Live-Podcast: Medizin der Zukunft – warum das Dreiland-Klinikum Lörrach neue Wege geht

Shownotes

Im ersten Live-Podcast-Gespräch steht die große Idee hinter dem Dreiland-Klinikum im Mittelpunkt: Aus mehreren bisherigen Krankenhausstandorten entsteht ein zentrales Klinikum, das die Gesundheitsversorgung der Region neu aufstellen soll. Udo Lavendel erklärt, warum kleinere und ältere Strukturen den Anforderungen moderner Medizin, knapper Fachkräfte und veränderter Behandlungsformen immer weniger gerecht werden – und warum die Bündelung an einem Standort nicht Abbau bedeuten soll, sondern eine zuverlässigere, leistungsfähigere Versorgung.

Ein zentrales Thema ist der sogenannte Lörracher Weg: weg vom Gedanken, dass alle Standorte alles leisten müssen, hin zu Spezialisierung, Kooperation und klaren Versorgungsstrukturen. Lavendel macht deutlich, dass Medizin heute stärker konzentriert, qualitätsgesichert und interdisziplinär gedacht werden muss, auch weil viele Behandlungen heute schneller, ambulanter oder teilstationär möglich sind als früher. Das Dreiland-Klinikum wird damit als Modellprojekt sichtbar, das viele Entwicklungen vorwegnimmt, die auch bundesweit in der Krankenhausreform diskutiert werden.

Außerdem geht es um den Gesundheitscampus als Gesamtsystem: Neben dem Klinikum sollen unter anderem ambulante Strukturen, ein Ärztehaus, Kurzzeitpflege, ein Boardinghaus für Mitarbeitende und eine Kindertagesstätte eine engere Versorgungskette ermöglichen. Auch Digitalisierung spielt eine große Rolle – etwa über Patientenportale, digitale Abläufe, moderne Medizintechnik und KI-gestützte Diagnostik.

Am Ende steht die zentrale Frage dieser Folge: Wie wird aus einer Baustelle ein Ort, an dem Medizin für die Menschen in der Region in Zukunft vernetzter, sicherer und moderner funktionieren kann?

Transkript anzeigen

00:00:00: Erst mal ein herzliches Willkommen hier in die Runde und schön, dass Sie alle da sind zu unserem ersten Gespräch heute um zwölf Uhr im Dreiland-Klinikum.

00:00:07: Jetzt werden sie sich vielleicht wundern wer sind denn hier eigentlich?

00:00:09: Die Damen und Herren, die ja heute stehen!

00:00:12: Ja wir sind von Region Im Blick und Tour und wir sind eben heute live mit unserem Podcast Format Region Imblick und Tour zu Gast und dürfen heute ja einmal den Herrn Lavendel im Gespräch haben.

00:00:22: bei uns um zwelf Uhr um vierzehn Uhr wird es übrigens nochmal einen Livepodcast Gespräch geben.

00:00:27: Vielleicht ganz kurz Livepodcas.

00:00:29: keine Sorge.

00:00:30: Sie werden jetzt nirgendwo raus in die Welt ausgestrahlt, sondern live bedeutet einfach wir werden hier ein Podcast-Gespräch führen mit unseren Gästen und sie sind live dabei.

00:00:39: ja normalerweise hört man ja podcast nur irgendwie zu Hause über die Kopfhörer oder im Auto und wir machen das möglich eben live jetzt hier vor Publikum.

00:00:47: Das heißt wir haben uns Themen rausgesucht die hoffentlich für sich auch spannend sind im Zuge jetzt hier vom Dreilandklinikum von der Entstehung hier am Tag der offenen Baustelle sondern wir stellen uns natürlich auch mal vor.

00:01:01: Genau, heute hier aus dem Dreilandklinikum des Thema Gesundheit.

00:01:07: Gesundheit ist etwas das uns alle betrifft und zwar direkt hier vor Ort.

00:01:11: Wir sind mitten an einem Ort, an dem Zukunft entsteht.

00:01:14: Mit dem Dreiland-Klinikum wird hier eines der spannendsten Gesundheitsprojekte der Region Wirklichkeit ein Ort, das zeigen soll wie Medizin in Zukunft funktionieren kann.

00:01:26: noch ist vieles Baustelle aber schon bald entsteht ja ein Klinikum dass die Gesundheitsversorgung in der Region komplett neu denken will und wird.

00:01:35: So soll die Medizin der Zukunft aussehen.

00:01:37: Ich bin Daniela Giebel.

00:01:39: Ja und mein Name ist Adrian Hoffmann, wir beide dürfen Sie heute begleiten als Moderatorin und Moderator durch das Gespräch und es geht tatsächlich hier im ersten Gespräch heute darum.

00:01:49: ich denke hinter die Idee werden wir blicken auch hinter die Strategien und auch Visionen von diesem beeindruckenden Projekt.

00:01:55: und die große Frage möglicherweise auch sie alle umdrift.

00:01:59: Umtritt es ja, warum gilt denn das Dreilandklinikum schon heute als Modell eben für die Medizin der Zukunft oder von morgen?

00:02:05: Und was bedeutet das natürlich konkret auch für die Menschen hier in der Region?

00:02:09: Denn ich denke, es geht darum sicherlich auch um die Frage wie können wir heute auch den Alltag der Menschen in dieser Form... Ja!

00:02:16: Wir werden später noch darauf eingehen interessant und moderner auch gestalten rund um das Thema Medizin.

00:02:21: Wir werden auch um interdisziplinäre Zentren sprechen.

00:02:23: Was bedeutet das hier konkret am Standort?

00:02:26: Und ich denke, die große Frage.

00:02:27: Was wird denn konkret für mich und meine Familie hier vor Ort dadurch besser?

00:02:32: Unser Gast ist Udo Lavendel, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kliniken des Landkreises Lörrach.

00:02:37: Schön, dass Sie da sind.

00:02:39: Freut mich!

00:02:39: Ja Herr Lavendl wir haben es schon zu Beginn angesprochen Ich denke hier entsteht ja ein ganz besonderes Projekt das auch Darf man schon sagen, bundesweit als Vorbild gilt.

00:02:48: Also Sie werden da schon mit großen Augen von bundesweit bestaunt.

00:02:53: Vielleicht gehen wir da mal rein?

00:02:54: Ich habe ja schon angesprochen wie funktionieren moderne Medizin?

00:02:57: Wie kann sie funktionieren?

00:02:58: vielleicht nehmen Sie uns hier alle mit Warum braucht die Region was denken Sie überhaupt ein neues Dreiland Klinikum?

00:03:06: Naja die region braucht erst einmal eine zuverlässige und vertrauens erweckende medizin und unterstützungen.

00:03:12: das heißt so Krankenhäuser sind da Wenn sie gebraucht werden,

00:03:16: d.h.,

00:03:16: wenn die Menschen krank sind.

00:03:18: und die vier Krankenhäuser aus denen jetzt das Dreilandklinikum entsteht... Das ist eigentlich das Prinzip aus Vier.

00:03:25: Jetzt ist es ja drei.

00:03:26: Wir haben in Rhein-Felden schon im Jahr für den Jahr hierher in dem Jahr.

00:03:29: Es entsteht eigentlich das neue Dreilandsklinikum.

00:03:33: Und Sie haben was Wichtiges angesprochen, also die Bundesregierung.

00:03:37: Die Bundesregierung verfolgt seit Jahren ja eigentlich schon das Prinzip, dass man aus älteren kleineren Einrichtungen das größere qualitätsgesicherte Versorgungszentren schafft.

00:03:47: Man guckt zum bisschen auch dabei ins Ausland.

00:03:49: Also Dänemark hat es vor Jahren sehr erfolgreich vorgemacht Dass sie versucht haben, die gesamte Region und Dänemark ist deutlich kleiner als Deutschland Aber das Land natürlich mit großen, neugebauten größeren Zentralkliniken auszustatten.

00:04:03: Was ist der Grund dahinter?

00:04:05: Der Grund ist ein Hauptgrund, dass wir in Deutschland im internationalen Vergleich deutlich mehr Krankenhausbetten pro Einwohner haben.

00:04:14: Jetzt könnte man sagen es doch wunderbar sind genug Betten, Krankenhaus-Betten da Das stimmt, aber diese Infrastrukturen müssen ja auch modernisiert werden.

00:04:23: Und viele Krankenhäuser sind vor teilweise hundert Jahren gebaut worden immer mal wieder erneuert worden.

00:04:28: Es gibt nicht so viele richtig neu gebaute Kliniken in Deutschland In den neuen Bundesländern mehr weil man natürlich nach der Eröffnung dort neue Strukturen geschaffen hat, aber die Medizin entwickelt sich so schnell weiter.

00:04:42: Die Abläufe sind anders.

00:04:43: Die Medizin ist viel moderner und sicherer geworden, dass die Infrastrukturen also Bausteine, Erden natürlich auch mitwachsen muss.

00:04:51: Und das ist durch was Wichtiges.

00:04:54: nur als Beispiel wenn wir auf die Betten kommen.

00:04:56: Das heißt Deutschland isst im internationalen Vergleich Spitzenreiter bei der Anzahl der Krankenhausbetten pro Einwohner.

00:05:03: D.h.,

00:05:04: da sind alle anderen Regionen haben eine geringere Bettenzahl pro Einwohner.

