Gemeinsam stemmen – wenn Begleitung das Leben leichter macht
Shownotes
Judith Booker leitet seit anderthalb Jahren den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser im Landkreis Emmendingen.
Im Gespräch erzählt sie von ihrem persönlichen Weg in die Hospizarbeit, von prägenden Verlusterfahrungen und davon, warum diese Aufgabe für sie „Liebe auf den ersten Blick“ war. Besonders wichtig ist ihr, ein häufiges Missverständnis aufzulösen: Kinder- und Jugendhospizarbeit bedeutet nicht nur Sterbebegleitung, sondern vor allem Lebensbegleitung – ab der Diagnosestellung, manchmal über viele Jahre hinweg, für erkrankte Kinder, Jugendliche, Geschwister und auch Familien, in denen ein Elternteil schwer erkrankt ist.
Im Alltag geht es darum, Familien in enorm belastenden Situationen konkret zu entlasten: durch Gespräche, organisatorische Unterstützung, Hilfe bei Anträgen oder Krankenkassen-Themen und durch Ehrenamtliche, die regelmäßig Zeit mit dem erkrankten Kind oder den Geschwistern verbringen. Ein Besuch kann ganz unterschiedlich aussehen – je nachdem, was die Familie braucht. Oft entsteht über feste wöchentliche Termine eine stabile Unterstützung, die Eltern Raum zum Durchatmen gibt und Kindern schöne, verlässliche Momente schenkt. Gleichzeitig beschreibt Judith Booker, wie stark Kinder und Jugendliche selbst in schweren Situationen sein können – mit Dankbarkeit, Mut und immer wieder neuen Momenten von Freude und Lebensqualität.
Ein Herzstück der Arbeit sind die Ehrenamtlichen. Wer Familien begleiten möchte, wird über einen mehrmonatigen Qualifikationskurs vorbereitet und kann sich unabhängig von Beruf, Alter oder Vorerfahrung einbringen. Wichtig sind Mitgefühl ohne Mitleiden, ein offenes Herz, gutes Zuhören und die Bereitschaft, schwere Situationen mitzutragen.
Unterstützen kann man den Dienst aber nicht nur durch aktive Begleitung, sondern auch im Hintergrund, durch Öffentlichkeitsarbeit, Räume, Material oder Spenden, denn die Arbeit ist für Familien kostenfrei und bleibt über ein eigenes Spendenkonto direkt in der Region.
Judith Bookers Wunsch für die Zukunft: dass alle Menschen im Landkreis wissen, dass es diesen Dienst gibt, damit betroffene Familien überhaupt die Wahl haben, Hilfe anzunehmen.
Transkript anzeigen
00:00:00: Herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe von Regionen Blick und Tour.
00:00:04: Wir geben der Region eine Bühne.
00:00:06: in unserem Podcast stellen wir Menschen, Projekte und Initiativen vor die unsere Region prägen bereichern und mit Herz gestalten.
00:00:14: ganz genau.
00:00:15: Und heute sind wir nämlich beim ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Maltese im Landkreis Emdingen.
00:00:22: Ich denke das ist ein Thema ja dass zum einen natürlich berührt bewegt und gleichzeitig auch zeigt wie wichtig eben Gemeinschaft Mitgefühl und Unterstützung für betroffene Familien sind.
00:00:33: Genau, wir freuen uns sehr auf unser Gespräch mit Judith Buka.
00:00:36: Sie gibt uns heute Einblicke in die wertvolle Arbeit des Kinder- und Jugendhospizdienstes und erzählt wie Familien in schwierigen Lebenssituationen begleitet werden.
00:00:47: Ja Frau Buka schön dass sie heute mit dabei sind hier bei Region Imblick und Tourn.
00:00:51: da einfach mal ein herzliches Willkommen an Sie.
00:00:53: Vielen Dank.
00:00:54: ich freue mich auch
00:00:55: Frau Buka, viele Menschen kennen den Begriff Kinder- und Jugendhospizdienst haben aber oft kein genaues Bild davon.
00:01:03: Bevor wir über die Arbeit sprechen wer ist Judith Buka?
00:01:07: Was sollten unsere Zuhörerinnen und Zuhörer über sie wissen?
00:01:13: Ich bin die Blumpädagogin.
00:01:15: ich leite den ambulanten Kinder-und Jugendhospitzdienst seit anderthalb Jahren.
00:01:19: mir sind Menschen ganz wichtig.
00:01:22: Wir sind Familien wichtig.
00:01:23: Ich war vorher zehn Jahre selbstständig in der Familienbegleitung, macht das einfach wahnsinnig gerne was ich
00:01:30: mache.".
00:01:31: Jetzt haben wir es ja im Intro schon angesprochen Frau Buker, was überhaupt Sie zum Thema geführt habt?
00:01:36: Sie haben gesagt sie waren schon selbständig in diesem Bereich tächt der Familienbekleidung.
00:01:40: jetzt wird uns natürlich interessieren trotzdem wie kommt man überhaupt zu so einem Tätigkeitsfeld?
00:01:45: Ja letztendlich auch mein persönlicher Werdegang.
00:01:51: Also ich habe meine Eltern verloren und einen sehr, sehr guten Freund.
00:01:56: Und da hat es eigentlich angefangen dass ich mich mit Sterben, Hospizarbeit und so überhaupt beschäftigt hab und bin dann auch letztendlich zum ersten Mal über den Bereich Kinder- und Jugend hospizarbeit gestolpert und habe dann nachdem meine Elternzeit vorbei war eine Stellenausschreibung entdeckt und habe sofort gemerkt das will ich machen Da geht es weiter, weil das was ich vorher gemacht habe.
00:02:21: Das war klar, dass ist jetzt zu Ende und dann war's quasi lieber auf den ersten Blick.
