Zwischen Fußball, Recht und Verantwortung
Shownotes
Arno Heger ist in Freiburg geboren, in der Region tief verwurzelt und schon früh mit ehrenamtlichem Engagement in Berührung gekommen. Geprägt durch seine Eltern und den Fußball nahm er als Kind die Linienrichterfahne in die Hand und wurde 1986 selbst Schiedsrichter. Was zunächst aus einer konkreten Vereinssituation heraus entstand, wurde für ihn zu einer prägenden Erfahrung: Mit 15 oder 16 Jahren Entscheidungen treffen, Verantwortung übernehmen, mit Konflikten umgehen und dabei lernen, die eigene Entscheidung klar und nachvollziehbar zu vertreten.
Im Gespräch wird deutlich, wie stark ihn der Amateurfußball bis heute bewegt. Für Arno Heger ist er der ehrlichere Fußball – getragen von Leidenschaft, Vereinsgefühl und Ehrenamt. Gleichzeitig sieht er klare Herausforderungen: weniger langfristiges Engagement, veränderte Prioritäten bei Spielerinnen und Spielern, Terminfragen, Bürokratie und die Frage, wie Vereine auch künftig genügend Menschen finden, die Verantwortung übernehmen. Besonders wichtig ist ihm die gesellschaftliche Bedeutung der Vereine: Sie bringen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Berufe und Generationen zusammen, schaffen Teamgeist, leisten Integration und sind für ihn die beste Sozialarbeit, die der Staat haben kann.
Neben dem Fußball geht es auch um Sportrecht, Gerechtigkeit und Kommunalpolitik. Als Richter am Bundesgericht des DFB erklärt Arno Heger, wie die Sportgerichtsbarkeit funktioniert und warum Verfahren im Profifußball oft sehr schnell entschieden werden müssen. Gleichzeitig beschreibt er, dass ihn im Sportrecht vor allem die Verbindung aus Regeln und Emotionen fasziniert – solange Leidenschaft nicht in Gewalt umschlägt. Auch seine politische Arbeit in Freiburg ist eng mit seinem Wunsch verbunden, sich einzubringen und Verantwortung zu übernehmen. Aktuell bewegen ihn in Freiburg unter anderem Klima, Verkehrswende, Verpackungssteuer, die Finanzlage der Stadt, Wohnen, Gewerbeflächen und die Zukunft Freiburgs als lebenswerte, junge und europäisch geprägte Stadt im Dreiländereck.
Am Ende bleibt die Botschaft dieser Folge: Gesellschaft lebt davon, dass Menschen mitgestalten – auf dem Fußballplatz, im Gerichtssaal, im Hörsaal, in der Kommunalpolitik und im Ehrenamt.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Region im Blick und Tour.
00:00:04: Wir geben der Region eine Bühne!
00:00:06: Heute haben wir einen Gast, der wie kaum ein anderer die Themen Fußball, Ehrenamt, Recht- und Politik miteinander verbindet.
00:00:12: Ja denn unser Gast ist Bezirksvorsitzender des Fussballbezirkes Freiburg.
00:00:17: er isst aber auch Erster Vizepräsident des Südbadischen Fußballverbandes Richter am Bundesgericht des Deutschen Fußballbundes Dozent für Sportrecht an der ISPA Universität in Freibür Und seit kurzem auch noch Vorsitzender der CDU-Fraktion im Freiburger Gemeinderat.
00:00:33: Geboren in Freiburg, seit Jahrzehnten ehrenamtlich engagiert, Schiedsrichter aus Leidenschaft und überzeugter Verfechter des bürgerschaftlichen Engagements.
00:00:42: Ja – und wir freuen uns hier bei Regionenblick und Tour auf spannende Einblicke in die Welt des Sports natürlich auch der Verbandsarbeit des Rechts und auch der Kommunalpolitik.
00:00:51: In diesem Sinne herzlich willkommen Arno Heger!
00:00:53: Vielen Dank.
00:00:54: ich freue mich hier dabei sein zu dürfen.
00:00:56: Ich glaube, viel Spaß mit euch.
00:00:58: Ja, da freuen wir uns auch auf jeden Fall!
00:01:00: Herr Heger beginnen wir ganz am Anfang.
00:01:02: Sie sind in Freiburg geboren und tief in der Region verwurzelt.
00:01:06: Wie hat Ihre Kindheit und Jugend Ihren späteren Weg geprägt?
00:01:10: Tatsächlich ein echtes Bubbeln.
00:01:11: in Freiberg-Land war es seit den ersten Jahren Und dann musste mein Vater beruflich nach Merzausend ziehen und dann in Merzaushule in Freyburg.
00:01:19: Ja, wer hat das geprägt?
00:01:20: Meine Eltern beide ehrenamtlich engagiert.
00:01:23: Vater auch im Fußball.
00:01:25: Da geht man als kleiner Stöpke mit fünf, sechs natürlich mit und nehmt die Linkenrichterfahne in der Hand, kriegt dann eine Pfanne da in der Halbzeit fürs Winken.
00:01:33: Und so kommt man dann langsam da rein ins Ehrenamtliche Engagement.
00:01:36: Und da ich das größte Teil meines Lebens auch in Freiburg war, habe ich natürlich auch ein Netzwerk hier einfach aufgebaut.
00:01:42: Viele Freunde viele Bekannte Und dann kommt eben ein Ehrenamt nach dem anderen und so verwurzelt man sich immer mehr in Freiburg, in dieser schönen Stadt.
00:01:51: Ja was ja total schön ist und Sie haben mir jetzt auch gerade gesagt, dass sie haben ja das Fähnchen in die Hand bekommen.
00:01:56: Das heißt, neun zwanzig sechsten Achtzig wurden sie Fußball-Schiedsrichter.
00:01:59: Jetzt wird es mich natürlich interessieren Was hat sie damals als junge Anno Heger bewegt?
00:02:03: Eben nicht als Spieler aufs Feld zu gehen sondern zu sagen Nö ich nehme mal Schiedsrichtern Die verantworten auf den Platz.
00:02:08: Ich habe natürlich gekickt beim VfM Zuhause Damals und hatte da einen Ski Unfall mit dem Knie.
00:02:15: Und wie das so ist, die Vereine brauchen natürlich händeringen Schiedsrichter.
00:02:18: Wenn wir zu einer Strafe bezahlen müssen dann hat man mich einfach gefragt und einen guten Kumpel von mir der mitgekickt hat.
00:02:24: Dann haben wir gesagt, wir probieren es einfach mal!
00:02:26: Und dann gab's eine Neulings-Lehrgang.
00:02:28: in Heuweiler war das damals doch zwei Wochenenden und eine Prüfung und dann ging's auch bald zum ersten Spiel.
00:02:34: Man denkt ja nicht viel nach, man sagt, ich brieße einfach mal... Das witzige ist, der Kumpl, den er mir angefangen hat, der hat nach zwei Spielen schon aufgehört.
00:02:41: Das macht viele Jahre.
00:02:44: Wobei man sagen muss, als Schützrichter hat man eine ganz besondere Rolle.
00:02:49: Ich fand es damals gut als junger Kerl, weil du musst mit der Entscheidung treffen und verkaufen können.