00:05:09: Jetzt müsste man sagen, es ist die Welt in Ordnung wie ich vorhin schon mal sagte aber Die Medizin hat sich sehr stark verändert.

00:05:15: Es wird nicht mehr alles stationär behandelt was vor fünfzehn vor zwanzig vor dreißig oder vierzig Jahren stationär Behandelt wurde.

00:05:23: das heißt die ambulantisierung Ist deutlich vorangeschritten.

00:05:26: Das heißt man kann heutzutage Eingriffe, Operationen der Blinder als Beispieles gibt auch viele andere Beispiele natürlich viel schneller durchführen.

00:05:34: Früher hat man Auch dann, das war auch ein Finanzierungsthema natürlich tagesgleiche Pflegesätze bekommen.

00:05:40: Das ist bevor die Vollfallpauschalen eingeführt wurden haben die Krankenhauser etwa sechshundert D-Mark pro Behandlungstag bekommen für alles ob der Blindarm jetzt zehn Tage liegt oder vierzehn Tage darlegt.

00:05:53: die sechshundert D Mark wurden bezahlt und vielleicht haben wir auch in den Jahren ein bisschen über unsere Verhältnisse gelebt und vielleicht noch mal darauf zurück also in Baden-Württemberg Deutschland vergleich.

00:06:07: Das Land, das Bundesland, was die optimalste Betteneffizienz hat.

00:06:12: Das heißt also möglichst wenig Betten pro Einwohner.

00:06:16: Da liegt Baden-Württemberg bei vierhundertsechzig.

00:06:18: wenn sie Nordrhein-Westfalen zum Beispiel nehmen dort Ruhrgebiet nicht selber kommen aus der Ecke da haben Sie weit über sechshundert Betten per hunderttausend Einwohner.

00:06:26: oder Stadtstaaten wie Hamburg Bremen etc.. Und es gibt aber auch Länder, die deutlich weniger haben.

00:06:31: und jetzt kommt eigentlich der interessante Punkt.

00:06:33: Man könnte ja sagen wenn viele Krankenhausbetten da sind pro Einwohner dann sind die Menschen noch gesünder?

00:06:38: Das stimmt aber nicht!

00:06:39: Es gibt viele Länder... Da ist letztendlich der Mensch im Durchschnitt genauso gesund, auch wenn die viel weniger Betten pro Einwonner haben weil sie ein anderes System haben.

00:06:51: und Deutschland ist dort jetzt auf dem Weg das noch mehr zu ambulantisieren.

00:06:57: Herr Lavendel, nehmen Sie uns einmal mit an den Anfang.

00:07:00: Warum war ein komplett neues Klinikum für die Region überhaupt notwendig?

00:07:04: Das Dreiland-Klinikum wird oft als Modellprojekt bezeichnet.

00:07:08: Woran genau macht sich das fest?

00:07:11: was davon ist Vision und was ist schon Realität?

00:07:15: Das hat sehr viel damit zu tun, was ich gerade gesagt habe.

00:07:19: also Die Gesundheitspolitik verfolgt seit vielen Jahren schon das Prinzip, dass sie sich ein Stück weit an solche Modellprojekte nehmen, was jetzt Holland und Dänemark auch angleichen wollen, die ein etwas anderes System haben.

00:07:33: Das Modellprojekt in Baden-Württemberg kommt hier bei uns auch deswegen zum Tragen, weil hier eigentlich genau das entsteht was der Gesetzgeber z.B mit dem KHVVG steht für Krankenhausversorgungsverbesserunggesetz vor hat.

00:07:49: Das heißt wir haben zurzeit noch ungefähr tausend achthundert Krankenhäusern in Deutschland davon gibt es aber etwa ein Drittel Krankenhäuser.

00:07:56: die haben etwas über hundert Betten.

00:07:58: Jetzt komme ich auf einen Punkt zurück, das sage ich gleich nochmal.

00:08:00: Das sind relativ kleine Häuser.

00:08:02: Das glaubt man nicht weil Universitätskliniken haben teilweise über tausend Betten.

00:08:06: Das ist ein richtig große Tanker wie man so schön sagt.

00:08:10: aber das Problem ist folgendes der Arbeitsmarkt hat sich drastisch verändert.

00:08:16: dass wir haben zu wenig Medizinisches, Fachpersonal.

00:08:21: Ärzte, Pflegekräfte, medizinische Fachangestellte, OP-Pfleger, Anästhesisten

00:08:28: etc.,

00:08:28: dass das Personal schrumpft und wir haben nicht genug um die ganzen Betten zu betreiben.

00:08:34: Und die Medizin hat sich geändert.

00:08:36: also es hat sich sehr viel geändert.

00:08:37: Das heißt Menschen werden heutzutage früh hat man gesagt wenn er neue Hüfte bekommen hat bloß nicht bewegen die ersten Tage.

00:08:44: heute kommt direkt am Tag nach der Operation die Physiotherapie Steigen Sie mal aus auf den Bett, irgendwie helfen Ihnen zu gehen.

00:08:51: Weil auch die Operationstechniken anders geworden sind.

00:08:53: also das ist so.

00:08:55: und jetzt komme ich zurück.

00:08:56: wieso?

00:08:56: gerade hier ist das Dreiland-Klinikum so Modellprojekt?

00:08:59: Das heißt, die lauter Bachschere Formen, die sie noch alle kennen war richtig.

00:09:03: Die wird doch jetzt von Frau Wagen vor der neuen Gesetzgebung weiter verfolgt.

00:09:08: dass man sagt große leistungsqualifizierte Einrichtungen zu schaffen wo es die Möglichkeit besteht die auch adäquat mit Personal auszustatten will ein Beispiel nennen.

00:09:19: Also wenn ich persönlich möchte nicht, dass das passiert in einer hypertensive Krise komme also irgendwie eine Herzproblematik habe der Notarzt kommt, der Rettungswagen kommt und will mich dann ins Krankenhaus bringen und es mir noch so geht, dass sich sprechen kann da würde ich fragen wo fahren sie mich denn hin?

00:09:37: Und wenn die sagen ins nächste Krankenhaus und ich weiß das ist ein hundert Bettenhaus keine richtige Notfallmedizin vielleicht vor Ort.

00:09:46: Dann würde ich sagen, fahren Sie bitte eine Station weiter und bringen mich in das größere Krankenhaus weil ich da weiß dass rund um die Uhr, vierundzwanzig Stunden sieben Tage die Woche, dreihundertsechzig Tage das komplette Personal dort ist was gebraucht wird um meinen Notfall zu behandeln.

00:10:03: also das nur als Beispiel.

00:10:05: es gibt leider zu wenig medizinisches Personal in Deutschland um all die Krankenhausbetten letztendlich auch betreiben zu können und auch auszulasten.

00:10:15: Und wir haben folgendes gemacht, ich komme nochmal auf das Thema zurück der Landkreis Lorach hat sich vor vielen Jahren schon entschieden es gab immer die vier Krankenhäuser und hat sich entschieden so sagen Es kann doch nicht sein dass alle alles machen.

00:10:30: Also wir müssen noch gucken, dass wir irgendwie das Thema Kooperation statt Konkurrenz als ein Maßstab fürs Handeln setzen.

00:10:38: Das können nicht alle alles machen und insofern wurde die Geburtshilfe,

00:10:42: d.h.,

00:10:42: das Thema Mutter-Kind-Zentrum, das Thema Gynäkologie beispielsweise auf einen Standort konzentriert.

00:10:49: Das ist das Sankt Elisabethenkrankenhaus seit vielen Jahren.

00:10:52: Die haben sich eigentlich darauf spezialisiert zum Thema Mutter-, Kind-, Familie zu organisieren Und man hat dann beispielsweise chirurgischen Abteilungen aufgeteilt, um zu sagen naja es müssen nicht alle alles können aber im Verbund von vier Krankenhausern kann man's gut machen.

00:11:07: Das war eigentlich der erste wichtige Schritt.

00:11:08: das ist der Lörracher Weg eins, das war eine wichtige Entscheidung.

00:11:12: warum?

00:11:14: Also wenn ich Sie jetzt fragen würde wenn sie ne neue Hüfte bekommen müssen Und Sie würden sich für den Krankenhaus entscheiden, dann würden Sie wahrscheinlich auch fragen ja wie viel Hüften machen die denn pro Jahr?

00:11:25: Machen sie ab und zu mal eine Hüft-Operation oder machen die vielleicht dreihundert pro Jahr wo Sie genau wissen?

00:11:34: anführungsstrichen das Ärzteteam, die Anästhesie, Pflege um OP dass die das fast mit zugebundenen Augen machen.

00:11:41: Das heißt Medizin ist einfach ein Handwerk Das muss man ganz klar sehen.

00:11:46: Und je mehr sie machen, das ist ja auch klar!

00:11:48: Man muss üben und je mehr man etwas tut umso besser geht es von der Hand.

00:11:53: Ein Picasso ist auch nicht auf den ersten Tag entstanden, dass heißt er hat auch Jahrzehnte gebraucht um zu dieser malerischen Kunst und Reife zu kommen und genauso ist eigentlich in der Medizin.

00:12:03: Das heißt deswegen konzentriert man.

00:12:05: Jetzt komme ich nochmal zurück und das hier in Baden-Württemberg.

00:12:08: Das hier natürlich das Modellprojekt, warum?

00:12:11: Weil der Landkreis sich vor Jahren schon entschieden hat zu sagen.