00:02:28: Wer im Hospiz-Dienst arbeitet begegnet täglich bewegenden Lebensgeschichten?
00:02:33: Was motiviert Sie auch nach vielen Gesprächen und Erfahrungen immer wieder weiterzumachen?
00:02:39: Letztendlich die Begegnungen!
00:02:41: Die Familien, die Schicksale, die Kinder, die Jugendlichen... jede einzelne Begegnung motiviert mich sehr.
00:02:49: Weil es ist eine ganz, ganz schwierige Situation in denen die Familien sich befinden und ich höre ganz oft so oh krass oder das könnte ich nicht!
00:02:58: Das ist ja schwierig, das geht mir nicht so sondern ich freue mich daran wenn wir mithelfen können, wenn wir unterstützen können und schwierige situation ein bisschen leichter machen
00:03:11: können.
00:03:12: Sie haben es schon angesprochen, das sind ja auch Momente oder Situationen.
00:03:15: Die sind nicht immer leicht.
00:03:16: also die Familien befinden sich schon in Ausnahmesituationen, die sie da begleiten.
00:03:20: ich könnte mir vorstellen dass auch nicht jede Person vermutlich das wegsteckt die die Familien begleitet.
00:03:26: was braucht aus ihrer Sicht?
00:03:28: Also was brauche ich als Personen wenn ich mich jetzt engagieren möchte in diesem Bereich für ich sag mal Eigenschaften oder vielleicht auch Fähigkeiten?
00:03:37: Ich brauche auf jeden Fall die Fähigkeit Mitzufühlen, aber nicht mitzuleiden.
00:03:45: Mich zu verbinden und die Schwere der Situation auszuhalten, mitzutragen.
00:03:52: Weil wir können sie nicht wegmachen.
00:03:54: Wir können das nicht auflösen.
00:03:56: So sehr wir es auch gerne würden.
00:03:58: Aber wir können da sein, wir können mithelfen, unterstützen... Und es braucht einfach ein offenes Herz, einen offenen Blick und gutes Zuhören!
00:04:09: Jetzt war einer so ein Nähekästchen gebraut.
00:04:11: Gibt es vielleicht etwas, wo Sie sagen, Mensch das habe ich über meine Tätigkeit tatsächlich sogar auch über das Leben gelernt?
00:04:18: Also ich finde das Erste was jeden Tag in der Arbeit immer wieder neu auf dem Tisch liegt ist das zu schätzen und zu ehren was wir haben jeder einzelne die Gesundheit Auch wenn man krank ist den Tag den wir jetzt heute geschenkt gekriegt haben und die Begegnung die jetzt stattfindet, also so aus diesem ständigen Gestresse und was wir ja alle haben.
00:04:43: Es ist ständig so viel und es ist viel zu tun aber darauf zu konzentrieren was jetzt
00:04:49: ist.
00:04:50: Ja vermutlich eine ganz andere Demo oder Dankbarkeit auch im Leben gegenüber der Gesundheit auch gegenüber.
00:04:57: Schauen wir doch mal was ein Kinder- und Jugendhuspitzdienst überhaupt Macht, wenn Menschen das Wort Hospiz hören, denken viele sofort an Abschied und Sterben.
00:05:09: Dabei steckt viel mehr dahinter.
00:05:10: was genau macht ein ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst?
00:05:15: Ja da bin ich sehr froh dass sie die Frage stellen.
00:05:17: Das ist nämlich eine unserer größten Hürden.
00:05:19: tatsächlich also zum einen muss man unterscheiden es gibt stationäre Hospize Da gehen die Familien hin um eine Auszeit zu haben und mal durchzuschnaufen Und es gibt den ambulanten Kinder- und Jugendhospiezdienst.
00:05:33: Wir begleiten im Alltag, und das andere Wichtige was ich ständig versuche zu transportieren ist... ...im erwachsenen Bereich ist in unserer Gesellschaft Hospizdienst damit verknüpft der Abschied die letzten Tage zu begleitern.
00:05:51: Es ist unglücklich auf eine Art dass wir den gleichen Begriff haben Weil wir machen ganz viel Lebensbegleitung.
00:05:58: Natürlich begleiten wir auch, wenn Kinder oder auch ein Elternteil verstirbt.
00:06:04: aber viel mehr ist unser Fokus die Lebensbekleidung weil der Unterschied ist wir dürfen ab der Diagnose Stellung aktiv werden also das heißt einen Kind erkrankt.
00:06:16: Wir dürfen sofort helfen und uns engagieren und es kann viele viele Jahre gehen Und es kann auch sein im schönsten Fall ein Kind würde wieder gesund werden oder einen Elternteil.
00:06:27: Wir dürfen auch aktiv werden, wenn ein Elternteil erkrankt ist.
00:06:30: Das heißt wir sind fürs Leben und den Tod zuständig und oft haben Eltern einfach verständlicherweise große Widerstände überhaupt mit diesem Dienst in Kontakt zu kommen weil halt der Begriff so geprägt ist Und da hilft eigentlich nur immer wieder das zu erklären und transparent zu machen, damit es möglichst gut bei allen Menschen ankommt.
00:06:55: Das finde ich jetzt gut dass sie das gesagt haben weil dieser Begriff hat ja so eine gewisse schwere.
00:06:59: vermutlich auch ist sicherlich auch ein Vorurteil ihrem Bereich gegenüber dass es immer nur ganz schlimm ist und es geht immer nur um Tod.
00:07:06: natürlich schwingt das Thema irgendwo mit.
00:07:08: wie erleben Sie das in der Praxis?
00:07:10: also Gibt es da so einen bestimmten Moment, wo vielleicht die Familien auf sie zukommen oder einen typischen Verlauf?
00:07:16: Oder gibt es da manchmal auch einen Punkt.