00:02:59: Teilweise waren die Spieler älter als mein Vater.
00:03:02: Hätte mein Vater sein können?
00:03:04: Ja, das prägt er natürlich schon!
00:03:06: Man muss natürlich auch ein bisschen ein dickes Fell haben, also eben der Kumpel, der mit mir angefangen hat.
00:03:09: Der hatte dann vielleicht auch nicht vergessen, wir haben uns dann gegenseitig die Spiele angeschaut und er dann so das zweite Spiel auf dem Hattplatz kappt mit Regen und der hat eine Brille gekappt, ist die Brille beschlagen... Dann hat nichts mehr gesehen, da ist dieses Spiel total eskaliert!
00:03:21: Und dann hat er aufgehört.
00:03:22: Ich hatte keine Brille.
00:03:22: jetzt war wirklich mein Vorteil
00:03:23: wenn man es sieht.
00:03:25: Können Sie sich noch an der ersten Spiele als Schiedsrichter erinnern?
00:03:28: Oh ja,
00:03:29: sogar in die ersten zwei Spiele.
00:03:30: Weil sie so unterschiedlich waren.
00:03:32: Das erste Spiel war in Wolfenweiler.
00:03:35: Ganz großer Platz ein C-Jugendspiel.
00:03:37: Ging acht oder neun Null aus, das weiß ich nicht mehr ganz genau.
00:03:39: Es war relativ... Einfache Spiel zum Pfeifen und man hatte als Schieze also gelbe Karte, Notizkarte und so weiter dabei.
00:03:45: Und ich hatte warum auch immer keine Ahnung das Regelheft noch mitgenommen.
00:03:49: Ich dachte, ah wenn du was vielleicht vergissst, guck mal nach!
00:03:51: Dann habe dann dieses Regelheft in der Brusttasche gehabt wo auch die Notiz-Karte war und beim ersten Tor hab' ich das die Notz-Kart rausgezogen... ...und dann flieg das Regel Heft mit raus.
00:04:00: Da haben natürlich alle gelacht dass der Schiezer da so eine Regelhefte bei hat.
00:04:03: Also deswegen ist es ein bisschen hängen geblieben tatsächlich.
00:04:07: Das zweite Spiel auch weil da war das krasse Gegenteil ein Abendspiel auf dem Hardplatz.
00:04:12: Es waren B-Jugendmannschaften, ganz viel Faulspiel, viele Schieben, viele Rämpeln.
00:04:17: und der damalige Pater.
00:04:18: Man hat immer so einen Pateflur dabei gehabt.
00:04:20: Er hat dann zu mir gesagt nach dem Spiel also ich glaube es ist besser du hörst auf mit Pfeif das wird bei dir auch nichts mehr.
00:04:25: Okay sehr motivierend.
00:04:28: Sie haben ja immer ein bisschen die Verbandslieger aus Südbaden geschafft.
00:04:31: Das ist ja schon eine Entwicklung muss man einfach sagen.
00:04:35: Ich bin dann froh dass ihr weitergemacht habt.
00:04:36: tatsächlich habe das an den Parter auch immer wieder vorgehalten.
00:04:39: dann sah sie sich doch was aus mehr geworden.
00:04:41: Und ja, von Ansleger das war damals die fünftürkste Amateur-Glaser hat sich der Zwischenzeitende geändert mit Einführung Dritteliga und Regularliga aber es war da mal schon ganz spannend auch natürlich eine gewisse Art von guten Fußball, den man sehen konnte.
00:04:53: Ja klar!
00:04:53: Aber jetzt würde mich natürlich interessieren wenn wir jetzt den beruflichen Switch machen in ihr Ehrbusiness im Bereich Recht natürlich auch.
00:04:59: Was würden Sie sagen nehmen Sie vielleicht aus der Zeit noch als Schiedsrichter auch heute noch mit in Führungsposition?
00:05:04: Ich glaube was es natürlich beides mit sich bringt ist dass man einen Buchteilen von Sekunden Entscheidungen treffen muss.
00:05:10: Man muss natürlich ein gutes Gespür haben für Gerechtigkeit, bin ja Fachanwalterverkehrsrecht und viel forensisch unterwegs fast jeden Tag bei Gericht und da ist es einfach so, da muss man spontan auf Situationen reagieren, muss eben auch im Buchteil einer Sekunde diese Entscheidung treffen und das hat beides ungefähr gleich.
00:05:26: letztendlich.
00:05:27: und von daher glaube ich schon dass dieser Schiedsrichter-Priere in den ersten Jahren schon gut war auch für einen beruflichen Wertegang tatsächlich.
00:05:35: Ja, und ich denke mir wahrscheinlich als Anwalt ja auch.
00:05:37: Man ist ja nicht unbedingt immer so everybody's darling.
00:05:40: Es gibt eine Seite die findet vielleicht die Entscheidung nicht gut und der andere findet sie halt gut.
00:05:43: Und da drüber zu stehen ähnelt sich ja auch im Fußball.
00:05:46: Das ist jetzt endlich so.
00:05:48: Klar man muss eben seine Meinung seiner Ansicht oder seine Entscheidung vertreten und musste auch dabei bleiben.
00:05:53: das ist etwas was den Juristen auch letztendlich prägt was man nach dem Studium herbeigebracht wird.
00:05:58: also auch wenn du natürlich jetzt merkst dass du irgendwo abdriftest musst du trotzdem konsequent deine Linie weiter vertreten Weil das gemeint ist endlich der Schiedsrichter und der Jurist auch.
00:06:07: Gut, es wäre eigentlich meine Frage gewesen.
00:06:09: Man steht ja als Schiedtsrichter nicht immer freiwillig im Rampenlicht?
00:06:14: Was man da ... durch die Aufgabe über Entscheidungen und Konfliktlösungen gelernt hat.
00:06:20: Ich hatte tatsächlich, glaube ich, viel Glück.
00:06:21: Mir war es immer wichtig wenn ich spiele Pfeif- und kritische Situationen waren das halt auch transparent den Beteiligten darzulegen.
00:06:29: also meinen wir schauen ja alle auch am Wochenende Fußball im Fernsehen.
00:06:33: da sind Rennen inzwischen seitlich sechs sieben schliegt sich darum plus Videoassistent.
00:06:37: uns passieren trotzdem noch Fehler und jetzt muss er den Leuten einfach sagen Hallo ich bin hier als allein auf dem Platz Ich muss auf den Faulspiel schauen, ich hab nur einen Blickwinkel.
00:06:47: Ich habe keine Dreikamera-Sichtweisen und ich hab's so gesehen.
00:06:50: Für mich war es in der Situation halt ein Faul und deswegen hab' ich's getwiefen.
00:06:54: Und ich glaub', wenn man das in der kürzester Zeit auf dem Platz kann ... Man kann natürlich nicht ewig diskutieren, aber dass denen dann versucht beizubringen, das akzeptieren die auch tatsächlich?
00:07:02: Ich glaube immer ist es schwierig, wenn ein Schiedsar hinsteht und sagt,"Ich hab's doch gesehen!
00:07:05: Gehen Sie
00:07:05: weg!".