00:12:15: Wenn wir – und wir müssen an den Standorten hier in Lörrach auf der Spitalstraße im St.

00:12:21: Elisabethen, in Rheinfelden, in Schopfheim die alten Strukturen erneuern, dass muss saniert werden, es muss teilneu gebaut werden, das kostet erstens viel Geld aber sie haben innerstädtisch auch nicht dem Platz um daneben zu bauen, d.h.

00:12:36: Und das kenne ich nur zu gut Sie müssen im laufenden Betrieb umbauen, Stationen schließen sich entscheiden ob sie horizontal oder vertikal sanieren.

00:12:46: Jetzt wollen sie alles nur nicht.

00:12:48: eins in der Zeit wo im Bau gebaut wird und umgebaut wird Patient- oder Mitarbeiter sein.

00:12:54: das ist eine Katastrophe Krachdreck.

00:12:57: und dass über viele viele Monate Und die Häuser verlieren natürlich auch an Erlösen In.

00:13:02: derzeit können natürlich viele Patienten gar nicht behandelt werden.

00:13:06: Das war ein Platzproblem und auch ein Investitions- und Finanzierungsproblem.

00:13:11: Und die Häuser wären trotzdem alt geblieben, man hätte Teilbereiche sanieren können.

00:13:15: also deswegen hat man die kluge und weise Entschadung getroffen zu sagen wir bauen einen Zentralklinikum und suchen dafür einen Platz wo wir sagen können da entsteht alles komplett neu auf der grünen Wiese nach den modernsten Gegebenheiten.

00:13:28: und das ist hier.

00:13:29: und deswegen ist es auch ein Modellprojekt weil es eigentlich Vor Jahren schon die Weichen dafür gestellt hat, was die Gesundheitspolitik eigentlich jetzt mit der lauter Baschenreform jetzt erst will.

00:13:40: Sofern kann ich sagen, der Landkreis hat alles richtig gemacht.

00:13:43: Das hätte auch meine Frage bedeutet.

00:13:45: das heißt sie haben eine lörrere Weg schon angesprochen.

00:13:48: im Prinzip hat auch dieser ja bundeswald Beachtung dadurch gefunden.

00:13:51: das Projekt hier so ehrlich müssen wir sein entsteht nicht erst in zwei jahren oder so sondern es war ne längere Planung Es war sicherlich auch eine Idee dahinter.

00:13:59: okay wie muss es dann aussehen wenn wir dieses projekt beendet haben.

00:14:03: Also man fängt ja ziemlich früh an, vermutlich schon zu überlegen wie sieht die Medizin der Zukunft aus?

00:14:09: Der Lörracher Weg war es aus Ihrer Sicht dann eher eine Vision damals?

00:14:12: oder war dort schon auch klar das ist eine Notwendigkeit dass das hier entsteht.

00:14:16: Beides, also ich würde es gar nicht so trennen.

00:14:18: Die Notwendigkeit war da, weil man musste erneuern.

00:14:21: Man musste das heißt die alten Infrastrukturen der vier Standorte auf den neuesten Stand bringen.

00:14:27: Das heißt müssen Sie viel Geld in die Hand nehmen.

00:14:29: letztendlich wäre sogar teurer geworden wenn man die einzelnen Standorte saniert hätte und Es wäre ja das Problem gewesen dass sie vier kleinere Standorte haben wo sie und jetzt kommt das bei dem knappen Ich sage mal jetzt medizinischem Personal, die Vorhaltung haben müssen.

00:14:45: Sie müssen an vier Standorten,

00:14:47: d.h.,

00:14:47: die Vierundzwanzig, sieben Tage im Jahr diese Personalvorhalten.

00:14:55: D.h.

00:14:55: die Konzentration an einen Standort das zu konsolidieren ist natürlich auch immer besser weil dann können sich einfach diese Personalausstattung besser organisieren.

00:15:05: Und das war ein ganz wesentlicher Punkt.

00:15:07: und eins noch zum Lörracher Weg, was Sie angesprochen haben.

00:15:11: Das ist natürlich damals sicherlich auch eine visionäre Entscheidung gewesen weil man einfach gesagt hat wir können so nicht weitermachen dass es die Standorte müssen neu wachsen sie müssen an den neuen medizinischen Möglichkeiten angepasst werden wir müssen viel Geld in die Hand nehmen.

00:15:28: Und dann hat man halt gesagt, das war nicht leicht.

00:15:30: Das hat lange gebraucht.

00:15:32: Das können Sie sich vorstellen, dass das die politischen Gremien mitzunehmen.

00:15:36: Weil jeder Standort, jeder Bürgermeister in dem Ort wo vielleicht das Krankenhaus weggeht wird natürlich dafür kämpfen zu sagen also wenn ein neues Klinikum als Zentralklinikum gebaut werden bitte schön bei mir und sicherlich das war lange vor meiner Zeit haben dort natürlich die Gemeinden dafür natürlich auch gekämpft, dass es an einem richtigen Standort entsteht.

00:15:59: Vielleicht gehen wir noch einmal ganz kurz auf das Thema Krankenhausreform ein.

00:16:02: Haben Sie ja schon angesprochen?

00:16:04: Ich glaube, viele von uns denken bei diesem Begriff zuerst es wird was geschlossen.

00:16:07: Es wird eingesparten und Sie haben es ja schon erklärt.

00:16:10: Es ist eher weniger an der Stelle.

00:16:12: Sie haben sich entschieden, wir gehen bewussten anderen Weg hier mit dem Dreiland-Klinikum.

00:16:16: Was würden sie sagen?

00:16:17: Was hat sich in den letzten zwanzig Jahren jetzt auch aus Ihrer Beobachtung verändert

00:16:21: bzw.,

00:16:22: was nehmen Sie wahr?

00:16:23: Warum braucht es eben diese neuen Struktur nicht denke ich?

00:16:25: am Ende soll dann diese Bündelung eher zur Verbesserung führen wie Sie das ja auch schon beschrieben haben absolut das ist ja immer so.

00:16:32: also in dem betriebswirtschaftlichen jargon sprich man von skalen effekten dass man natürlich sagt wenn man leistungen konzentriert haben sie auch jetzt sehr betriebshaft, wie gesagt die Faktorvorhalte kosten nicht letztendlich verteilt sondern konzentriert.

00:16:48: Das was ich vorhin schon sagte das heißt dass bei geringer Anzahl von medizinischen Personal und es ist ja eine Dienstleistung.

00:16:55: Krankenhaus heisst von Mensch zu Mensch Behandlung.

00:16:58: Das heißt sie brauchen das Personal um die Patienten behandeln zu können.

00:17:02: Und wenn Sie das was Sie nun mal haben auf vier Standorte aufteilen oder auf einen können Sie bei dem einen Standort immer sicher sein, dass sie ausreichend Personal haben.

00:17:12: Und wenn wir jetzt auch konzentrieren auf einen das ist nicht, dass der Eindruck entsteht naja dann kann man ja auch Personal entlassen?

00:17:18: Nein überhaupt nicht!

00:17:19: Wir entlassen kein Personal.

00:17:21: Das heißt wir konzentrieren nur, dass das Personal an einem Standort auch dementsprechend zur Verfügung steht.

00:17:27: Danke, dass Sie es schon angesprochen haben.

00:17:28: Denn das führt mich zur Frage mit dem Thema Ambulantisierung.

00:17:34: Es geht natürlich darum, Behandlungen auch dort zu verbinden wo sie medizinisch sinnvoll sind.

00:17:38: Das haben Sie ja schon beschrieben, dass man eben die ambulante oder teilstationäre Stationärangebote besser miteinander verzahnen sozusagen.

00:17:45: Nehmen Sie uns mal doch noch einmal mit in diesen Ansatz hier konkret auf dem Campus vielleicht für alle, auch die jetzt bei uns zu Gast sind.

00:17:52: wie sieht dann sowas konkret aus?

00:17:53: Also wie verändern sich vielleicht auch Abläufe und Strukturen?

00:17:57: Das, was hier entsteht ist insofern auch modellhaft.

00:18:01: Weil wir sagen Wir wollen auf dem Campus des Dreiland-Klinikums gesundheitssektorübergreifende Leistungen zusammenfassen an einem Platz.

00:18:11: Man sagt dazu am Point of Care die Menschen, wenn sie hierher kommen natürlich direkt auch ambulant, teilstationär, stationär versorgt werden können.

00:18:22: Ich mache ein Beispiel was.

00:18:24: ich komme auf das Thema Ambulantisierung gleich zurück.

00:18:27: Was uns vorschwebt dieses Krankenhaus hier wird mit sixhundert siebensebzig Krankenhausbetten gebaut.

00:18:33: vielleicht nur einen Hinweis Das heißt wir schrumpfen.

00:18:36: auch jetzt sagt man Wir kommen von vier Krankenhäusern.

00:18:39: im Krankenhaus Landesplan sind wir mit acht hundert sechzig Krankenhausbetten eingetragen, über die vier Standorte.

00:18:47: Die wir nicht alle betreiben.

00:18:48: jetzt aber wenn wir dieses Gebäude hier bauen dann gehen wir runter auf sechshundert wie ich eben gesagt habe sieben-sebzig Betten.

00:18:54: das ist schon eine Konzentrationsbewegung die ja die Politik auch vorsieht.

00:18:58: Wir brauchen auch nicht über siebenhundert Betten weil die Ambulantisierung so stark in den Jahren zugenommen hat.