00:07:18: Vielleicht wissen ja auch die Familien oft gar nicht dass es eine ambulante Möglichkeit gibt, könnte ich mir vorstellen.
00:07:22: Genau das ist tatsächlich meine größte wichtigste Aufgabe oder ein großer Teil meiner Arbeit Dass ich viel Netzwerkarbeit mache und ganz viel Versuch bei Kinderärzten Logopäden Kindergärten-Schulen diesen Dienst überhaupt bekannt zu machen, weil ich erlebe immer wieder dass die Familien das nicht wissen.
00:07:44: Wir haben ein Wanderschaufenster das zieht durch den ganzen Landkreis jetzt seit zwei Jahren also auch als einen Kanal wo quasi Eltern informiert werden können und die Erfahrung zeigt aber dass eigentlich entweder andere Eltern oder Fachpersonal oder auch mal Nachbarn.
00:08:01: also deswegen richten wir uns schon an die ganze Bevölkerung den Familien überhaupt erzählen müssen, dass es uns gibt.
00:08:08: Und dann im Idealfall auch jemand erklärt was das ist eben nicht – wir kommen nur wenn dein Kind stirbt sondern wir kommen um die ganze Familie zu entlasten und zu begleiten in einer ganz schwierigen Situation.
00:08:22: Also es braucht da schon Fürsprecherinnen und Fürsprechern und natürliche Marketing oder Netzwerke?
00:08:26: Ja!
00:08:27: Genau.
00:08:28: Und wenn Sie dann mit Ihnen in Kontakt kommen, erleben sie da so eine gewisse, ich weiß es nicht noch, Hemmschwelle oder ist das schon eine Dankbarkeit da über Ihre Arbeit?
00:08:36: Also es kommt ein bisschen darauf an über welchen Weg, wenn zum Beispiel die Uniklinik SAPV-Team kommt, sind die Eltern schon sehr gut aufgeklärt was wir machen.
00:08:45: Es gibt schon eine bestimmte Hemmschwelle weil man muss sich auch vorstellen es ist schon extrem belastete Situation und dann kommt quasi noch jemand externes Also nach Hause, in die eigene Wohnung ins eigen Haus.
00:08:59: Und dazu muss ich schon auch bereit sein und mich einlassen.
00:09:03: Die Erfahrung dann zu machen dass das hilfreich ist, dass es was Schönes ist, Spaß macht, gut tut... Das kommt ja erst mit der Zeit.
00:09:12: Also diese Hürde quasi, die versuche ich so gut... Ich kann immer zu nehmen im Erstgespräch um wirklich gut zu erklären was wir machen und dann auch zu gucken welcher Ehrenamtliche kann zu welcher Familie passen?
00:09:25: Das ist auch ganz wichtig!
00:09:26: Die ehrenamtlichen Personen muss sich wohlfühlen, die Familie muss sich wohl fühlen miteinander.
00:09:30: also da muss quasi die Chemie stimmen.
00:09:33: Glücklicherweise klappt es eigentlich so gut
00:09:35: wie immer.
00:09:36: Ja sie sind ja aus sehr eng an der Familie dran über einen Vielleicht auch langen Zeitraum.
00:09:42: Ja, viele Familien erleben neben den medizinischen Herausforderungen auch emotionale Belastungen.
00:09:49: Wie könnt ihr hier entlasten?
00:09:53: Das ist im Grunde sehr vielfältig und sehr unterschiedlich, je nach Situation in der Familie.
00:09:58: Wir bieten zum einen entlastende Gespräche an.
00:10:01: ganz oft ist es für die Eltern einfach auch sehr herausfordernd mit allem umzugehen.
00:10:09: ein Verdienst fällt weg ganz oft weil so viele Krankenhausaufenthalte notwendig sind.
00:10:14: Wie können wir gucken, wie es mit den Finanzen ist?
00:10:18: Welche Möglichkeiten gibt es?
00:10:19: Welcher Unterstützungsmöglichkeiten gibt das?
00:10:21: Manchmal mache ich auch so viel organisatorisches, kann man mit der Krankenkasse irgendwas beschleunigen... Leider Gottes muss man sagen, gibt es da auch immer wieder Herausforderungen mit denen die Familien zu kämpfen haben.
00:10:35: Und da kann ich so organisatorisch technisch einfach oft was abnehmen und diese entlastenden Gespräche.
00:10:43: Oft ist es eben für die Familie eine Entlastung wenn sie wissen das Kind oder ein Geschwisterkind ist für ne Weile einfach mal macht was Schönes und in der Zeit gut versorgt und Sie können sich um etwas anderes kümmern mal für sich selber oder so.
00:11:01: Gut, dass Sie es angesprochen haben weil ich glaube die wenigsten auch auf dem Schirm haben.
00:11:04: das ist eine schöne Entlastung sein kann ja für Eltern die vielleicht durch diesen schon auch Aufwand rund um das erkrankte Kind beispielsweise kaum noch zum Duschen oder sowas kommen.
00:11:16: also Geschwisterkinder haben sie angesprochen.
00:11:18: wenn jetzt Ehrenamtliche in die Familien gehen wie kann man sich jetzt für Externe die sogar kein Gefühl dafür haben einen Alltag vorstellen?
00:11:25: Also wie sieht sowas aus?
00:11:26: und Besuch?
00:11:27: Also bei diesem ersten Gespräch, wo ich in die Familien gehe, kläre ich erst mal.
00:11:31: Was ist denn der Wunsch des Anliegen?
00:11:34: Was braucht die Familie?
00:11:35: Brauchen die Eltern hauptsächlich Unterstützung?
00:11:38: Brauchten sie für das Kind jemand?
00:11:39: Brauen Sie jemand für die Geschwister?
00:11:42: Das kann ganz verschieden sein und dann gucken wir dass wird es sozusagen umgesetzt kriegen?
