

00:37:56: Die Zeiten die wir brauchen um die Leute gesundzumachen sind kürzer geworden.

00:38:01: Das gilt für Operationen kann man es gut messen in der inneren Medizin.

00:38:05: Es ist ein bisschen schwieriger das so bemessen aber auch dort werden Therapien immer differenzierter auf die einzelnen Krankheiten, sodass es besser auch anschlägt.

00:38:14: Also sind das oder so verstehe ich für Sie schon eine Entwicklung wo jetzt ich als Patient in den nächsten Jahren wahrscheinlich nochmal deutlicher merken werde?

00:38:20: Dass auch die Prozesse verschlagen oder schneller in der Form werden.

00:38:23: Ich komme wieder schneller nach Hause etc.

00:38:26: Das Ziel ist jetzt ein bisschen die Digitalisierung auch zum Patienten zu bringen.

00:38:29: Das heißt bevor sie überhaupt Kontakt haben Mit der Klinik haben sie vielleicht schon über eine Internetseite, während Sie den Termin gemacht haben.

00:38:37: Schon erste Ideen oder Vorschläge bekommen?

00:38:40: Was können Sie denn tun?

00:38:41: Können Sie nochmal gezielte Trainingstherapie für die Muskeln anfangen bevor Sie in die OP gehen damit Sie hinterher schneller... wieder fit sind.

00:38:48: Ja, nur so als Beispiel.

00:38:49: Dann blicken wir doch mal aufs Jubiläumsjahr noch mit dem Blick Richtung Abschluss von unserem Gespräch!

00:39:05: Ich bin ja jetzt schon nicht ganz so lange hier.

00:39:08: Aber du bist noch kürzer hier.

00:39:10: Du darfst auch noch nichts sagen.

00:39:11: Mir gefällt generell die Entwicklung.

00:39:14: Wir haben eine Kontinuität In diesem Teamgefühl, in dieser Zusammenarbeit, der kollegialen Zusammenarbeit auch über Berufsgruppen hinweg.

00:39:21: Ein Respekt, den man auch untereinander hat.

00:39:24: Das war für mich als ich hier damals ankam.

00:39:26: Es ist jetzt im Jahr zwölf, also auch schon vierzehn Jahre her.

00:39:29: War das schon da und das haben wir uns bewahrt?

00:39:31: Und die Medizin entwickelt sich dabei kontinuierlich weiter.

00:39:35: Also ich meine in den Teilen wo wir Medizin machen, machen wir universitäre Medizin und eben die Teile, die Krankheiten, die wir nicht bearbeiten können.

00:39:43: Die lassen wir da, lasst mal die Finger vorn.

00:39:44: Wenn wir das so weitermachen können... dann bin ich ganz zufrieden.

00:39:48: Ich glaube,

00:39:49: ich bin ja erst vier Jahre hier, also was schon mal ausgeführt habe die persönliche Beziehung der Ärztepflegekräfte mit den Patienten, das durch die Patientinbefragung immer wieder gespiegelt wird.

00:40:00: Das ist hier herausragend vorhanden und es gilt es zu bewahren.

00:40:03: Es hat man sich über diese lange Zeit auch der Form der Umwälzung bewahrt.

00:40:07: Ganz froh bin ich natürlich, dass der Krankenhausträger in Zukunft setzt.

00:40:11: Weil die fünfzig Jahre ist.

00:40:13: da geht es ja um dieses Gebäude.

00:40:14: das Kreisgang aus gibt's ja schon länger aber dieses jetzige Gebäude, und es ist halt in die Jahre gekommen.

00:40:20: Und das aber der Kreistag und die Verantwortlichen gesagt haben wir sehen hier eine Zukunft drin.

00:40:25: Wir wollen dem Standort Emmendingen als Krankenhausstandort erhalten dass man auch ein Drucker zieht und hier investiert.

00:40:31: Das ist ganz notwendig denn alleine von den fünfzig Jahren in der Bausubstanz geht es nicht mehr.

00:40:36: Es war sehr warm im Sommer auf unseren nicht gedämmten Stationen und da haben Mitarbeiter und Patienten einiges durchmachen dürfen.

00:40:44: und deswegen ist es entscheidende dass man immer solle Jubiläe nicht nach hinten schaut, sondern was geht nach vorne?

00:40:51: Und das ist gut so.

00:40:52: Das ist dann einfach jetzt etwas geschaffen wird, was für die nächsten Jahrzehnte auch weitergehen wird.

00:40:57: Das sind eigentlich an diesem Jubilän um das ganz Entscheidende.

00:41:01: Gucken wir doch mal in den nächsten Jahrzähnten oder Daniela mit der Zukunft.

00:41:04: Wunschfrage würde ich sagen.

00:41:06: Wo soll das Kreiskanten aus Emmendingen in den zehn Jahren stehen

00:41:10: außer

00:41:11: dem gleichen?

00:41:12: Genau!