00:07:05: Also man muss einfach transparent und ordentlich mit den Leuten umgehen gut kommunizieren.
00:07:10: Dann kommt man gar nicht in solche Situationen.
00:07:12: Mir ist zumindest das nie passiert.
00:07:14: Ist es jetzt so, wenn wir mal zurückblicken?
00:07:15: Eigentlich reden wir über vier Jahrzehnte Fußball.
00:07:18: Jetzt haben Sie schon gesagt heute rennen die ja zu acht plus noch Videoassistenten und was weiß ich wie viele Kameras irgendwo.
00:07:25: Was würden sie sagen hat sich aus Ihrer Sicht auch am stärksten verändert gerade im Amateur-Fußball?
00:07:30: ist es wirklich dieses nochmal genauer hingucken noch mehr Kriterien irgendwie abzuwägen oder was haben Sie da wahrgenommen?
00:07:36: Ich glaube das sind zwei Welten Profi-Fussballs.
00:07:38: Das heißt zwar gleich und die Leidenschaft ist vielleicht auch noch die Gleiche Aber natürlich sind die Rahmenbedingungen ganz anders.
00:07:45: Das ist letztendlich so... Ich sage immer, der Amateur-Fußball ist der ehrlichere Fußball für mich tatsächlich, der eben auch mit Fehlern leben kann.
00:07:52: Im Profi-Fussball viel schwieriger, weil es dadurch ja um viel mehr Geld geht.
00:07:56: und das Schöne ist natürlich auch im Amateurfußball dass man mit ehrlichen angenehmen Menschen immer umgehen kann, Kontakt da hat.
00:08:02: und ich glaube, das im Profifußball einfach schwieriger war.
00:08:04: Es ist ein Business, es ist ein Job!
00:08:05: Und im Fußball dieses elf Kameraden müsste er sein, um Siege zu erringen.
00:08:09: Ja, das interessiert den Profifußball keinem.
00:08:11: die Rohnprämien, die wollen ihre guten Ablösen kriegen und sie ist halt einfach ein Business in Job wie jeder andere auch.
00:08:17: Und dass das eben den Amateurfußball ausmacht sowie zur Leidenschaft für eben auch Ehrenamt für den Verein – das hat man da nicht so.
00:08:25: Heute tragen Sie als Bezirksvorsitzender des Fußballbezirkes Freiburg und als erster Vizepräsident des südbadischen Fußballverbandes große Verantwortung.
00:08:35: welche Themen beschäftigen die Vereine momentan am meisten?
00:08:38: Ja, Ehrenamt mit Engagement.
00:08:41: Es ist seit Jahren schon immer mehr rückläufig.
00:08:44: Corona hat es teilweise noch etwas beschleunigt.
00:08:47: Wir hier in Südbad und Freiburg haben es noch ein bisschen besser als tatsächlich viele andere Bereiche, Bezirke.
00:08:53: Aber wir merken das natürlich schon, dass jetzt nachlässt einfach, dass die Leute lieber auf der Seite der Thege stehen wo sie den Apparol im Empfang nehmen und nicht auf der seite wo der Apparole gemixt wird.
00:09:03: aber die Vereinsfestle wollen sie trotzdem haben und dann braucht man einfach die Helfer.
00:09:06: Und was wir euch auch merken ist so die Einstellung der Spielerinnen und Spieler die ja auch eine andere ist wie früher.
00:09:11: also wenn ich super jubiläum am unterwegs bin dann spricht man mit älteren Herrschaften vor fünfzig Jahren angekickt haben, dann sagen die halt, wir hätten halt damals unser Rollerob geplant wie die Terminliste war.
00:09:22: Wenn die Kiktischemmer Rollerop macht und die Jungs und Mädels heute am Donnerstag melden sie sich dann plötzlich beim Trainer und sagen oh der Flug nach Malle ist gerade zu günstig, neunzehneunzig gehen jetzt über das Wochenende lieber nach Mala machen ein bisschen Party, ach kicke, ach gut Pech gehabt.
00:09:38: ja also das sind zwei Punkte.
00:09:40: Ihren Namen ist Anker Schmorders nachlässt und eben die Einstellung von den Jungs und Mädels für den Sport.
00:09:44: Das sind schon die Herausforderungen, die wir
00:09:47: haben tatsächlich.
00:09:48: Früher war es halt noch so dieses dass die Oma zweimal im Jahr gestorben oder so.
00:09:54: Also erleben Sie das auch konkret hier in Bezirk Freiburg.
00:09:57: was Sie jetzt beschrieben haben?
00:09:58: Ja also das nimmt schon erheblich zu.
00:10:00: tatsächlich Wir sind gerade in der Planung eben das natürlich ein bisschen anzupassen vom Reglement bei uns.
00:10:05: Wir haben eine große Vereinsumfrage gemacht in Südbaden mit großer Resonanz.
00:10:09: Da ging es eben um die Staffelgrößen, um die Frage Termingestaltung.
00:10:14: Und da war schon bei vielen so die Rückmeldung diese langen Wochenende mit diesen Donnerstag-Feiertagen und man da eigentlich einfach ein Spiel frei machen könnte künftig, dass eben die Jungs das nutzen können.
00:10:26: Und das merkt man einfach, ja oder auch zum Beispiel Pfingsten ist ja gerade hier in der Region so eine zweite Sommerferienzeit wo viele weg sind und es eigentlich bei uns die volle Spielzeit immer Pfingston.
00:10:35: Das sind so Rückmeldungen und das hätte halt sagen wir vor dreißig Jahren keine interessiert und da müssen wir halt uns anpassen weil Nicht in unserem Interesse ist nachher Spieler ausfahren, weil die Jungs und Mädels eben lieber anders machen.
00:10:46: Und wir dann am grünen Tisch über entscheiden wie das Spiel ausgeht.
00:10:49: Welche Bedeutung haben Vereine heute für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gerade in einer Zeit, in der vieles digital und anonymer geworden ist?
00:10:58: Es gibt ja diesen schönen Spruch des Ehrenamtes und die Vereine sind so der Kind der Gesellschaft.
00:11:02: Und da ist schon viel Wahres dran.
00:11:04: Ich glaube, das ist einfach der Schöne im Vereinsleben, dass halt der Herr Professor genauso unterwegs ist wie die Aldi-Kassiererin.
00:11:10: Da spielt es keine Rolle, wo ich herkomme von welcher Schicht aus welchen Bereichen.
00:11:15: Das geht um eine gemeinsame Sache, sei es Sport oder Musik oder was auch immer.
00:11:19: Und ich glaube, dies macht die Vereinen schon tatsächlich aus.
00:11:22: Man hat es auch in der Coronazeit gemerkt.
00:11:24: Schon wäre so lange her eigentlich gefühlt aber... groß war der Aufschwalt, dass man sich nicht mehr treffen konnte mit Leuten und eben gerade so im Verein.
00:11:31: dieses Treffen, dieses gemeinsamen Gewinnen aber auch gemeinsam verlieren das Verarbeiten.