00:19:06: Und nochmal, es gibt viele Behandlungen die sind vor vielen Jahren mussten stationär gemacht werden.

00:19:10: Das ist jetzt nicht mehr der Fall und die Fallpauschalen haben auch dazu geführt dass der wirtschaftliche Druck war das man gesagt hat, dass das Patienten müssen früher entlassen werden oder manche Patienten brauchen gar nicht mehr im Krankenhaus stationär behandelt werden.

00:19:24: da sind die Krankenkassen natürlich auch die drücken weil sie sagen Beitragszahlung muss stabilisiert werden.

00:19:31: Sie wissen das, die Kassen sind doch bei den Kassen leer so muss man sagen und die haben natürlich auch über die Jahre sehr viel Druck ausgeübt zu sagen, muss das wirklich noch stationär gemacht werden?

00:19:39: Kann es nicht ambulant gemacht werden?

00:19:41: kann der Patient nicht an einem Tag hier herkommen behandelt werden Taves auch operiert werden und am selben Tag wieder entlassen werden?

00:19:47: ja dass geht weil die Medizin sich deutlich verbessert hat.

00:19:51: das heißt und die Ergebnisse Outcomes sagt man dazu durch die Ambulantisierung jetzt nicht primär schlechter geworden sind.

00:19:57: Das muss man ganz klar sehen, aber ein Punkt noch und was uns wichtig ist.

00:20:00: Warum eine Konzentration an einem Standort?

00:20:03: Dass das hier entsteht neben dem Klinikum auch ein Ärztehaus.

00:20:05: Es ist jetzt nur nicht da.

00:20:07: Da komme ich gleich noch darauf zu sprechen.

00:20:08: Wir wollen einen Boarding-Haus hier eröffnen weil der Arbeitsmarkt so schwierig ist und weil es wirklich ein extremer Kampf um Arbeit zum gute qualifizierte Arbeitskräfte ist Und gerade hier an der Grenze zum Hochlohnland der Schweiz.

00:20:23: Das arbeiten ganz viele Ärztinnen und Ärzten in der Schweiz immer noch besser bezahlt wird.

00:20:29: Aber weil das eben so ist, sagen wir natürlich auch dass wenn Mitarbeiter zu uns kommen um die Arbeit als Arbeitgeber attraktiv zu sein schaffen wir hier Apartments d.h.

00:20:38: Mitarbeiter die gerade in der Anfangsphase sind im onboarding Prozess wie man heutzutage sagt können wir dann dementsprechende Wohnungen anbieten.

00:20:46: Das tun wir heute schon.

00:20:47: Wir haben etwa vierzig Wohnungen, Apartments im Portfolio.

00:20:51: Die werden natürlich auch fremd anmieten und dann an die Mitarbeiter vergeben.

00:20:54: aber hier können wir es natürlich konzentriert am Arbeitsplatz schaffen.

00:20:58: Die Kindertagesstätte soll hier entstehen.

00:21:00: Auch das ganz wichtig dass es die Arbeitszeiten, die Medizin wird weiblich.

00:21:07: in den letzten Jahren hat sich sehr stark gedreht.

00:21:09: Wir haben mittlerweile fast mehr Ärztinnen als Ärzte.

00:21:13: Biologisch können wir es nicht verändern, die Kinder kriegen die Frauen.

00:21:16: Also müssen wir natürlich auch was anbieten, dass wir sagen das ist die Ärztinnen, dass sie aber gleichzeitig auch Familie haben wollen, haben die Möglichkeit hier auf dem Campus, dass das die Kinder morgens in eine Kindertagesstätte abzugeben so dass sie dann noch weiterarbeiten können.

00:21:30: also das ist auch ein Beispiel.

00:21:32: jetzt komme ich zur Ambulantisierung nochmal zurück.

00:21:35: Was das am Betrieb?

00:21:35: Hier entsteht ein Ärztehaus

00:21:37: d.h.,

00:21:37: dass wir natürlich mit niedergelassenen Ärzten die großes Interesse zeigen und in den nächsten Jahren sich in ihren Praxen vielleicht noch verändern wollen, dass die sagen, warum der nicht gleich dort zu dort also direkt unmittelbar am Klinikum.

00:21:51: Weil da kann man schon Synergien schöpfen es muss nicht überall alles gemacht werden.

00:21:56: Wir sind ein hochtechnologisches Haus, nicht alle.

00:21:58: letztendlich Untersuchungen müssen sowohl im Krankenhaus als auch bei den niedergelassenen Ärzten gemacht werden.

00:22:04: Und deswegen gibt es dort kurze Wege, kurze Abstimmungen so dass das eben vermieden werden kann und man einfach besser zusammenarbeitet näher zusammenrückt, einfach besser miteinander kommunizieren kann.

00:22:16: Ein Thema was uns auch sehr bewegt ist sektorenübergreifend auch insofern Beispielsweise haben wir das Problem in Krankenhäusern, dass wir manchmal Patienten nicht rechtzeitig entlasten können.

00:22:30: Oft ist es bei hochbetagten älteren Patienten der Fall die zu Hause nicht in Pflegeheimen aber keine adäquate Versorgungssituation haben.

00:22:39: Es gibt halt nicht mehr sehr viel pflegende Familien und nicht alles kann das System steuern.

00:22:44: Deswegen wäre es für uns auch wichtig, dass wir sagen Wir haben auch zu wenig Kurzzeitpflegeplätze hier in der Region Und wir versuchen Hier im Klinikum Das ist ein Teilbereich Im Klinikum als Kurzerpflegestation auszustatten So dass wir Sagen können Der Patient muss sich keine Sorgen machen Auch die Angehörigen.

00:23:01: Dass das Patient irgendwo wird hier Akutsomatisch behandelt und wird innerhalb des Hauses In die Kurzzeit Pflege gebracht Aus der Krankenhausbehandlung raus ist aber noch in den Räumen des Krankenhauses.

00:23:13: Das wird natürlich auch anders bezahlt, viel weniger als im Krankenhaus.

00:23:16: Aber kann ja letztendlich ein Stück weit untergebracht bleiben.

00:23:20: So haben wir jetzt beispielsweise schon eine Übergangspflege organisiert, dass die Patienten hier verbleiben können.

00:23:28: Also das sind Beispiele, die sehr wichtig sind!

00:23:30: Ich denke, Sie haben es ja schon angesprochen im Endeffekt.

00:23:33: Wir haben jetzt oft das Wort Krankenhaus gehört aber der Gesundheitskampus ist noch viel mehr als letztendlich ein Krankenhaus.

00:23:40: Stimmt!

00:23:40: Der Gesundheitskampf ist deutlich mehr als ein Kranken Haus.

00:23:44: Wie muss man sich dieses Gesamtsystem vorstellen?

00:23:48: Naja ich sage das immer so Ein Krankenhaus ist eigentlich eine Reparaturbetrieb.

00:23:54: Das hört sich jetzt so technisch an Aber der Mensch wird krank kommt ins Krankenhaus und wird dann wieder entlassen.

00:24:00: Aber jetzt muss man sich die Frage stellen, was können wir eigentlich tun und das Gesundheitsthemen genauso damit wir selber vielleicht Krankheit verhindern können.

00:24:11: Das sind für Automatsch bei dem Begriff der Prävention.

00:24:14: Was kann man machen wenn der Mensch aus dem Krankenhaus rauskommt?

00:24:18: Und also bleiben wir bei der Hüfte Eine Hüft-Operation, die da ist.

00:24:22: Was passiert danach?

00:24:23: Er muss aus dem Krankenhaus relativ früh raus weil es einfach auch nicht finanziert wird.

00:24:27: Da gibt's eine oberen und regrenzverwaltdauer.

00:24:30: wenn sie das überschreiten dann kommen die Krankenkassen und streichen uns wieder Gelder.

00:24:34: Es ist wirklich sehr sehr kompliziert aber der muss die Rehabilitation einsetzen.

00:24:39: Das heißt dann gibts entweder eine ambulante oder eine stationäre Rehibilitation.

00:24:43: In einigen Bereichen gibt es hier weit und breit keine stationären Rehabilitationseinrichtungen, nicht für alle Indikationen.

00:24:50: Deswegen ist unser Ansatz zu sagen es ist heute noch nicht da aber daran weiterzuarbeiten dass wir versuchen eine nahtlose Versorgungskette sich hierzustellen das wir präventive Leistungen anbieten beispielsweise auch über die Therapie.

00:25:03: das Therapiezentrum soll auch erweitert werden.

00:25:06: Kursangebote die da sind dass Menschen hierher kommen können sich über Gesundheit informieren lassen also auch Vorträge die wir ja heutig schon machen Aber die würden wir natürlich bündeln.

00:25:16: Und genauso ist es natürlich mit der akut stationären Nachsorge, dass wir sagen Wir sind so gut vernetzt und können auch versuchen hier am Standort noch beispielsweise nachgelagerte Anschluss-Heilbehandlungsleistungen hier etablieren.

00:25:29: Dann würde ich gerne den Ball aufgreifen und zwar entstehen ja auch sogenannte interdisziplinäre Zentren zum Beispiel zum Thema Herz Bewegung Altersmedizin.

00:25:38: Was verändert sich konkret aus ihrer Sicht da in der Behandlung durch diese Zentren?