00:41:13: Ach, da können wir auch die Planung lernen fürs Nächste.

00:41:16: Wir haben ja über die Kurzfristigkeit der Planung gesprochen.

00:41:19: Das ist eine Realität, da kommen wir nicht dran vorbei.

00:41:22: Was ich mir wünschen würde tatsächlich das es gibt in anderen Ländern schon dass so eine Gesundheitsregion im Blick genommen wird und diese Sektorgrenzen in der Medizin sich weiter auflösen.

00:41:32: Diese Trennung zwischen ambulanten stationär das ist manchmal derartig nervig wenn man einfach nur den Leuten helfen will.

00:41:41: Das müsste mal weg und dann wäre so ein Wunsch für mich für in zehn Jahren.

00:41:44: Und wenn wir das umsetzen, ich glaube das Krankenhaus wird ja ganz anders aussehen.

00:41:48: tatsächlich als wir das jetzt kennen.

00:41:50: viel mehr ambulante Medizin weniger Betten

00:41:53: Ist doch schon ein guter Blick, würde ich mal sagen.

00:41:54: Ja, den muss man nicht hinzufügen und dem muss sich nichts hinzufügen.

00:41:58: Ich meine die neue Notaufnahme zum Beispiel ist ja auch einen Punkt bei Ihnen?

00:42:00: Wäre das auch so ein Punkt wo Sie sagen da, dass es plötzlich in die Richtung oder soll es sich darf, sich verändern?

00:42:05: Der Bedarf für die Notaufnahmen habe ich ja schon gesagt er steigt.

00:42:08: Ich hoffe mal, dass sich die Patienten zahlen jetzt mal langsam stabilisieren und nicht noch weiter ansteigen.

00:42:13: also wir haben fast nicht ganz eine Verdopplung in sieben oder acht Jahren erlebt.

00:42:18: Das ist natürlich ressourcentechnisch eine richtige Herausforderung gewesen.

00:42:22: Die neue Notaufnahme bringt vor allen Dingen auch erst mal schönere Arbeitsbedingungen, wir sind ja in einem Interimsräumen die nicht schlecht sind aber letzten Endes zu klein und das wird für die Mitarbeiter auch glaube ich ein großer Schritt nach vorne sein dass sie eine ruhigeren Atmosphäre weniger gedrängten Atmosphere dort umgehen können und auch mit neuen medizinischen Möglichkeiten dort arbeiten

00:42:43: können.

00:42:44: Das werden wir ja nächstes Jahr im Sommer in Betrieb nehmen, die neue Notaufnahme und die neue Intermediate Care Station, die wir derzeit noch gar nicht haben und die sind dann alle im ersten Stock.

00:42:53: Und das heißt, da haben wir einen Nebeneinander zwischen der ZNA also der zentralen Notaufnahmen, der IMC, der Intensiv- und SOPs.

00:43:00: Also das ist Medizinerstand für die Beteiligten, die haben dort... Riesenchance für die nächsten Jahre, dort was daraus zu machen in ganz enger Abstimmung nebeneinander liegend.

00:43:10: Für die Patienten in guten räumlichen Arbeitsbedingungen was so gestalten.

00:43:14: und da bin ich ziemlich optimistisch dass das eines der entscheidenden Dinge ist für die Zukunft überlebensfähig zu sein unabhängig wer da gerade in Berlin Minister ist.

00:43:26: Ich sage mal so, ich glaube wir sind jetzt auch ganz optimistisch denn Herr Müller und auch Herr Dr.

00:43:30: Sauer-Essig, wir bitten Sie nämlich nur noch um eins, nämlich um einen einzigen Satz!

00:43:34: Und zwar habe ich an sie jetzt einfach einmal eine Frage mitgebracht die Sie gerne in einem Satz jeweils beantworten dürfen und zwar warum braucht die Region das wollen wir wissen auch künftig ein starkes Kreiskrankenhaus Ending?

00:43:46: Damit Sie wissen wo Sie im Notfall hin müssen?

00:43:48: Yes.

00:43:48: Punkt!

00:43:51: Okay,

00:43:52: schön.

00:43:52: vielen Dank an Herrn Müller und Dr.

00:43:55: Sauer Issig für dieses offene Gespräch.

00:43:57: Vielen Dank an die Zuhörerinnen und Zuhöre heute hier im kleinen Saal.

00:44:02: das war Region im Blick und Tour am Tag der offenen Tür im Kreiskrankenhaus Emmendingen.

00:44:07: Ich denke, für uns alle gilt hier jetzt weiterhin auch für Sie.

00:44:09: Bleiben Sie neugierig!

00:44:10: Dafür ist der Tag der Offenen Tür da und ich glaube das Wichtigste bleibt ein bisschen gesund.

00:44:14: Das dürfen wir in diesen Räumlichkeiten auch gerne sagen und danke auf jeden Fall fürs Vorbeischauen und fürs Zuhören.

00:44:20: Vielen Dank Ihnen.

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