00:11:48: In aller Regel ist es so, dass der Ehrenamtliche die ehrenamtlich einmal die Woche kommt wenns bedarf hat kann es auch mal mehr sein aber Idealerweise ist es ein regelmäßiger Termin, wo sich alle dann auch drauf verlassen können und wissen mittwochs von vier bis sechs ist jemand da.
00:12:05: Und dann spielt sich das auch so ein und dann wird es auch eine wirklich stabile Unterstützungskomponente sozusagen.
00:12:13: Es braucht auch alles ein bisschen Zeit.
00:12:15: deswegen sind wir auch froh dass wir eben mit Diagnosestellung tätig werden können.
00:12:22: Das ist ganz schwierig.
00:12:25: Ganz
00:12:25: akut, ja klar.
00:12:28: Jede Familie hat ja ihre eigene Geschichte.
00:12:31: ohne persönliche Details zu nennen was bewegt die Familien am meisten, die ihr begleitet?
00:12:37: Also es ist schon unterschiedlich je nach Herausforderung.
00:12:41: aber ich würde sagen also diese intensive Belastung den Alltag, den Job die Finanzen hinzukriegen und trotzdem voll aus der Bahn geschmissen zu sein vielleicht ständigen Kranken raus aufenthalten, ständig Betreuung von dem Kind.
00:12:57: Das ist ja was für nichts zu schaffen ist.
00:13:00: und ich glaube der wertvollste Schatz ist da das Familienmerken.
00:13:06: wir sind damit nicht alleine Wir können es nicht auflösen aber wir können auf jeden Fall da sein und an Stellen mithelfen und unterstützen.
00:13:14: und wenn's dann nur der eine Antrag ist der schon mal erledigt oder dass eine Telefonat mit der Krankenkasse oder eben immer der Mittwoch Nachmittag ist es in der Situation viel.
00:13:26: und was auch glaube ich nicht zu unterschätzen, dass die Familien jedes Mal berührt sind von der Tatsache das Menschen machen zusätzlich zu ihrem eigenen Alltag.
00:13:37: Das ist ja ein Ehrenamt,
00:13:39: d.h.,
00:13:39: die meisten der ernehmlichen arbeiten ganz normal haben eine eigene Familie, haben ihren eigenen stressigen Alltag und sagen Ich möchte mithelfen!
00:13:48: Und das merke ich immer wieder auch in den Besuchen, in den Gesprächen.
00:13:52: Das berührt die Familien.
00:13:55: Ja, absolut!
00:13:55: Ich meine sie haben es schon angesprochen das sind Personen, die selbst einen vermutlich sehr vollen Alltag haben, die sagen ich mache das wegen der Sache weil's mir auch einfach wichtig ist ja viele Vorurteile oder Missverständnisse gibt's.
00:14:07: ja da haben wir ja schon zu Beginn drüber gesprochen.
00:14:09: wenn man jetzt noch mal bei der Familie und eben ihren Geschichten bleiben gibt's da so Ja, wie soll ich es formulieren?
00:14:15: Oder gibt's da so Wünsche, wo Sie auch bemerken von Familien gegenüber deren Umfeld oder der Gesellschaft.
00:14:21: Wo Sie merken Mensch, da wünschen sie sich manchmal mehr Verständnis und mehr Unterstützung auch noch abseits klar von Ihrer tollen Arbeit?
00:14:28: Ja also das glaube ich... kann ich schon so sagen, dass das ein großer Wunsch wäre.
00:14:34: Dass es gesellschaftlich einen anderen Stellenwert hat und dass es weniger Stolpersteine letztendlich gibt also das Krankenkassen, Kostenträger wesentlich kooperativer wären.
00:14:45: zu sagen heißt ist schon schlimm genug wir machen das jetzt nicht noch extra kompliziert.
00:14:49: auch von der gesellschaftlichen Ebene zu merken Wir werden unterstützt Das ist schon das Hauptthema.
00:14:59: Ich nenn's mal Bürokratie-Schwellen, die einfach da sind.
00:15:02: Zu starr sind vielleicht auch noch gar nicht so sehr ... Doch auch die Zwischenmenschlikomponente dann?
00:15:07: Dass sie bei diesem allembürokratischen Wahnsinn doch nochmal mehr gesehen wird.
00:15:11: Ja okay.
00:15:13: Mich würde auch interessieren Kinder gehen oft sehr anders mit Krankheit um.
00:15:18: als Erwachsene.
00:15:18: gibt es Erfahrungen, die besonders gezeigt haben wie viel Stärke Kinder besitzen können?
00:15:25: ja also eigentlich gibt es die Erfahrung quasi ständig.
00:15:30: Und ich bin da immer wieder sehr beeindruckt und berührt davon, wie Kinder das wirklich bewältigen.
00:15:37: Also es sind wirklich schwierige Schicksale mit Wochen-, Monate langem Krankenhausaufenthalt immer nur in der Klinik überhaupt keine übliche Kindheit sage ich jetzt mal mit Spielen oder anderen Freunden und trotzdem ist es lebenswert und kann gut sein!
00:15:58: Also das ist für alle ganz, ganz anstrengend.
00:16:01: Aber ich erlebe alle Kinder und auch die Jugendlichen, die wir haben so dass sie wirklich da gut... Na ja gut!
00:16:09: Das sind jetzt nicht das richtige Wort.
00:16:11: aber dass Sie da so durchgehen mit einer Demut, mit einer Dankbarkeit, mit einem immer wieder neue Kraftschöpfen Die mich tatsächlich sehr erstaunt.
00:16:20: also wenn Ich mich da reinversetzt dann sehe ich mich da nicht so tapfer und mutig auf alles zugehen.
00:16:28: Da haben Kinder wirklich nochmal andere Fähigkeiten oder Ressourcen,
00:16:33: würde ich sagen Ja, und man darf ja nicht vergessen.