00:25:42: Zum einen Ich will das einem Beispiel festmachen, bevor Rheinfelden geschlossen wurde.

00:25:48: Aber jetzt auch noch an drei Standorten ist es so gewesen dass wir alles was im operativen bei den schneidenden Fächern wie man sagt in Bewegungsapparat stattfindet.

00:25:59: Da gibt's die Unfallchirurgie, d.h.

00:26:01: wenn wirklich etwas passiert und ein Unfall passiert man fällt vom Fahrrad oder sind auch manchmal schlimmere Dinge da dann muss man operiert werden und sozusagen geflickt werden.

00:26:09: Das ist die Unfallchirurgie, die ist dafür da.

00:26:11: Gleichzeitig gibt es bei degenerativen Erkrankungen, denken Sie an Arthrose.

00:26:16: Dafür ist die Orthopädie da ob das die Ellbogengelenk ist, das Handgelenk isst Schulter, Knie oder die Hüfte.

00:26:23: Das macht die Orthopedie.

00:26:24: also wenn Veränderungen da sind Dann haben wir noch eine hand- und plastische Chirurgies.

00:26:29: Wir haben ne Wirbelsäulenchirurgie Und diese chirurgischen Abteilung waren früher auf verschiedene Standorte aufgeteilt.

00:26:35: Das heißt, wenn Sie sich gut verstanden haben die Ärzte schon mal ausgetauscht vielleicht auch am Stammtisch.

00:26:43: Aber eine durchgehende, sage ich mal abgestimmte Medizin hat so eher zufällig stattgefunden will da jetzt nicht zu weit gehen aber dass das der eine vielleicht in Schopfheim hat anders gedacht als in Reinfelden.

00:26:58: Die haben vielleicht auch unterschiedliche Behandlungsansätze gehabt.

00:27:01: Und was wird jetzt anders?

00:27:02: Jetzt sagen wir, es ist eine historische Chance!

00:27:04: Wir schaffen einen zentralen Standort.

00:27:06: also sagen wir aus diesen vier Disziplinen die ich erwähnt habe, die all dem Bewegungsapparat betreffen machen wir ein Zentrum für Bewegungsmedizin der schneidenden Fächer.

00:27:18: einer von den vier Chefärzten die verantwortlich sind bekommen dann für vier Jahre das wechselt durch die Leitung des Zentrums.

00:27:27: Wir haben eine Geschäftsordnung dort festgeschrieben, wo die Strukturen und Prozesse, wie man die OP's plant.

00:27:34: Wie die Betten belegt werden, dass das miteinander abgestimmt wird.

00:27:37: Die reden jetzt plötzlich miteinander und stimmen sich ab.

00:27:40: also es war früher so, dass viele Chefärzte gesagt haben der OP ist meiner da geht kein anderer rein dann mache ich meine Hüfte und sonst bitte kein Anderer.

00:27:51: Der OP ist das teuerste, was Sie sich vorstellen können.

00:27:54: Sie dürfen keinen Leerstand im OP haben wenn sie es haben.

00:27:57: deswegen sind die Schnitt- und Nahtzeiten ich schneide, ich operiere und nähe wieder zu eine wichtige Kennzahl.

00:28:05: und die Wechselzeiten also das heißt die Nahtschnittzeit Was passiert in einem OP ist gelaufen da muss gereinigt werden für den nächsten fertig gemacht werden.

00:28:15: Wenn das nicht rechtzeitig passiert und wir müssen da auch schnell und gut sein, dann können sie beispielsweise nicht drei Hüften pro Tag machen sondern vielleicht nur eine.

00:28:26: Und jetzt komme ich zurück.

00:28:27: und früher war es so dass dann vielleicht einige Chefärzte gesagt haben nee das geht nicht irgendwo.

00:28:31: der OP ist für mich reserviert ob der jetzt leer steht oder nicht.

00:28:34: wenn ich komm' dann hat er frei zu sein.

00:28:36: Das ist letztendlich Schnee von gestern, das funktioniert heute nicht mehr.

00:28:40: Man hat es ein bisschen in Silos gedacht oder gesagt die Betten dort auf der Station, die sind nur für mich egal ob sie frei sind oder nicht... Das gibt's jetzt nicht mehr!

00:28:48: Das kann man sich auch nicht leisten.

00:28:50: wir haben die Bette reduziert, dass heißt die müssen sehr sich miteinander abstimmen und dafür ist so ein Zentrum da.

00:28:56: Jetzt haben wir das nur aus der Brille des Krankenhauses betrachtet heiß aber natürlich auch für die Patienten Riesenvorteile weil die Patienten wissen Da sind vier Chefärzte für hohe Korrifelen, die stimmen sich untereinander ab.

00:29:09: Die arbeiten vielleicht auch miteinander zusammen.

00:29:11: Bei manchen Operationen brauchen sie den plastischen Chirurgen.

00:29:14: Die sind alle unter einem Dach im Haus und müssen nicht zwischen den Standorten hin- und herfahren.

00:29:19: viele Vorteile, nicht nur für die Klinik um effizienter zu werden sondern natürlich auch in der Qualitätssicherung für die Patienten.

00:29:26: Werfen wir doch mal einen Blick auf das Thema Zusammenarbeit und Netzwerk.

00:29:31: Sie setzen stark auf Vernetzung, wie funktioniert die Zusammenarbeit über Fachgrenzen hinweg in der Praxis?

00:29:38: Und wie wichtig ist diese Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Freiburg für dieses Projekt?

00:29:44: Die Medizin heutzutage ist interdisziplinär, interprofessionell.

00:29:49: Das ist so.

00:29:49: Dies ist hoch spezialisiert.

00:29:51: mittlerweile Also vor fünfzig, sechszig Jahren hat es den Allgemeinschirurgen gegeben.

00:29:56: Da hat man nicht zwischen Gefäschirurgie, Urologie, Gynäkologie oder sonst was unterschieden, dass das diese Fachspezialisierung sind mit der Modernisierung der Medizin gekommen weil die Verfahren viel besser und einfacher geworden sind.

00:30:10: aber dadurch sind viele Mediziner natürlich in bestimmten Nischen unterwegs.

00:30:14: Aber grundsätzlich ist die Medizin immer interdisziplinär, interprofessionell.

00:30:18: Das geht gar nicht anders.

00:30:19: Der Vorteil auch – das hatte ich vorher schon mal gesagt – jetzt, wo wir alles an einem Standort konzentrieren, findet der Austausch unter den medizinischen Fachabteilungen natürlich an einem Ort viel häufiger statt.

00:30:31: D.h.,

00:30:31: wir haben interdiszipinäre Stationen.

00:30:34: Also wenn Sie an manche Stationen denken, d.h.

00:30:36: es ist für die Pflege Schon etwas belastender, aber sie brauchen dort die Kompetenz.

00:30:42: Das heißt das eine Station interdisziplinär belegt ist.

00:30:46: Da sind dann auch Patienten beispielsweise aus unterschiedlichen Fachbereichen Unfallchirurgie, Orthopädie, Wirbelsäulen-Chirurgien.

00:30:54: Und dadurch ist allein schon gegeben dass die Berufsgruppen untereinander und auch die Spezialisierungen in der Medizin natürlich tagtäglich im Austausch sind.

00:31:03: Das Gleiche ist mit den niedergelassenen Ärzten, wenn wir hier auf dem Campus natürlich ein Ärzterhaus haben auch mit Fachärzten.

00:31:08: Ist natürlich dort auch ein enger Austausch.

00:31:10: die gehen auch in die Kantine.

00:31:11: Die treffen sich auch zu irgendwelchen Fachmeetings- zu Fallgruppenbesprechungen.

00:31:16: In der Onkologie ist das ganz wichtig.

00:31:18: Da gibt es ja schon die sogenannten onkologischen.

00:31:21: also was Krebszentren anbetrifft dass das die Spezialübergreifenden irgendwo Abstimmungen da sind.

00:31:28: Die Medizin ist hochspezialisiert, aber trotzdem interdisziplinär.

00:31:31: es geht gar nicht anders.

00:31:32: Jetzt haben wir ja schon die Zusammenarbeit auch noch die Relevanz zum Beispiel Klinikum Freiburg angesprochen.

00:31:37: jetzt entsteht natürlich hier in Lörrach ein wahnsinnig großes Projekt.

00:31:41: wie sehen Sie das?

00:31:42: Herr LaWendel ist das Modell auch für andere Regionen in Deutschland aus Ihrer Sicht?

00:31:46: sie nicken schon einen ja wie soll man sagen eine Idee die weitergedacht werden kann oder wie sehen sie das jetzt über Lörrer hinaus Absolut.

00:31:54: Ja, ich sage mal so wir sind erstens Akademisches Lehrkrankenhaus der Uni Klinik in Freiburg.

00:31:59: einige unserer Chefärzte haben ja auch eine Professur die nehmen genauso an der Lehre bei der Weiterbildung von jungem ärztlichen Personal und der Uniklinik Teil wie das dort auch Professoren machen.

00:32:15: also wir sind ein Stück was schon ganz ganz nah zusammen.

00:32:18: und zunächst einmal ist die Unikklinik Freiburger von uns ja kein Wettbewerber oder Feind im eigentlichen Versorgungssinn.

00:32:25: Und ja, also auch der neue Gesetzgeber geht dahin und sagt natürlich auch und so verstehen wir unsere Rolle.