00:11:36: Das ist schon ein wichtiger Aspekt und wenn man die ganze Arbeit, die Vereine machen letztendlich professionell machen müsste Gerade in der Jugendarbeit, also mit Sozialarbeitern und pädagogischen Kräften wäre es unbezahlbar für den Staat.
00:11:50: Also Vereinsarbeit ist die beste Sozialarbeiterin, die wir haben können.
00:11:53: Deswegen ist ja auch für uns wichtig dass die Politik da auch ein Auge drauf hat und das entsprechend unterstützt.
00:11:59: Ja ja, uns hat er auch viel auch mit einer Art Integration zu tun.
00:12:02: jetzt gar nicht nur kulturell gesehen sondern auch wirklich alle, wie gesagt alle Altersklassen, alle Berufsschichten
00:12:06: etc.,
00:12:07: wo spüren sie das auch so in ihrer täglichen Arbeit?
00:12:09: dann eben konkret?
00:12:10: Es ist schon merklich, dass die Menschen einfach nochmal anderen Zusammenhalt durch das Sportwesen genießen?
00:12:16: Ja,
00:12:17: also Teamgeist ist natürlich das Schlichtwort.
00:12:19: Wenn man gerade Montagssportarten macht, finde ich für Kinder und Jugendliche ganz hervorragend.
00:12:25: Die mache ja auch Jugendstrafrecht.
00:12:27: Und so eine meine ersten Frage ist wenn die Kids daher kommen, wenn irgendwas gemacht wurde bisschen im Verein und die meisten sind eben nicht in den Vereinen.
00:12:34: Das merkt man der Vereins sozialisiert natürlich schon und deswegen ist es schon eine wichtige Institution letztendlich für uns und wir haben es angesprochen oder du hast angesprochen Integration.
00:12:44: Wir denken gerade an diese große Flüchtlingswelle, das war der Zweite-Aufgabe im Jahr.
00:12:47: Da waren die Fußballvereine und die Ersten, die da wirklich super integriert haben.
00:12:50: Ich denke nur wir hatten in Hügelheimen damals, hatten sie diesen FC Afrika gegründet eine Mannschaft, eine dritte Mannschaft mit laudern Spielern aus Afrika und die sind super aufgenommen worden in der Gemeinde also richtig toll.
00:13:04: vorbildlich hat dann leider bei der zweiten Flüchtlingswelle nicht mehr ganz so gut klappt was nicht am Sport lag natürlich eher in den politischen Umständen.
00:13:11: aber klar Du kommst in ein fremdes Land, sprichst die Sprache nicht.
00:13:14: Aber Fußball ist überall gleich her und so kommst du natürlich super in der Gemeinde mit rein.
00:13:21: Das gemeinsame Spiel verbindet und dann lernt man auch die Worte dazu.
00:13:24: Sieht man ja immer bei Turnieren wie das auch verbinden sein kann unabhängig von welchem Land oder tatsächlich Kulturner?
00:13:31: Ja gibt es Projekte oder Entwicklungen im südbadischen Fußball auf die sie besonders stolz sind?
00:13:38: Stolz ist immer so ein mächtiger Begriff finde ich.
00:13:41: Wir machen letztendlich eine Dienstleistung.
00:13:43: Wir bieten die Organisation vom Spielbetrieb hier an in Südbaden und wir versuchen uns natürlich auch mal weiterzuentwickeln.
00:13:49: Sehr gut läuft im Moment gerade hier in Freiburg, die Inklusionsliga, die wir vor fünf sechs Jahren gegründet haben sowohl im Jugendbereich wie im Aktivbereich.
00:13:59: Das ist ja schon eine tolle Geschichte dass man eben inzwischen bei den aktiven neuen Mannschaften haben.
00:14:03: Es sind eben Spieler aus Spielerinnen gemischt aus Vereinen und eben aus Werkstätten.
00:14:09: Und das ist so eine Win-win-Situation weil die in den Werkstätten oft mal sehr monotoner Arbeiten machen, so können sie sich bewegen.
00:14:15: Wir werden aber gleichzeitig in den Verein integriert und es ist schon ein Projekt das wirklich sehr gut läuft und denke das auch seinesgleichen sucht.
00:14:22: also wir haben Deutschland kein ähnliches Projekt und da kann man stolz darauf sein.
00:14:26: Anführungszeichen.
00:14:27: Ja das ist ja schön!
00:14:28: Also dann klopft man doch noch einmal bevor mal Richtung Sportrecht und Gerechtigkeit abschwenken von Ihnen mal noch einen Herzenswunsch ab vielleicht denen Sie für den Amateurfußball hatten was wäre da sowas wo Sie sagen das wünsche ich mir einfach noch?
00:14:40: Natürlich nicht nur Sonntagsreden aus der Politik, wenn es darum geht Ehrenamt zu unterstützen.
00:14:45: Weil Bürokratie ist natürlich auch da ein großes Thema was einen Verein schwer macht.
00:14:49: Finanzielle Unterstützung ist ein großes thema Da wird man sich schon mehr rückhalt wünschen.
00:14:53: Klar wünsche ich immer viele von der politik.
00:14:56: aber wenn man eben sieht was sport und Vereine eben alles zurückgeben Ist das exorbetant?
00:15:01: Das ist sicherlich einer der Punkte ganz wichtig ist.
00:15:04: unter anderem sehr aktuelle punkt ist natürlich dass natürlich die Außenwirkung des Bild dass der Fußball abgibt, international mit FIFA katastrophales.
00:15:14: Man schämt sich ja für seinen Weltverband und die Akteure – jetzt kann man immer sagen gut wir machen das hier unten anders!
00:15:19: Wir versuchen ja hinter den Jugendlichen Regeln beizubringen was über Gerechtigkeit beizupringen.
00:15:25: Und dann sieht man wie auf der internationalen Bühne das mit Füßen getreten wird Wie dann irgendwelche Anrufe getätigt werden, rote Karten umgewandelt werden.
00:15:34: Das sehen natürlich die Jungs in Ädels und das finde ich fatal.
00:15:37: Da muss der Fußball da oben an einfach ehrlicher werden, um auch seiner Vorbildfunktion gerecht zu werden.
00:15:42: Ja das Dorf ist halt, dass sein Medial dann einfach so präsent ist.
00:15:45: Man kann ja gar nicht wegschauen in dem Moment.
00:15:48: Aber schauen wir doch mal zum Sportrecht und zur Gerechtigkeit.
00:15:53: Neben Ihren Aufgaben im Verband sind Sie Richter am Bundesgericht des Deutschen Fußballbundes?
00:15:58: Für viele klingt das spannend aber auch etwas abstrakt.
00:16:01: Was genau macht ein Richter an höchstem Fußballgericht Deutschlands?
00:16:06: Ist tatsächlich spannend!
00:16:07: Fußballbund hat wie alle Sportverbände eine eigene Gerichtsbarkeit.
00:16:11: Das ergibt sich aus Artikel neun Grundgesetz, dass eben die Verbände eigenen Sportgerichte haben können und auch diese Urteile binden sind für die Beteiligten.
00:16:20: Und beim Deutschen Fußballbunden ist es ähnlich wie bei einem ordentlichen Gericht auch.
00:16:24: Es gibt eine erste Instanz das ist ein Sportgericht und die zweite Instanz ist dann das Bundesgericht.