00:16:35: Also zum einen das Erkrankte Kind wo vielleicht sowieso schon der Fokus drauf liegt.
00:16:39: also ich könnte mir vorstellen da kommt irgendwann auch so dieses Thema der vielleicht Ich bin eine Belastung für meine Familie manchmal auch auf Unterschwelle auch dazu gucken wie fange ich das auch?
00:16:49: oder Geschwister Kinder die dann völlig in Hintergrund geraten weil es alles sich nur auf das Erkrankte Kind fokussiert Und trotzdem noch Momente des Glücks und der Leichtigkeit irgendwie zu haben.
00:16:59: Wie nehmen sie das wahr?
00:17:00: Haben Sie das auch schon erlebt dass sie gesagt haben Boah!
00:17:03: Wahnsinn, eigentlich trotz der Situation noch diese Glücksmomente oder auch eine gewisse Leichtigkeit?
00:17:09: gibt es da so einen Punkt wo sie gesagt haben das hat mich völlig geblättet?
00:17:12: Ja also wir haben zum Beispiel ein... kleinen Jungen, der war auch jetzt immer wieder in den Medien.
00:17:19: Der ganz schwer an Krebs erkrankt ist und ganz lange in der Uniklinik ist und seine Mama kämpft unglaublich um sein Leben, seinen Papa.
00:17:29: Sie machen das alles mit einem wahnsinnigen positiven Blick und nehmen auch Hilfe an und Geburtstag gefeiert wird sozusagen trotzdem auf die schönste Art und Weise in der Klinik, in der schweren Situation ist da.
00:17:47: Das wird dann nicht so überschattet, dass man denkt es hilft alles nichts sondern ... Es hat mich wahnsinnig berührt, dass er so dabei bleibt und sie alle drei.
00:17:57: Ja das ist ja eigentlich wieder der Kreislauf von vorhin auch eine gewisse Dankbarkeit trotzdem zum Leben zu haben in der Form, dass mal's jetzt noch feiert definitiv.
00:18:06: Dann ist ein ganz anderer Fokus.
00:18:08: was bedeutet dann das Wort Lebensqualität im Prinzip wenn eine Familie mit so einer schweren Erkrankung ihres Kindes lebt.
00:18:17: Also Lebensqualität bedeutet zum Beispiel, dass die Familie ein Urlaub machen kann, dass sie eben in ein stationäres Hospiz gehen können.
00:18:27: Da sind wir sehr dankbar das es die gibt deutschlandweit und die Familien da wirklich für ihre Situation den Urlaub machen können, der auch für die Kinder, für die Geschwisterkinder dann wirklich gut ist.
00:18:42: Lebensqualität bedeutet nicht alleine zu sein.
00:18:46: Lebensqualität bedeutet irgendwie eine Unterstützung zu bekommen, die es gerade benötigt.
00:18:53: Lebens-Qualität kann bedeuten einfach mal einen Nachmittag durchschnaufen zu können und mal frei zu haben.
00:19:00: Lebens Qualität kann bedeuten sich mal den ganzen... Frust, Ärgerwut, Verzweiflung von der Seele zu reden und es mal Platz haben zu lassen.
00:19:10: Und dann geht's wieder weiter.
00:19:12: Also es hat eigentlich ganz viele verschiedene Qualitäten
00:19:16: und eine Qualität, die gleichermaßen aber auch viel abverlangen.
00:19:19: Wir haben schon gesagt es ist ja das Ehrenamt.
00:19:21: Also ihre Mitarbeitenden sind ehrenamtlich tätig.
00:19:24: Das ist das Herzstück ihrer Arbeit.
00:19:26: Sie spielen eine Riesenrolle für die Familie.
00:19:28: sie haben sehr schön wirklich jetzt umrissen was da alles Thema sein kann wo ihre Leute unterstützen.
00:19:34: wie kann ich mir das vorstellen wenn jetzt angenommen wir sagen Mensch toll da wollen mal einsteigen wir möchten auch Familien begleiten Muss ich mich da speziell vorbereiten, werden Mitarbeiter geschult dann?
00:19:45: oder kann ich einfach loslegen?
00:19:47: Ne genau.
00:19:48: Also es ist ein sehr herausforderndes Ehrenamt tatsächlich und es funktioniert so dass sich Menschen die sich interessieren bei mir melden.
00:19:55: Dann gibt's so einen Vorgespräch.
00:20:00: ungefähr alle zwei Jahre machen wir einen Qualifikationskurs.
00:20:04: Das geht über mehrere Monate und dann immer einzelne Wochenenden, alle Ehrenamtlichen die das machen wollen zusammenkommen in dem Gemeindehaus und wirklich ein Seminar machen.
00:20:16: Die machen auch ein Praktikum in den Sommermonaten wo sie die Berufsfelder quasi kennenlernen.
00:20:22: oder ein Berufsfeld können Sie sich aussuchen aber die Praxis kennenlernen, was sind das für Kinder?
00:20:28: Was sind es für Familien?
00:20:30: Was gibt's für Hilfen drumherum.
00:20:32: Dann machen sie da erste Erfahrung und dann gibt es einen Aufbaukurs.
00:20:36: Und wenn das alles abgeschlossen ist ungefähr über ein Jahr, dann konzernt
00:20:41: man.
00:20:41: Also doch eine umfangreiche im Prinzip Ausbildung kann man ja sagen in dem Bereich Ja und ich könnte mir vorstellen die andere Person kriegt dann mit und was gehts dass da ist ja auch ein Respekt wahrscheinlich da und der ist aber auch nötig.
00:20:53: können wir vorstellen
00:20:55: Muss man bestimmte berufliche Erfahrungen mitbringen, wird es Ehrenamt?
00:20:59: Nein.
00:21:00: Braucht man überhaupt nicht.