00:32:31: und das Uniklinik Freiburg versteht sie so dass wir sagen Wir sind der Versorger der Grund- und Regelversorgende mit einigen Spezialisierungen hier im Landkreis Lörrhoch und in angrenzten Regionen.

00:32:43: Die Universitätsklinik in Freiburg ist eigentlich für einen sehr großen, überregionalen Raum zuständig.

00:32:50: Aber insbesondere auch für Spezialitäten die nicht überall vorgehalten werden zum Beispiel die Herzschirurgie, die Neuroschirurgien das sind klassische Fächer hochspezialisiert, die in Universitäten Kliniken angesiedelt sind.

00:33:03: Die werden wir auch nicht machen.

00:33:05: aber die Grund- und Regelversorgung und Spezialversorgungen beispielsweise Kindermedizin Da sage ich gleich noch was zu, da sind wir schon also auch überregional hier tätig.

00:33:15: Das heißt, dass wir kooperieren mit dem Uniklinikum in Freiburg.

00:33:19: Unser Auftrag ist und unser Ziel natürlich das die Patienten, die nicht in hoch spezialisierte Hightech-Medizinbereiche in die Unikklinik müssen wie Neurochirurgie oder Herzchirurgy Die werden also hier auch vor Ort behandelt.

00:33:33: Deswegen berüsten wir natürlich auch medizintechnisch auf, dass wir eben mit unserem Katheterlabor und bei dem Herz interventionellen kardiologischen Eingriffen, das Linkshärtskatheteruntersuchungen, Applation beispielsweise, dass die Möglichkeiten schaffen, dass diese Patienten nicht mehr verschickt werden nach Freiburg sondern eben auch bei uns hier behandelt werden können Was wir auch dann wieder in Ansatz unterstützt, den wir vorhin angesprochen haben zu sagen ich muss nicht mehr alles alles können sondern es gibt halt tatsächlich je Standort.

00:34:04: Dann auch Spezialisierung.

00:34:05: Es gibt Spezialisierungen wobei so ein Grund- und Regelversorger wie wir es sind wird bis auf hochspezialisierte Bereiche erst mal alles vorhalten, was für die Bevölkerung hier in der Region, für die Grund- und auch Regelversorgung.

00:34:19: Wir haben klaren Versorgungsauftrag auch notwendig ist.

00:34:21: In der Pediatrie, das ist also in der Kindermedizin sind wir – und auch in der Geburtshilfe – dass auch Landkreisübergreifend tätig.

00:34:29: Also wir haben zweitausend Geburten pro Jahr!

00:34:34: Man sagt so in einem Klinikmanagement, so ab fünfhundert Geburten wenn es darunter kommt wird sogar schwierig weil sie unheimlich viel Vorhalte kosten haben.

00:34:42: Es ist halt nicht planbar wann das Kind kommt.

00:34:44: dass Sie müssen natürlich die ganzen Strukturen Personal alles bereithalten.

00:34:48: aber wir haben zweieinhalb geburten.

00:34:49: das heißt dass die Kinder kommen nicht alle nur aus dem Landkreis Lörrach sondern Das geht auch in die benachbarten Landkreisereien.

00:34:55: und genauso ist es mit der Frühchenversorgung, die Neonatologie.

00:34:59: Also mit den ganz kleinen, wir sind Versorger Level eins in der Neonatalogie, die höchste Versorgungsstufe.

00:35:05: Das heißt bei den Frühchen teilweise also tausend zweihundertfünfzig Gramm muss man sich vorstellen.

00:35:11: kleine Kinder werden hier natürlich auch versorgt.

00:35:14: das geht weit über unsere Landkreiskränzen hinaus.

00:35:16: Das ist eine Spezialversorgungen genau wie die Kinderschirurgie was im St.

00:35:23: Elisabethen Krankenhaus, im Eli konzentriert ist und hier natürlich jetzt hier rüber wandert.

00:35:27: aber ansonsten sind wir was alle anderen Disziplinen anbetrifft Grund- und Regelversorgung.

00:35:32: Vielleicht werfen wir mal zusammen noch ein Blick, weil es ist ja auch Zukunftsthema.

00:35:35: Ja sie sind sehr moderner Standort hier und zwar möchte ich mit ihm einmal in den Bereich der Digitalisierung reinschauen.

00:35:41: jetzt denkt vielleicht der oder andere oder die eine oder andere das hat rein technisch wahrscheinlich nur Hintergründe.

00:35:48: Vielleicht nehmen Sie uns her, wenn man mit welche Rolle spielt denn tatsächlich die Digitalisierung gerade wenn's eben auch um die Versorgung von Patientinnen und Patienten geht wenn wir es ganz konkret jetzt mal machen wollen, was wird eben für mich dann als Patient hier durch auch Thema Digitalisierung Modernität besser?

00:36:05: Also ja das ist ein sehr breites Thema.

00:36:09: Ich sage mal so schon seit einigen Jahren mit zunehmendem Maße gibt es keine Medizintechnik mehr ohne Informationstechnologie.

00:36:17: früher war's so dass waren physikalische Geräte Heute sprechen die Geräte.

00:36:23: Alle Informationen, die dort sind werden natürlich dokumentiert gespeichert.

00:36:28: Die sind vernetzt wiederum mit anderen Systemen.

00:36:30: Ein Patientendatenmanagementsystem auf der Intensivstation was letzt für die Vitalparameter da ist – mit Monitoren.

00:36:38: Das ist nicht mehr so wie früher.

00:36:40: das heißt die Medizintechnik war früher analog heutzutage ist sie hoch digital.

00:36:45: dass es alles miteinander vernetzt ist dafür da, um mehr Patientensicherheit zu generieren.

00:36:52: Also das muss man sehen und das schreitet einem rasanten Tempo vorwärts.

00:36:56: Ein Stichwort vielleicht auch KI.

00:36:59: viele Menschen sagen mein Gott was für ein Quatsch?

00:37:01: Nee das is kein quatsch.

00:37:02: also man muss natürlich aufpassen dass es Goldgräberstimmung im Moment.

00:37:06: überall gibt's KI und da gibts viele Firmen die natürlich sagen wir sind aber auch mit dabei.

00:37:11: Aber ich will nur einen Beispiel nennen in der Radiologie ist heute ja auch bei uns schon so Das heißt da geht es manchmal um Leben oder Tod.

00:37:19: Das heißt, die Radiologinnen und Radiologen haben lange Arbeitszeiten.

00:37:24: Jetzt stellen Sie vor, sie sitzen den ganzen Tag vor einem Bildschirm und müssen diagnostizieren.

00:37:29: Da gibt es Kopf-MRTs oder im Körper... Und nach zehn Stunden kann das schon mal sein dass ein Auge übermüdet ist.

00:37:37: So was passiert?

00:37:37: Im Hintergrund läuft die KI!

00:37:40: Die ist ja gefüttert mit Millionen von Diagnostiken.

00:37:44: Ist ja eigentlich dumm.

00:37:45: Aber die KI hat natürlich Millionen von Informationen.

00:37:48: Wenn dieses Bild, wenn es noch so klein auftaucht dann muss eine Bahnfunktion, wir sagen dazu Alert-Funktionen da sein.

00:37:56: nochmal das Beispiel stellen sich vor sie sind Radiologe haben am MRT diagnostiziert.

00:38:01: nach zehn oder zwölf Stunden macht's plötzlich plopp und das Gerät sagt Achtung guckt auf Ich lasse bitte noch mal an.

00:38:08: Da gibt es eine Stelle, die ich gefunden habe, die ist vielleicht doch etwas auffällig.

00:38:12: Die ersetzt den Arzt nicht oder die Ärztin aber sie isst ne Warnfunktion und sie wird ja von Mal zu Mal intelligenter.

00:38:20: Das heißt alle Informationen aus sämtlichen Diagnostiken der Bildgebung fließen in diese künstliche Intelligenz rein und das ist wie eine Ampelfunktion, die hochkommt, die einfach als Hintergrund wie so ein Netz was beim Drahtseilakt da ist, was den auffängt.

00:38:36: Natürlich dem Arzt nochmal einen Hinweis geben kann Achtung bitte noch mal gucken.

00:38:40: Es gibt viele andere Beispiele aber ich finde das in der Radiologie Das heißt dass es die Mitbefundungen.

00:38:45: Die diagnostische digitale Mitbefindung ist natürlich etwas so sagt man das rettet Leben.

00:38:51: Insofern is KI Digitalisierung nicht mehr wegzudenken.

00:38:55: und es gibt viele Andere Beispiele auch der Patient.

00:38:58: Das ist durch den Gesetzgeber, durch das Krankenhaus-Zukunftsgesetz gefördert worden.

00:39:03: Da gibt es einen Fördertatbestand zwei an dem wir auch teilnehmen.

00:39:06: Das ist das Patientenportal.

00:39:09: Das hört sich jetzt etwas sonderbar an aber alle Menschen oder viele Menschen und seit Corona haben auch das.

00:39:17: Auch in älteren Generationen meine Mutter ist eine neunzigund hat sowas auch Und ich bin erstaunt wie die damit umgehen kann.

00:39:24: also was heißt?

00:39:25: dass der Patient kann sich, wenn er möchte mit diesem Gerät über eine zwei Faktor-Authentifizierung mit dem Krankenhaus vernetzen.