00:16:29: also für die Berufung praktisch.
00:16:30: Man muss sich ja folgendes vorstellen es muss er im Profifußball immer schnell gehen.
00:16:35: Typisches Beispiel nimmt.
00:16:36: Da schauen die Hauptamtlichen vom DFB, schauen sich am Wochenende die Spiele an, schneiden die Videos zusammen.
00:16:42: jetzt gibt es eine rote Karte und dann liegt normalerweise am Montag um zwölf Uhr schon der Strafvorschlag für den Spieler da wie lang der gesperrt wird Und dann kann man das akzeptieren.
00:16:51: Wenn nicht, dann legt man einen Einspruch ein.
00:16:54: Dann geht's zum Fortrichter als Einzelrichter.
00:16:56: Man macht ja einen Urteil, kann man auch akzeptiert.
00:16:58: wenn nicht Gehts in die Dreierkombination Gibt sie wieder einen Urtal?
00:17:02: Kann man auch Akzeptieren ebenso ein Bundesgericht.
00:17:05: Also so ist der Ablauf und das Ganze sollte innerhalb von einer Woche abgeschlossen sein, dass das was ein bisschen tricky macht es muss einfach schnell gehen.
00:17:12: aber tatsächlich sind die Verfahren beim Bundeskrieg mit roten Karten relativ selten.
00:17:17: Ich glaube eine der bekanntesten war damals Nils Petersen mit dieser gelbroten Karte wo die Karte in den Rücken gezeigt wurde.
00:17:24: tatsächlich beschäftigen wir uns im Bundesgerichtsprimär mit Büro-Geschichten mit Zuschauerausschlüssen.
00:17:31: ich hatte jetzt gerade vor zwei Wochen den Vorsitz in der Geschichte.
00:17:36: Die Frage ging in dieser Zwangsabstieg, weil die Auflage nicht erfüllt wurde.
00:17:40: Das war ein bisschen ein prominenterer Fall, wenn man es auch mitgekriegt hat.
00:17:43: Vor Jahren hatte ich diesen Bullenkopffall-Dynamo Dresden gegen Leipzig so eine Hingeschichte.
00:17:50: Also sind dann diese Büro Sachen mit Fangruppierung, die aus dem Rahmen fallen?
00:17:56: Sind das schon eher die typischen Fälle, die da
00:17:58: landen?
00:17:59: Genau, da entfalten die Profi vor eine viel Leidenschaft.
00:18:03: Ich weiß nicht, weil sie das Geld stört, sondern weil natürlich die Ultras dahinten dran sind.
00:18:08: Das ist eher politisch motiviert.
00:18:10: Also gerade bei diesen Zuschauerausschlüssen eben auch gibt es gerade das aktuelle Verfahren mit dünner Modriesten wo es um unsere Zuschauerausschluss geht.
00:18:18: ich hatte vor drei Jahren oder glaube ich diesen Platzsturm voraus gestuttgart als wir nicht abgestiegen sind und die dann alle auf dem Platz gerannt sind Und da sind die Interessen der Ultras ganz groß da möglichst keine Bestrafung zu kriegen und den DFB gerne hervorzuführen.
00:18:32: Und ich würde es mal sagen, bei mir macht das ungefähr achtzehn Prozent der Fälle aus.
00:18:36: Okay, ja gut
00:18:37: doch!
00:18:38: Sie leeren ja außerdem Sportrecht an der ISPR University in Freiburg.
00:18:43: Was fasziniert sie an diesem Fachgebiet besonders?
00:18:46: Ja, da bin ich wie so oft es ist bei solchen Dingen auch dazu gekommen die Jungfrau zum Kind.
00:18:51: Also sportreich klar liegt natürlich auf der Hand mit Bundesgericht.
00:18:55: Ich habe früher ja auch Sport-Gerichtsbarkeit hier im Bezirk Freiburger gemacht bevor ich Bezirksvorsitzender wurde und den ist einfach der Dozent ausgefallen.
00:19:02: Zwei Tage vor Vorlesungsbegehung haben die Händeringen jemanden gesucht, haben sich an dem südbarschen Fußballverband gewandt Und unser Geschäftsführer hat damals selber dort studiert und hat dann gesagt, ich könnte auch nur Eger mal fragen.
00:19:12: Und dann haben wir gesagt, ja gut ich helfe den halt jetzt mal aus für ein Semester und dann ist es gut.
00:19:16: Man hat es aber Spaß gemacht tatsächlich.
00:19:18: Ich mag gerne mit jungen Leuten zusammenarbeiten und es ist ein spannendes Thema.
00:19:22: Wir kommen aus verschiedenen Bereichen sind also nicht alles Leute die jetzt Fußball machen sondern welche Basketball, Tennis, Golf alles mögliche und das ist eine ganz gute Austausch.
00:19:32: dadurch und das macht uns spannend mit den Jungs und Mädels da ein bisschen über Sportrecht zu diskutieren.
00:19:37: Ja eben nur jetzt gerade so im sportrechtlichen Rahmen.
00:19:40: Ich könnte mir vorstellen, dass gibt's auch immer wieder Veränderungen oder Anpassung hier nach dem, was sehen sie da?
00:19:45: Was sind da vielleicht ja auch rechtliche Herausforderungen die auf Vereine und Verbände in Zukunft zukommen.
00:19:50: Ich glaube wir müssen uns unterscheiden zwischen Amateur- und Profibereich.
00:19:53: Also im Amateurbereich merkt man natürlich dass immer mehr Anwälte tätig werden für die Vereine.
00:19:59: also wir haben jetzt hier ein bisschen Freiburg des Glückes.
00:20:01: Wir haben hier auch eigene Sportgerichte mit vier Personen zwei bei Jugend und zwei bei den Erwachsenen Und ich lege da viel Wert darauf, dass wir das eben auch mit Juristen besetzen.
00:20:09: Mit Volljuristen und es ist gut so weil die Vereine oftmals auch mit Anwälten kommen.
00:20:13: Wenn man jemand hat auf der Seite des Verbandes, der jetzt rechtlich nicht so verwandert ist dann hat man einen Ungleichgewicht Das merkt man schon.
00:20:22: Da wird immer mehr, wie es auch im normalen Leben so ist, immer mehr gestritten und bestritten war doch nicht so.
00:20:29: Und bei den Profis hängt's natürlich tatsächlich zusammen das wir die gleichen Regeln haben aber da oben eine ganz andere Regelauslegung diese Vorbildfunktion was ich vorhin schon angesprochen habe dass halt nicht das gleiche umgesetzt wird Wie bei uns unten, und die sehen das alle natürlich an der Basis.
00:20:45: Und dann sagen ja warum kriegt er jetzt dafür nur die in die Strafe?
00:20:49: Ich kriege was ganz anderes.
00:20:50: Ja, das macht natürlich schwer tatsächlich.
00:20:52: Sportleb von Emotionen, Rechtleb von Regeln – wie gelingt die Balance zwischen beiden?
00:20:58: Beides ist doch schön!
00:21:00: Ja, also ich denke mal Sport braucht einfach Regeln.