00:21:01: Wir haben ehrenamtlich aus ganz verschiedenen Berufen und Hintergrund verschiedene Altersgruppen.
00:21:07: Da gibt's keine Einschränkung.
00:21:10: Und was erleben Sie so in dem Bereich, sag ich jetzt mal mit Ihren Ehrenamtlichen?
00:21:14: Ich denke sie sind ja auch immer in einem Austausch im Gegenseitigen.
00:21:17: Ich könnte mir vorstellen auch eine Art kollegiale Beratung findet auch untereinander statt.
00:21:20: wie machst du das?
00:21:21: Ich stehe vor deren der Herausforderungen.
00:21:23: Was sind da so Themen die vielleicht ja auch wo die ehrenamtliche bei Ihnen sagen wow also das gibt mir unglaublich viel.
00:21:29: ist es dann der Kontakt zu der Familie diese enge Bindung?
00:21:32: Also ich denke ich darf das so für die Ehren amtlichen beantworten Vielleicht keine Ahnung werden wir selber noch interviewt.
00:21:39: Aber was ich höre, ist wirklich die Verbindung mit den Familien.
00:21:45: Und das ist eben auch der Unterschied in diesem Ehrenamt.
00:21:47: Das ist eine langfristige Begleitung.
00:21:50: Also da lässt sich ein Mensch wirklich langfristig auf die Familie ein so lange wie es natürlich beide Seiten wollen.
00:21:56: aber das geht schon auch über Jahre und es entstehen auch wie Freundschaften ganz oft Und es ist einfach eine enge Anteilnahme an dem Schicksal.
00:22:11: Ich glaube, man kann das sich schwer vorstellen... Aber ich höre von allen, dass es auch ganz viel gibt!
00:22:18: Das wäre jetzt gerade meine Frage gewesen.
00:22:20: Was bekommen die Ehrenamtlichen selbst durch ihr Engagement zurück?
00:22:26: Ich finde es schwierig in Worte zu fassen tatsächlich aber es ist ganz viel Dankbarkeit und Freude.
00:22:34: Ohne dass ich die Familien so begleite, ich erlebe es auch so.
00:22:37: Es ist ein Geben und es fließt aber genauso viel zurück.
00:22:42: Das ist einfach eine Freude und eine Dankbarkeit in Situationen mithelfen zu können.
00:22:47: Und ich glaube, dass wir Menschen einfach auch so gemacht sind, dass das die wichtigste Erfahrung ist in unserem Leben zu sagen Ich bin nicht alleine!
00:22:55: Ich krieg Hilfe, ich kriege Unterstützung... Also nee, ich muss nicht kämpfen sondern ich werde unterstützt.
00:23:04: glaubt, dass das ehrlich gesagt in unserer Gesellschaft zu kurz kommt und an der Stelle die Erfahrung gemacht werden kann.
00:23:11: Dass es so ist?
00:23:12: Ja klar!
00:23:13: Und natürlich also weil Sie jetzt sagen zu kurz kommen... Es gibt natürlich auch Menschen, die müssen sich erst mal öffnen für diese wow da gibt es Hilfe und ich darf das zulassen.
00:23:20: Genau!
00:23:21: Das ist ja
00:23:21: auch
00:23:21: oft so ein Moment.
00:23:22: Das ist die andere Seite, das auch wirklich anzunehmen und auch zu verstehen.
00:23:26: Ich bin dann nicht in der Schuld oder... Und das geht nur durch die Erfahrung.
00:23:31: In dem Merken Mein Gegenüber kommt und unterstützt mich, kriegt aber auch ganz viel von uns.
00:23:38: Also das ist wirklich nur durch die Erfahrung zu transportieren dann und den Mut sich von beiden Seiten einzulassen und sagen wir probieren
00:23:46: das machen jetzt mal Wenn wir jetzt hier bei Region im Blick und Tour Hörerinnen und Hörern haben, die sagen Mensch das könnte ich mir aus super gut vorstellen.
00:23:53: Da will ich unbedingt einsteigen oder ich möchte auch Familien begleiten.
00:23:56: zum einen sie haben es schon angesprochen klar Es gibt eine fundierte Ausbildung bei ihnen also dass ist auf jeden Fall Pflicht und wichtig.
00:24:03: Zum anderen haben Sie auch gesagt sie begleitet über den längeren Zeitraum auch logischerweise Familien.
00:24:08: ja als ich könnte mir vorstellen eine gewisse Zuverlässigkeit muss sich gewährleisten weil ich kann nicht sagen Ich mache das jetzt mal vier Wochen habe ich leider keine zeit mehr so in dem Bereich.
00:24:17: Sie müssen sich ja drauf verlassen können.
00:24:19: Was wäre so der erste Schritt, wenn jetzt jemand hier einschaltet oder auch jemanden kennt?
00:24:23: Er sagt Mensch da würde ich gerne mich mit engagieren wahrscheinlich in Kontakt zu ihm oder?
00:24:28: Ja
00:24:29: gern einfach anrufen, eine E-Mail schreiben und dann kann man ins Gespräch gehen Was passt?
00:24:36: Man kann den Dienst auch tatsächlich auf unterschiedliche Arten unterstützen.
00:24:42: Es passiert ja immer wieder bei den Ehrenamtlichten, dass sich dann diese Lebenssituation verändert und im eigenen Kontext irgendwie was anders ist die Elternpflege bedürftig werden oder wie auch immer.
00:24:54: aber das heißt nicht, dass man ausscheiden muss und sagt jetzt kann ich nicht mehr sondern dann kann ich vielleicht gerade keine aktive Begleitung machen.
00:25:01: Aber es gibt auch ganz viel organisatorisches wo man mithelfen kann und den Dienst unterstützen kann.
00:25:10: Das finde ich gut, dass Sie das ansprechen.