00:39:33: Das heißt heute auch bei uns schon ist möglich der Patient kann von zu Hause ohne dass er hier ist Fragebogen ausfüllen Behandlungsverträge unterschreiben Sie kennen das alles immer was geliefert wurde ob das Amazon oder sonst was es kann mit dem Finger auf so einem digitale Unterschrift machen.

00:39:50: das heißt der Patient Krankenhaus schicken, wird was gefragt ohne dass er hier war und kann Termine von zu Hause aus machen.

00:40:00: Das heißt der Patient kann in Zukunft, können Sie eine Eingangshalle auch sehen?

00:40:04: Das ist an der Theke aufgebaut zum großer Bildschirm wo er mit dem Finger so ein Touchpoint drüber gehen kann.

00:40:10: Der Patient kann heutzutage von Zuhause aus das heißt ins Krankenhaus fahren weil er einen Termin hat.

00:40:15: jetzt kommt der Patient hier an muss nicht mehr so ne Strip beziehen und bei der Patientenaufnahme warten.

00:40:22: Ich sage mal, die administrativen Verwaltungsaufgaben schon alle digital vorgelaufen sind.

00:40:27: Er muss da nicht unbedingt hin sondern kann direkt zu dem Bildschirm gehen, scant den QR-Code ein und dann erscheint auf seinem Handy, auf seinem Mobilgerät einen blauer Punkt.

00:40:37: das ist er und wird angezeigt woher hingehen kann und kann sich dahin begleiten lassen also solche Sachen beispielsweise oder bestimmte Operationen das heißt Aufklärung und Information.

00:40:48: nur mal angenommen Der niedergelassene Arzt, der Hausarzt schickt sie.

00:40:52: Weil dort ein Herzproblematik scheint zum Kardiologen und der Kardiologe sagt bei ihnen muss eine Herzkatheter-Untersuchung gemacht werden müssen gucken ob die Herzkranz gewesen wirklich auch alle frei sind.

00:41:02: Dann machen wir noch einen Termin mit dem Krankenhaus aus hier in dem Herz-Katheter Labor Und dann sagt der Patient, ja was ist denn das?

00:41:10: Dann können sie mittlerweile auf zu einem Gerät das Aufrufen wo genau diese Eingriff erklärt wird.

00:41:15: Was gemacht wird dass es mittlerweile gibt es in Möglichkeiten, dass der Patient auch das wiederum unterschreibt.

00:41:21: Ja ich habe's gelesen Ich bin mir hinsichtlich der Risiken und der Möglichkeit bewusst und kann sich aber auch über ein Videofilm das erklären lassen.

00:41:29: Das kann natürlich im Krankenhaus auch nochmal durch den Arzt machen, aber es gibt viele, viele Punkte wo die Digitalisierung wirklich sehr sinnvoll ist und auch Zeit spart.

00:41:41: Und es gibt viel Vorgänge in dem Krankenhaus, die heutzutage noch händisch gemacht werden müssen, wo doch die Zeit viel besser aufgehoben wäre.

00:41:49: wenn das eine Maschine macht stumfe nicht wertschöpfende Tätigkeiten und der Arzt die Ärztin wieder mehr Zeit beim Patienten findet, das steckt dahinter Ja, und ich denke wie Sie es beschrieben haben am Ende auch weniger Reibungsverluste durch diese Verzahnung.

00:42:03: Da passt ja die nächste Frage und zwar was versteht man unter sektorenübergreifender Versorgung?

00:42:09: Was verändert sich dadurch im Alltag?

00:42:12: und haben sie da vielleicht ein Beispiel dafür?

00:42:14: Ja, da gibt's schöne Beispiele für.

00:42:16: also wenn wir in Deutschland nicht so eine starke Sektorengrenzung hätten und dass das unterschiedliche Finanzierungstöpfe sind dann wäre es schon besser.

00:42:25: Der Gesetzgeber sagt mittlerweile auch, ja wir müssen unseren neuen Gesetzgebungen da inschaffen und das beispielsweise die Sektoren besser zusammenarbeiten.

00:42:34: was heißt das?

00:42:35: Also ich mache zum Beispiel dass das die niedergelassenen Ärzte, die Praxen betreiben sind Teil der Kassenärztlichen Vereinigungen.

00:42:45: Das ist ein anderer Finanzierungstopf.

00:42:47: Die akutstationäre Versorgung, Krankenhausversorgung ist wieder zwar auch Sozialgesetz Buch V, aber wiederum ein anderer Versorgungstopf.

00:42:57: Das heißt die Gelder werden von anderen letztendlich überörtlichen Sozialhilfeträgern wie dem sozialen Ministerium für Neubau zur Verfügung gestellt.

00:43:04: Die Rehabilitation ist letztendlingt auch wieder in etwa einem anderen Versorgungs- und Finanzierungstopf und die Pflege genauso.

00:43:11: Und jetzt wird es wirklich sehr kompliziert.

00:43:13: eigentlich orientiert sich die Gesetzgebung und auch die Finanzströme um die Leistung zu bezahlen, nicht an der im neudeutschen Patient Journey.

00:43:23: Also in dem Patientenbehandlungsprozess.

00:43:26: Der ist ja durchgängig, der Patient hat was.

00:43:29: Er geht zum niedergelassenen Hausarzt.

00:43:30: Der Hausarz sagt, sie müssen zum Urologen.

00:43:32: Dann muss er zum Urologen, der Urologer sagt irgendwo es wird doch besser wenn wir dann vielleicht mal ins Krankenhaus gehen und eine Untersuchung machen.

00:43:38: Besser wenn's da abgeklärt wird, dann kommt die Untersuchungen, dann gibt's eine Rehabität.

00:43:42: Dann wird untersucht, dann wird eine Operation vielleicht durchgeführt.

00:43:44: Dann kommt eine Rehabilitationsmaßnahme.

00:43:47: aber Sie durchlaufen dort vier bis fünf verschiedene Stationen.

00:43:51: Das merken Sie als Patient nicht, weil sie ihren Beitrag an die Kasse zahlen.

00:43:54: Aber im Hintergrund für uns wird aus verschiedenen Finanzierungstöpfen letztendlich die Leistung bezahlt und das ist manchmal hinderlich.

00:44:04: Und deswegen ist aber trotzdem umso wichtig dass wir sagen der Patient muss das ja auch gar nicht spüren.

00:44:11: Wir haben hier ambulante Versorgung, wir haben ein medizinisches Versorgungszentrum beispielsweise auch was die Patienten ambulant versorgen kann.

00:44:20: Wir haben die Akutstationen und die Krankenhausversorgung aber auch die Kurzzeitpflege hier dass der Patient wie ich vorhin sagte früh dann auch entlassen werden kann um man sich trotzdem um ihn kümmert.

00:44:29: das sind so klassische Beispiele.

00:44:30: Ein Beispiel noch bei der Notfallversorgungen ein Thema was uns wirklich sehr drängt Überall in Deutschland, das ist nicht nur bei uns so.

00:44:38: Dass die Notfallversorgung also die zentrale Notaufnahme überquillt.

00:44:42: Woran liegt das?

00:44:44: Das hat mehrere Gründe.

00:44:45: Das eine ist... Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen.

00:44:49: Der Landkreis Lörrach hat im hausärztlichen Bereich, thirty-fünf Kassenarztsitze offen, nicht besetzt!

00:44:56: Das Durchschnittsalter der niedergelassenen Hausärzte liegt, glaube ich, bei über fünfzig, fünfundfünfzig.

00:45:03: Jetzt können Sie sich vorstellen, was es in fünf oder sieben oder acht Jahren.

00:45:06: der Trend bei den Medizinerinnen und Medizinern ins Unternehmertum zu gehen.

00:45:12: Also selbstständig zu sein hat stark abgenommen aufgrund dieser veränderten Generationen, Work-Life Balance

00:45:18: etc.,

00:45:19: keiner will mehr in die Verantwortung reingehen vielleicht einen kleinen Unternehmen wie eine Arztpraxis zu betreiben.

00:45:26: das heißt die Sitze wenn jemand Eine Arztpraxis nicht mehr betreiben will, den Sitz zu verkaufen oder abzugeben an einen Kollegen.

00:45:33: An den Jüngeren.

00:45:35: dieser Trend hat in den letzten zehn, fünfzehn Jahren rasant abgenommen.

00:45:38: der ist runtergegangen.

00:45:40: aber was heißt das?

00:45:41: Das Patienten kriegen möglicherweise kein Hausarztbetreuung mehr.

00:45:45: wer soll es denn machen?

00:45:46: In einer Kinderversorgung?

00:45:47: pädiatrie ist eine Katastrophe gerade in ländlichen Regionen Unterschied ob sie hier sind oder in München.

00:45:53: da sieht's im Ballungszentrum noch ein bisschen anders aus.

00:45:56: Aber das ist natürlich ein Riesenproblem, dass er es im ambulanten Bereich so langsam die Versorgung wegbricht.

00:46:02: und jetzt haben wir hier auch eine regionale versorgen.

00:46:05: Es gibt zwar Lörrach als größten Ort aber es gibt ja auch in Richtung Schwarzwald kleinere Täler wo vielleicht gar keine Hausärzte mehr da sind erst recht keine Fachärzte der Bevölkerung sichergestellt werden, bei immer älter werdender Bevölkerung.

00:46:21: Also das ist ein echtes Problem so dass wir auch sagen müssen Wir müssen auch in die ambulante Versorgung mit einsteigen obwohl das nicht unser Versorgungsauftrag sind.