00:21:03: Das ist einfach so, sonst wird es nicht funktionieren.
00:21:05: und wenn wir nur nach Regeln spielen würden ohne Emotionen wäre das auch langweilig.
00:21:09: Ich war das doch früher schon schön, wenn du am Samstag die Sportschau geguckt hast und da war irgendeine Fehlentscheidung und alle haben sich aufgeregt immer der Tage lang darüber diskutiert.
00:21:17: Jeder wusste besser weil er mir Ahnung hatte von Recht und davon lebt seit jetzt endlich tatsächlich.
00:21:22: Also ich denke die Mischung ist ganz gut.
00:21:24: Der Emotion müssen sich halt nur einigermaßen auch im üblichen Rahmen halten.
00:21:27: als wenn natürlich aus Emotionen Gewalt wird ist natürlich nicht mehr schön.
00:21:30: Also ich will natürlich nur positive Emotionen haben, Leidenschaft und Freude dafür und Jubel und ich, dass natürlich das Ganze in die Anrichtung auslegt was der Leiter auch ab und zu mir vorkommt.
00:21:39: Ja klar, aber es stimmt immer ein gutes Smalltalk-Thema wenn ich bin Fußballspieler wochenende war.
00:21:44: jetzt habe ich eine spannende Frage.
00:21:46: Ich bin echt auf Ihren Blickwinkel gespannt Wenn man vom Thema Fairness sprechen Ist es für Sie eine rechtliche oder eine gesellschaftliche Frage?
00:21:52: Beides also ganz ganz klar.
00:21:56: Ich glaube, wir merken hier alle so ein bisschen das in den letzten Jahren der faire anständige Umgang in der Gesellschaft nachgelassen hat.
00:22:05: Es ist alles rupiger und rauer... Leute werden unfreundlicher, mehr Ellenbogen und deswegen sehe ich das in beiden Bereichen tatsächlich.
00:22:14: Und das gesellschaftliche geht der Meißen bitte voraus.
00:22:17: Es läuft eben nicht so gut in der Gesellschaft und die Leute verhalten sich negativer und dann zieht praktisch das Recht ja nach mit den entsprechenden Sanktionen.
00:22:28: Das muss ja auch da sein.
00:22:30: Leider!
00:22:31: Dann gehen wir doch noch mal zur Politik vor Ort.
00:22:34: Und zwar im Jahr Junge Union Hexental gegründet und ja über viele Jahre tatsächlich auch hinweggeführt.
00:22:42: Was hat sie damals, ich sage jetzt mal politisch motiviert da aktiv zu werden?
00:22:47: Ja, das ist glaube ich sehr eng mit meiner Schulzeit, meiner Fußballzeit vernünftet.
00:22:52: Es gab so einen Mentor für mich, wird es fast sagen, ein väterlicher Freund.
00:22:57: Das war der Dieter Juni, das war der Hausmeister an der Grund- und Hauptschule in Merzhausen.
00:23:01: Und in der Grundschule war ich... Der war damals Bezirksvorsitzender, also mein Vorgänger.
00:23:07: Und da war CDU-Vorsitzende in Merzausen.
00:23:10: Und wie das so ist, man quatscht halt so aus kleiner Stübke.
00:23:13: Hausmannster immer schön und hat immer einen Schocki-Verkauf gehabt in der Pause... ...und dann kam ich eben zum Schiedsrichter.
00:23:21: Als Mensch wäre es doch auch anders als ein Verband.
00:23:22: Wir sind bei uns beim Verband was machen hier Staffelleiter.. ..und kann natürlich auch damit jungen Union... ...mensch wir könnten doch schon bisschen mal Politik und wären das nix für dich?
00:23:31: Wenn er damals bei den Grünen gewesen wär, wär ich vielleicht bei den Grün gelandet!
00:23:35: Ich weiß es nicht, aber ich wollte mich einfach angeschönigern.
00:23:37: Ich fand's einfach toll, was zu machen.
00:23:40: Dann habe ich mit ein paar Freunden gesprochen.
00:23:41: Wir haben diese Junge Union gegründet, Schulfreunde und das war dann sehr erfolgreich.
00:23:46: innerhalb von ein paar Wochen hatten wir da siezig Mitglieder was für so einen kleinen Gebietsterband schon ganz ordentlich tatsächlich war.
00:23:52: Das habe ich zu zehn oder zwölf Jahre gemacht.
00:23:55: in der Größenordnung bin dann noch stellvertretender CDU-Versitzend auch geworden.
00:23:59: Dann kam eben die Frage Studium geht langsam im Ende zu Politik und Fußball also alles dreigeliegt.
00:24:04: nicht Im Studium war ich meinen Eltern schuldig, dass sich dann sagt okay jetzt wird auch mal ein Sechsam gemacht und dann auch gearbeitet hinterher.
00:24:11: Dann hat das Fußball und Politik funktioniert, denn ich fand die Politik damals schon so ein bisschen schmutzig sag' ich mal... Und ein Fußball viel ehrlicher und habe mich dann entschlossen keine Politik mehr zu machen.
00:24:23: Ich bin halt politisch interessiert geblieben, aber eben nicht mehr aktiv.
00:24:25: Und dann hat mich dann mehr auf den Fußball konzentriert.
00:24:29: Ja und heute stehen Sie an der Spitze der CDU-Fraktion in Freiburg.
00:24:33: War nix mit nicht mehr so aktiv, gell?
00:24:36: Nicht wird interessieren welche Themen bewegen die Bürgerinnen und Bürger aktuell besonders?
00:24:41: Ja, er wird kurz ausholen wie ich dann zur CDU Freiburg gekommen bin.
00:24:45: Tatsächlich auch wieder wie immer bei mir Kunstrasenplatz ein, Weihung und Opfingen in drei Fälle ja vor der Kommunalwahl vierundzwanzig Und der CDU-Vorsitzende von Freibürg dabei hat Rotsinger und der damalige Sportbürgermeister waren auch dort und da war der Arno Eger bei der Hörner für die CDU nicht.
00:25:02: Dann habe ich gesagt auf keinen Fall das hat keine Zeit und CDU Freipurg niemals.
00:25:06: Da haben wir sehr gut keine Zeit sagt jeder.
00:25:09: beim Ehrenamt könnte man miteinander reden und dann haben wir das miteinander besprochen.
00:25:13: Und da habe ich gesagt, okay, ich auf die Liste gebildet wäre ich eh
00:25:15: nicht.".
00:25:16: Ich bin dann doch gewählt worden.
00:25:18: Das ist einfach nochmal um das normale Rund zu machen, warum CDU in Freiburg und die politische Karriere jetzt hier als Fraktionsvorsitzender was die Menschen bewegt.
00:25:27: also wenn man von Freiburger ausgeht es ist natürlich sofort aus natürlich aktuell bei der Hitze Klima Klimaschutz ganz Dauerbrenner seit über einem Jahr erst Verpackungssteuer die hier für sehr viel Wirbel gesorgt hat dass sie mal selber gerade dran das vielleicht ein bisschen korrigiert bekommen muss.