00:25:11: Ich muss nicht unbedingt sagen, ich bin nah an der Familie dran.
00:25:16: Wir haben jemand in Fuchs, der sagt, er kennt mich im Antragswesen super aus.
00:25:20: oder mit Krankenkassen habe ich tolle Kontakte.
00:25:22: Er ist auch eine Möglichkeit sich einzubringen?
00:25:24: Genau!
00:25:25: Oder Öffentlichkeitsarbeit... Zu tun gibt's genug, sag ich jetzt mal.
00:25:30: Da fällt uns auf jeden Fall was ein!
00:25:31: Ja klar und Sichtbarkeit brauchen sie ja auch auf jeden fall.
00:25:34: also da kann man auch gut unterstützen.
00:25:36: Ja schauen wir nochmal noch einmal drauf warum diese Arbeit uns alle betrifft?
00:25:41: Welche Bedeutung hat der ambulante Kinder- und Jugendhospitzdienst für unsere Region im Landkreis Emmendingen?
00:25:48: Meines Erachtens eine sehr große Bedeitung weil er ist für alle Menschen eine Anlaufstelle, um Unterstützung zu bekommen.
00:25:58: Wenn ein Kind lebensverkürzt erkrankt ist oder auch einen Elternteil und es kennen noch nicht viel genug Menschen.
00:26:07: ich hoffe durch diesen Podcast erfahren sie ein paar mehr Und das ist ein Beitrag für unsere Gesellschaft miteinander besser zu leben Das finde ich.
00:26:18: in unserer heutigen Zeit können wir nicht hoch genug schätzen tatsächlich dass das Leben Lebenswert ist und wir das gemeinsam stemmen.
00:26:28: Gemeinsamstemme?
00:26:29: Gemeinsamesstemmes
00:26:31: glaube ich vielleicht schon der folgenden Titel hier auf jeden Fall, denn mich wird es jetzt interessieren.
00:26:35: Ich meine jetzt gibt's vielleicht auch Menschen die sagen ich will mich irgendwie beteiligen, ich will sie unterstützen, ich finde ihre Arbeit klasse!
00:26:41: Ich kanns aber nicht gewährleisten an Familien direkt mit dabei zu sein oder umfangreich Zeit mit denen irgendwie zu investieren.
00:26:48: Wie können jetzt Menschen hier vielleicht aus der Region oder auch Unternehmen ganz klar oder Vereine Sie konkret ihr Arbeit unterstützen, also auch wenn sie selbst vielleicht noch gar nicht vom Thema betroffen sind?
00:26:58: Also auch da gibt es vielfältige Möglichkeiten.
00:27:02: Der größte Posten ist natürlich dass das ganze Spenden basiert ist.
00:27:06: Wir bekommen einen kleinen Beitrag von den Krankenkassen für die Familien.
00:27:11: Es ist alles kostenfrei und ehrenamtlich.
00:27:16: bekommen wir auch kein Geld.
00:27:17: Trotzdem gibt es verschiedene laufende Kosten und das kann nur über Spenden quasi abgedeckt werden.
00:27:25: Das ist eine Möglichkeit, da sind wir sehr dankbar.
00:27:28: wenn sich Menschen bereit erklären gibt es auch immer mal wieder das Firmensagen oder Menschen bei einem runden Geburtstag, oder solche Dinge.
00:27:37: Und da möchte ich auch nur noch einmal betonen, weil da gab's auch schon Missverständnisse Es gibt ein ganz eigenes Spendenkonto Nur für diesen Dienst in dieser Region an dieser Stelle.
00:27:47: Das wird dann nur für die Familien verwendet und geht nicht irgendwo anders hin.
00:27:52: Also
00:27:53: es bleibt wirklich regional, ne?
00:27:56: Genau.
00:27:56: Und dann gibt's auch die Möglichkeit.
00:27:58: also was jetzt ich... Wir machen einen Familientag für die Familien wir machen für die Ehrenamtlichen immer mal wieder Aktionen und wir brauchen immer mal Wieder Räumlichkeiten für Veranstaltungen.
00:28:09: Wir brauchen immer Mal wieder Material.
00:28:12: Wir haben am zehnten Zweiten immer den Welttag Der Kinder- und Jugendlosbietsarbeiter haben jetzt jedes Mal Blumen gespendet, gekriegt von einer Gärtnerei um die zu verschenken.
00:28:23: Und einfach eben auch anderes Material schon bekommen.
00:28:27: Auch das ist nicht zu unterschätzen.
00:28:29: Das ist alles dann ein Beitrag der eingesetzt werden kann, um den Dienst bekannter zu machen, um es den Familien zugutekommen zu lassen.
00:28:41: Da sind wir sehr
00:28:41: dankbar!
00:28:42: Ja, ich denke wir werfen auch mal noch einen Blick in die Zukunft.
00:28:45: Welche Entwicklungen wünschen Sie sich für die Zukunft?
00:28:49: Für Ihren Hospizdienst?
00:28:51: Also ich wünsche mir auf jeden Fall wenn ich groß denken kann würde ich mir wünscht dass alle Menschen im Landkreis wissen was ein ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienste ist das es uns gibt für was wir da sind.
00:29:06: Weil ich mir wünsche, dass alle Familien die in der Notsituation sind... Die freie Wahl haben uns sich entscheiden können.
00:29:13: Möchte ich das annehmen oder nicht?
00:29:15: Aber wenn sie es gar nicht wissen, können Sie's nicht annehmen und bisher sind wir weit davon entfernt.
00:29:21: Und das ist mal auf jeden Fall der erste Schritt ... Oder der Wichtigste meines Erachtens.
00:29:29: Das fände ich toll!
00:29:30: Und natürlich immer wieder sich Menschen entscheiden und engagieren wollen, damit wir dieses wunderbare Team von Ehrenamtlichen, dass wir haben immer wieder erweitern
00:29:43: können.