00:25:43: ich glaube ganz weg werden wir sie nicht kriegen aber mir werden Korrekturen hinbekommen und das wird, glaube ich schon auch die Freiburgerinnen und Freiburgern ein bisschen beruhigen zurecht.
00:25:51: Und dann ist ein Thema natürlich Verkehrswende hier in Freiburk und leider ganz aktuell natürlich auch in Freiberg zwischenseitig die Finanzlage.
00:25:59: Okay, warten wir jetzt bisher ja die letzten Jahre immer relativ glücklich und sind gut durchgekommen.
00:26:03: und der nächste Doppelhaushalt steht jetzt an, sieben zwanziger, achtundzwanzig.
00:26:07: Wir hatten gerade gestern Gemeinderat als erste Finanzbericht diskutiert worden und da sehen die Zahlen nicht mehr ganz so erfreulich aus.
00:26:15: Das bedeutet natürlich auch, dass dann eben freiwillige Leistungen die wir erbringen als Stadt nicht mehr bringen können.
00:26:21: Das betrifft ja meistens Sport und Kultur.
00:26:23: Ja leider am Ende da auch.
00:26:25: Was sehen Sie so in dem Bereich?
00:26:27: Gleich jetzt haben wir also kommunalpolitisch ein bisschen reingeguckt.
00:26:30: wie sieht es denn Freiburg vor Ort aus?
00:26:32: Nehmen sie da Unterschiede wahr zur Landes- oder vielleicht auf Bundesebene?
00:26:35: Oder sagt man naja für einige Bereiche sind's doch irgendwie die auch ins Kommunale mit überschwappen?
00:26:41: Ich glaube das Thema Geld zieht sich durch von oben nach unten.
00:26:44: Da werden wir natürlich sicherlich vom Bund und Land auch nicht gut genug ausgestattet als Kommunen.
00:26:49: Wir müssen ja viele Pflichtaufgaben erfüllen für Bund und land und kriegen aber nur ein Teil des Geldes, aber klar auch der Bund und das Land können das Gelder noch einmal ausgeben wie halt auch.
00:26:57: Das ist leider so.
00:26:59: Das Thema Klima spielt natürlich bundesweit auch in der Wolle.
00:27:02: Wir sehen ja immer wieder große Ereignisse mit einem starken Unwetter.
00:27:06: Ich denke nur da... Das Ahrtal damals mit diesen schlimmen Katastrophen sind alles Dinge die natürlich auch mit dem Klimawandel zu tun haben.
00:27:13: Und was auch ganz besonders viel so angebereitet ist, das ist jetzt nicht so ein Freiburger Thema da sind wir relativ stabil hier in Freiburg aber es natürlich so ein bisschen das Erstärken der AfD.
00:27:24: Das schmerzt natürlich schon wenn man sich jeden Tag für Demokratie einsetzt und viel dafür tut und sieht dass es dann andere gibt die es mit unserer Demokratie unsere Verfassung unserem Grundgesetz nicht ganz so gut meinen und denen die Leute aus Frust ins Schaden hinterherrennen.
00:27:39: das ist schon sehr befremdlich vor allem wenn man dann die historischen Parallelen sieht, zu Dreiundreißig und in Folgejahren.
00:27:47: Ja klar!
00:27:47: Sie kennen ja sowohl die Welt des Sportes als auch der Politik sehr gut.
00:27:52: Welche Gemeinsamkeiten gibt es?
00:27:54: Eine gute Frage!
00:27:55: Also in Beiden, das ist das Gute finde ich tatsächlich, hat man natürlich immer mit Menschen zu tun und engagieren sich Menschen, sowohl im Sport als auch in der Politik – in meinen Bereichen aller im Ehrenamt was ich finde sehr angenehm und schön macht weil auch in einer Politik hat man ja Profis und ich also amatöre.
00:28:11: für mich Das ist sicherlich das Gude dran.
00:28:14: Beide Bereiche brauchen Regeln, damit sie funktionieren.
00:28:18: Beide brauchen auch mit den Akteuren Anstand und Engagement.
00:28:22: Dann gehen wir doch noch mal kurz mit einem Blick auf Freiburg.
00:28:24: Und zwar würde es mich jetzt da nochmal interessieren in die kommenden Jahren wenn man ein bisschen die Zukunft blicken was sehen Sie da vielleicht auch als größter Herausforderung?
00:28:32: ist das Thema tatsächlich wie Sie schon gesagt haben auch Geld.
00:28:34: natürlich spielt eine Rolle Umweltklima.
00:28:36: oder was sehen sie da speziell für Freiburt aktuell?
00:28:39: Also Wohnen ist immer eines der Truppthemen natürlich in Freiburg wobei Ich muss sagen, das nervt mich fast schon ein bisschen.
00:28:45: Weil natürlich immer alle von Wohnen und günstigen Wohnräten, aber die Patienten tut halt nix.
00:28:50: Das ist so.
00:28:51: Biberk hat eine sehr exponierte Lage hier.
00:28:53: Alle wollen hierhin.
00:28:55: Wir haben viele, die auch wenn sie sich hier studieren dann wieder hier bleiben.
00:28:58: D.h.,
00:28:58: wir sind einer der wenigen Großstädte in Deutschland, die erheblich wachsen.
00:29:02: Und wir sehen es ja mit dem geplanten neuen Stadthalt Diepenbach dass die Stadt auch darauf baut.
00:29:07: Da kommen über zwanzigtausend neue Einwohner hin.
00:29:10: Sie ist natürlich herausfordernd weil für die brauchste natürlich auch... Arbeitsplätze, Infrastruktur, Schule, Kindergarten und Sportplätze.
00:29:17: Und jetzt natürlich für eine Stadt wie Freiburg die räumlichste Begrenzung ist schon herausfordernd.
00:29:22: Das alles in der einen Hut zu bekommen wird schwierig.
00:29:24: ein großes Thema für uns ist natürlich auch weil wir eben wenig Fläche haben in Freiburger Gewerbe Ansiedlungen.
00:29:31: Wir brauchen natürlich dringend mehr Gewerbeflächen, um eben auch Gewerberbetriebe zu kriegen und die Gewerbesteuer bezahlen.
00:29:36: Denn ich denke der Gewerbesteuersatz, an dem sollte man nicht rücheln in der aktuellen Zeit unerhöhen wie es manchmal gefördert wird sondern wir müssen einfach mehr Fläche ausweisen, um mehr Gewerkbetrieben zu bekommen.
00:29:46: aber das ergibt sich wieder weil du auch mehr Einwohner hast.
00:29:49: ja also Ein Thema ist da eben, was immer auftaucht in letzter Zeit ist der Flugplatz.
00:29:53: Da läuft ja der Pachtvertrag zwanzig eindreißig aus, ihn auslaufen zu lassen und an diese Flächen dafür zu nutzen, was ich strikt ablehne was auch nicht möglich sein wird wahrscheinlich, weil wir dort diesen Margarasen haben.
00:30:06: Also eine sehr besondere Rasenfläche.
00:30:09: Wir haben diese Luftschneise letztendlich, die hier durchgeht und wir haben eine riesige Grünfläche.
00:30:14: Und was leider natürlich jetzt aktuell dazukommt ist dass der Flugplatz eine sehr große strategische Bedeutung hat für Freiburg und auch für ganz Europa.