00:29:43: Und
00:29:44: noch mehr Familien
00:29:45: begleiten werden.
00:29:45: Weil nachher weiß der ganze Landkreis und die Region das es sie gibt und Sie haben keine Kapazitäten mehr!
00:29:50: Das wäre dann auch wieder der Umkehrschluss.
00:29:52: also beides bedingt sich irgendwie.
00:29:54: Ja
00:29:54: genau
00:29:55: Wenn Sie den Familien, die gerade vor großen Herausforderungen stehen eine Botschaft mitgeben könnten welche wäre das?
00:30:04: Ihr seid nicht alleine.
00:30:05: Wir helfen mit und wir sind gerne da und unterstützen an ganz vielen verschiedenen Stellen.
00:30:10: Das ist schön.
00:30:11: wenn sie jetzt mal so in ihrer Zeitreise zurückgehen die ganzen Begegnung die sie gemacht haben in ihrer Arbeit mit den Familien wenn sie da zurückblicken Was wünschen Sie sich, dass die Menschen heute, wenn sie dieses Gespräch hier hören bei Region im Blick und Tour aus unserem Gespräch mitnehmen?
00:30:26: Ich wünsche mir, dass sie mitnehmen das es was ganz Positives ist.
00:30:31: Dass das Hospizarbeit heißt und auch ist aber, dass es wirklich um eine Lebensbegleitung geht, um Lebensqualität, um Unterstützung und um ein Geben und Nehmen.
00:30:41: und die Schwere ist da.
00:30:44: Sie ist nicht das Erste, was damit verbunden wird sondern wirklich das Miteinander und die Unterstützung.
00:30:51: Ja, das finde ich schön weil zum einen klar ambulant haben wir jetzt schon erfahren wie sie der Alltag aussehen kann.
00:30:56: aber sie haben es vorhin auch angesprochen auch stationär heißt ja nicht immer gleich Ich gehe da nur hin um den letzten Weg zu gehen, sondern das kann Urlaub sein.
00:31:03: Wie eine Art Kur, sag ich mal für die ganze Familie.
00:31:06: also auch dass es des Damoklesschwertes schweren und Todthemas ist auch da nicht unbedingt immer gegeben.
00:31:12: Also dass das vielleicht die Menschen noch mehr auf dem Schirm behalten.
00:31:15: vielmehr als nur der letzte Weg
00:31:19: gibt es eine Botschaft, die Ihnen besonders am Herzen liegt und die Sie unseren Zuhörerinnen und Zuhörendes Abschluss mit auf den Weg geben möchten.
00:31:27: Würde es so wählen zu sagen Es lohnt sich, sich zu engagieren Und es gibt ganz viele Möglichkeiten das Leben schöner und lebenswerter zu machen.
00:31:38: Dieses Projekt ist nur eins von vielen.
00:31:41: Aber ich glaube was wir wirklich brauchen in dieser Welt heute ist dass jeder der kann mithilft.
00:31:49: Ist es auch das, dass Sie sehen.
00:31:50: Es gibt ja viele Menschen die helfen, die mithelfen wollen in dem Moment oder die jetzt vielleicht auch mit dazukommen?
00:31:56: Sind wir uns wünschen durch diese Folge ist es das was Ihnen dann auch die Hoffnung dazu was ich gebe wenn sie in der Zukunft blicken
00:32:02: Ja auf jeden Fall.
00:32:03: also Ich finde die Zeiten in denen wir gerade sind sind so herausfordernd an ganz ganz vielen Stellen.
00:32:09: Dass wird dieses das innere soziale menschliche einfach.
00:32:14: ich glaube da Das ist die wichtigste Stellschraube, der wichtigste Aspekt den wir
00:32:20: haben.
00:32:20: Und bei Allakaie müssen wir auch mal sagen ihre Arbeit kann sie nicht ersetzen und das ist einfach das Wunderschöne auch.
00:32:26: also dass Sie die Menschen ja des Herztes da miteinander verbunden wird es einfach unersetzbar.
00:32:32: Ja
00:32:32: auch schön.
00:32:34: Ja Frau Buga vielen Dank für dieses offene und berührende Gespräch Danke für die Einblicke in Ihre Arbeit Die oft im Hintergrund geschieht doch für viele Familien von unschätzbarem Wert ist.
00:32:46: Ja, und das müssen wir jetzt ändern.
00:32:47: Deswegen hier alle die Einschalten bei Region im Blick und Tour.
00:32:51: bitte wenn euch diese Folge gefallen hat und natürlich auch der ganze Podcast dann bitte bitte sagt es weiter teilt die Folge ja einmal für Frau Boca und ihr ganzes Team in der Region Und natürlich auch dass viele viele Menschen auch noch darüber hinaus von ihrer Arbeit erfahren was das so unglaublich wertvoll macht und Natürlich auch vor diesem Podcast.
00:33:08: erfahr also von dem her auch an dieser Stelle einen kleinen Appell.
00:33:11: gerne einfach weiter sagen Wenn Menschen hier einschalten sollten hier mal rein hören sollten unseren Podcast abonnieren, denn dann kriegt man immer auch die neueste Folge mit.
00:33:19: Das ist auch ganz praktisch hier an der Stelle und geht auch ganz schnell!
00:33:22: Und Ihnen sage ich natürlich auch vielen, vielen Dank Frau Boker dass wir den Einblick bekommen konnten in Ihrem unglaublich wertvollen Arbeit und drücken Ihnen die Daumen das jetzt hoffentlich in all die Türen ein.
00:33:34: Vielen
00:33:35: herzlichen
00:33:35: Dank.
00:33:35: Danke
00:33:36: und bis zum nächsten Mal.
00:33:38: Wir hören uns.
00:33:39: Tschüss.
Neuer Kommentar