00:30:22: hätte ja keiner gedacht vor ein paar Jahren das Putin mal irgendwelche Länder angreift und vielleicht auch europäische Nachbarn angreifen könnte dass dieser Flugplatz in diesem Notfallplan Deutschland eine zentrale Bedeutung hat, weil es der einzige Flugplatz ist, der direkt an die Uniklinik angebunden ist.
00:30:38: Und die Pläne sind eben dann wenn Verletzte Verwundete von der Ostfront abtransportiert werden Richtung Westen, das ist die erste Anlaufstelle.
00:30:46: also das ist für viele gar nicht so präsent und war auch vor Jahren sicherlich nicht präsend.
00:30:50: aber das sind tatsächlich diese strategischen Überlegungen.
00:30:53: deswegen wird glaube ich der Flugplatz da kein Thema sein.
00:30:56: Stimmt
00:30:56: ja!
00:30:56: Die Anbindung an die unikliniker auf jeden Fall?
00:30:59: Ja was gibt denn?
00:31:00: und es gibt ja gewiss auch Chancen für Freiburg.
00:31:03: Ja klar, also denke ich immer noch dass Freibürg eine schöne Lebenswelle statt ist und das auch bleiben soll.
00:31:10: nicht umsonst hat sie mich hier gehalten.
00:31:12: Ich war zwar mal ein paar Jahre auch mal zwischendurch weg von Freibourg aber ich glaube wenn man freiburg geboren ist, sind wir auch immer herbleiben weil's einfach so schön ist.
00:31:18: Auch wenn natürlich Freiburg wie jede Großstadt natürlich auch inzwischen gewisse Nachteile erraten und auch nicht so schöne Fleckchen zwischenzeitlich.
00:31:27: Wenn man durch die Stadt läuft und sieht, Graffiti und Verschmutzung
00:31:30: usw.,
00:31:31: das ist halt letztendlich... in der Großstadt heute so.
00:31:34: Man darf jetzt Freiburg mit heute und vor dreißigvierzig Jahren auch nicht vergleichen, und Chancen sehe ich natürlich schon.
00:31:39: Ich glaube schon, Freiburger ist eine sehr junge Stadt durch die vielen Studenten hat eben diese Möglichkeit, mit Dietenbach sich weiterzuentwickeln.
00:31:45: also von daher haben wir hier in Freiburg schon tolle Chancengrat hier auch im natürlichen Dreiländereck mit Schweiz-Frankreich.
00:31:51: so europäische Vorzeichenregionen auch und den gerade dieser europäischen Gedanke das ganz ganz wichtige da heutigen Zeit hier mit Frankreich und eben auch mit der Schweiz gemeinsam.
00:32:02: und da kann man sicherlich noch viel mehr machen.
00:32:04: Also sowohl wirtschaftlich als zum Beispiel auch öffentlicher Nahverkehr, seit mein Gespräch diese Bahnlinie, Freiburg-Holmer unsere Dinge also da ist schon glaube ich viel Potenzial noch.
00:32:14: Viel Potenziale gibt es jetzt sicherlich auch in unserer Schnellfragerunde und da darf ich jetzt bitte... das ist jetzt wirklich ins Bauchgefühl!
00:32:21: Wir haben jetzt ein paar Fragen mit im Gepäck und es geht wirklich drum ganz spontan aus dem Bauch heraus die Antwort, die gerade am meisten stimmig
00:32:28: klingt
00:32:28: zu wählen.
00:32:29: Fußballplatz oder Hörsaal?
00:32:31: Fußballplatz.
00:32:32: Ja, doch ganz klar!
00:32:34: Dann ist jetzt auch gemeint die Frage Schützrichter oder Politiker?
00:32:37: Schütztrichter.
00:32:39: Urlaub- oder Stadionbesuch?
00:32:41: Urlaub viel zu selten, deswegen kann ich sagen.
00:32:46: Mal überall unterwegs ist es ja ja klar.
00:32:48: Regelwerk
00:32:49: oder Bauchgefühl?
00:32:49: Bauch gefühlt dann doch.
00:32:51: Morgenmensch oder Nachtarbeiter?
00:32:53: So das auch.
00:32:54: Jetzt interessiert's mich welcher Verein steht beispielhaft für gelungenes Ehrenamt?
00:32:58: Aktuell würde ich sagen, der FC Freiburgsang geordnet macht hier ganz tolle Arbeit.
00:33:03: Eine Eigenschaft die ein guter Schiedsrichter unbedingt braucht?
00:33:07: Gute Kommunikationsfähigkeit!
00:33:09: Okay, bin ich gespannt ob sich jetzt die nächste Frage unterscheidet.
00:33:12: und eine Eigenschaft, die einen guten Kommunalpolitiker braucht?
00:33:15: Ja ja auch.
00:33:16: Ich
00:33:18: habe es fast gearbeitet.
00:33:21: Was bedeutet Heimat für Sie?
00:33:23: in einem Satz
00:33:24: Heimat ist für mich hier in dieser wunderschönen Stadt Freiburg geboren worden zu sein, hier aufgewachsen zu sein und studiert zu haben.
00:33:33: Zu leben meinen Lebensmittelpunkt meine Freunde, meine Leidenschaften hier zu haben.
00:33:39: Das ist Heimat.
00:33:41: hier in einem schönen Gegend in der Reinebene mit dem Schwarzwald rumrum.
00:33:45: Schöner geht es nicht.
00:33:46: Wir haben ja auch eine schöne Region, oder?
00:33:48: Stimmt!
00:33:49: Also an der Stelle vielen vielen Dank.
00:33:51: also wir sind schon wieder beim Abschluss unseres Gespräch wahnsinnig wie schnell das immer geht.
00:33:55: Ja
00:33:56: Anno Heger seid eindrucksvoll wie vielfältig ihren amtliches Engagement sein kann auf dem Fußballplatz im Gerichtssaal im Hörsaal und in der Kommunalpolitik.
00:34:06: Ich denke dass war heute ein Gespräch zum einen natürlich über Verantwortung.
00:34:09: fernes haben wir zusammen nochmal genauer angeschaut und natürlich auch die Bedeutung des Mitgestallens in unserer Gesellschaft ganz egal ob das jetzt politisch oder im Sport war.
00:34:17: Ja, ich würde sagen vielen Dank an der Stelle Anu Heger dass sie bei uns zu Gast waren.
00:34:22: Ich bedanke mich, dass ich hier sein durfte.
00:34:24: Riesig Spaß gemacht und weiterhin viel Erfolg
00:34:27: mit euren Podcast!
00:34:28: Danke schön und allen hier.
00:34:29: danke natürlich fürs Zuhören, fürs Einschalten weil ohne das wäre auch unser Format nix.
00:34:34: Danke für es immer wieder reinhören und wenn Ihnen euch die Folge gefallen hat dann gilt natürlich wie immer abonnieren Sie gerne unseren Podcast Kanal dann verpassen sie nämlich keine weitere Folge mehr von Region im Blick und Tour.
00:34:44: Dann in diesem Sinne bis zum nächsten Mal alles Gute und Bis bald.
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