00:46:30: Wir sind unser Versorgenauftrag eine stationäre Krankenhausversorgung.

00:46:34: aber jetzt komme ich darauf zurück.

00:46:36: wenn wir es nicht tun hat das Auswirkungen auf uns.

00:46:39: Je weniger niederglassene Ärzte da sind, umso mehr Menschen wenden sich auch an die zentrale Notaufnahme.

00:46:46: Das heißt bei uns kommen Menschen an, die eigentlich nicht ins Krankenhaus gehören also jetzt übertrieben Schnupfen husten Heiserkeit kann an Wochenende auch bei uns landen und eins das muss man aussehen.

00:46:58: wir haben mittlerweile ja viele Menschen mit Migrationshintergrund.

00:47:01: die kennen in ihren Ländern ambulante Versorgung gar nicht weil es sie gar nicht gibt Und es hat etwas mit der Gesundheitskompetenz zu tun.

00:47:09: Das sind viele Familien, die in den letzten Jahren zu uns gekommen sind und sagen was war ich?

00:47:13: Da ist irgendwas.

00:47:14: mein Kind schreit die ganze Zeit rum.

00:47:16: Ich weiß auch gar nicht wo ich hin soll.

00:47:18: Kinderärzt bei Kinderärzten werden wir gar nicht mehr aufgenommen bei Hausärzen nicht.

00:47:22: also gehe ich doch ins Krankenhaus.

00:47:24: mittlerweile sind wir bei über thirty fünf tausend Kontakten pro Jahr Tendenz steigend.

00:47:31: Es ist klar, dass die Menschen natürlich sagen, wieso muss ich hier so lange warten?

00:47:34: Aber es hat ganz viel damit zu tun, das die Niedergelassenen nichts gegen die Ärztinnen und Ärzte aber, dass einfach die Struktur sich so verändert hat, dass wir einfach zu wenig ambulante gesicherte Versorgung haben.

00:47:46: Und jetzt kommt ein Punkt mit dem Zimmer der Vernetzung.

00:47:50: Wir schaffen auch hier den gemeinsamen Träsen.

00:47:52: Das heißt, wenn Patienten fußläufig hier ankommen Hier in der zentralen Notaufnahme sind dort mehr oder weniger zwei Mitarbeiter, eigene Mitarbeiter.

00:48:04: Der zentrale Notaufnahmen, die den Patienten annehmen, da wird triageriert und geguckt.

00:48:08: was ist er?

00:48:08: Ist es wirklich jetzt schwierig oder muss er wirklich schnell ran?

00:48:11: Das nennt man Triage.

00:48:12: Es sitzt aber auch im Mittag von einer Kassenärztliche Vereinigung dort.

00:48:15: das heißt aus dem ambulanten Bereich deswegen gemeinsame Träsen und dort wird gefiltert.

00:48:19: ist das jetzt ein Patient der wirklich stationär in die Zentrale Not Aufnahme möglicherweise für eine stationäre Versorgung aufgenommen werden muss?

00:48:27: Oder ist das ein Patient, der eigentlich jetzt eher in den ambulanten Bereich gehört?

00:48:31: Das machen wir jetzt zurzeit noch mit Kassenärzten.

00:48:34: Mit niedergelassenen Ärzten wollen aber auch über unser medizinisches Versorgungszentrum dass es dort auch dauerhaft Mitarbeiter sitzen haben so dass wir dort besser trennen können damit nicht alles in die zentrale Notaufnahme kommt und die überfüllt sodass wir direkt am gemeinsamen Dresen schon Wie sagt man umgo letztendlich in die richtige Versorgung lenken?

00:48:55: Gucken wir mal noch auf die Menschen, die ja hier dann tätig sein werden oder ja auch schon sind.

00:48:59: Sie haben vorhin angesprochen es werden Angebote geschaffen beispielsweise Wohnungen für Mitarbeiter des Werden.

00:49:05: Eine Kita ist geplant hier am Standort.

00:49:07: das heißt dass ich auch meine Kinder meine Familie hier gut mit in das Arbeiten integrieren kann und gleichzeitig haben wir ja auch das Damokleschwerterlerventel des Fachkräftemangelses haben sie vorhin auch schon angesprochen.

00:49:18: jetzt gehen wir vielleicht einmal mal noch deinen Arbeitgeber der Zukunft.

00:49:21: Also wenn Sie jetzt sagen hier in Lörchach Dreiland Klinikum, was ist aus Ihrer Sicht oder was macht eben das Klinikum auch als Arbeitgeber?

00:49:28: Sag ich mal in der Zukunft attraktiv.

00:49:30: Aber auch was bedeutet diese ganze Transformation die wir jetzt hier schon besprochen haben, eben auch für Mitarbeitende?

00:49:36: also wie verändert sich auch die Arbeit grundlegend?

00:49:39: Das eine ist dass allein... Das muss man so sehen!

00:49:42: Dass es ein sehr breites Feld, was sie da ansprechen.

00:49:44: Für uns ist das enorm wichtig, dass die Mitarbeiter erstens die hier sind bleiben.

00:49:49: Das ist das Thema den Mitarbeiter halten, dafür müssen sie tun.

00:49:52: Das ist nicht von alleine so, da braucht man Programme für aber natürlich auch uns als Arbeitgeber und Arbeitsstädte attraktiv und interessant zu machen.

00:50:01: Wir stellen das fest je näher wir zum Betriebnahmedatum kommen umso leichter wird der Bewerbungsprozess und es nehmen auch Initiativbewerbungen wieder dazu die jahrelang auf Eis gelegen haben.

00:50:16: Der Markt ist so umkämpft und da verdienen Personalberater, die sogenannten Headhunter haben sie schon mal gehört.

00:50:22: Also Kopfjäger, die werden in der Tat so genannt.

00:50:24: Die bekommen viel Geld dafür dass sie für Sie die richtigen Leute suchen, die sie brauchen.

00:50:28: aber es ist schon so das spricht sich langsam rum.

00:50:31: Modellprojekt Lörrach wird ein Zentralklinikum gebaut alles neue, neue Medizin Neue Infrastruktur auch eine neue Leitung die da ist die tun auch viel.

00:50:40: ich sage gleich noch was zu.

00:50:42: Da wird ein Boardinghaus entstehen.

00:50:43: also Die schwetzen ja alle miteinander, die haben alle ihre sozialen Medien, wo sie sich drüber verständigen.

00:50:49: Also es spricht sich rum und das spüren wir in zunehmende Maße, je näher wer auch an die Inbetriebnahme kommen dass der Standort hier sehr attraktiver Versorgenstand wird für Ärztinnen, für Ärzte, Pflegekräfte, für Therapeuten etc.

00:51:03: wird.

00:51:03: Wir sind jetzt seit drei Jahren da und wir sind Dreiundzwanzig gekommen Und das war eine schwierige Zeit, weil der Träger auch gesagt hat wir müssen jetzt mal für eine wirklich sehr kritische Phase auch des Management mal zu von draußen noch einkaufen.

00:51:16: Wir sind mittlerweile ja fest angestellt in der Geschäftsführung hier aber wir hatten hundertfünfzig Vollzeitkräfte also volle Stellen an Honorarkräften im Pflegebereich waren die meisten im ärztlichen Bereich, in medizintechnischen Diensten.

00:51:34: Das Verrückte ist natürlich eine Entwicklung, die nicht gut im deutschen Gesundheitswesen ist.

00:51:38: Das heißt ein Arzt, nehmen wir mal einen Durchschnitt der fest angestelltes noch nicht in den Oberklassen wie Oberarzt und Chefarzt verdienen sicherlich noch mehr.

00:51:49: aber wenn sie einen Arzt haben, nehmen das mal mit Salz und enden da vielleicht hundertfünfzigtausend Euro Gehalt verdient Die gleiche Funktion als fest angestellt hat, die gleiche Qualität als Honorar-Arzt, was schätzen Sie?

00:52:02: Wird der mehr oder weniger verdienen?

00:52:05: Deutlich mehr.

00:52:07: Bis das Dreifache!

00:52:08: Weil die Agentur, die die vermittelt hier auch noch etwas einkassiert.

00:52:14: Bei hundertfünfzig Vollzeitkräften, ich will es nur sagen, die fremd eingekauft waren, die sind mal zwei Wochen da dann sind sie wieder weg und vielleicht in Hamburg.

00:52:23: Nichts gegen die Menschen, dadurch kann man in kurzer Zeit durchaus an Eigenheim verdienen.

00:52:27: Das ist in den letzten Jahren wirklich exponentiell angestiegen.

00:52:30: keine gute Entwicklung.

00:52:32: mit den Honorarkräften haben wir zweiunddreißig Millionen Euro an Fremdpersonalkosten ausgegeben.

00:52:39: Kein Wunder dass wir in so einer schwierigen Situation bei.

00:52:41: mittlerweile haben wir noch fünfundzwanzig das haben wir runtergefahren aber wir haben keine Mitarbeiter entlassen.

00:52:46: Das ist uns auch gelungen, dass heißt die frei werdenden Stellen von Honorarkräften durch fest angestellte Mitarbeiter zu besetzen.

00:52:54: Und nichts gegen Honorarkkräfte.

00:52:55: aber sie kriegen so Honorarkäfte auch schwierig in so einem Unternehmens in ein Wir-Gefühl, in so eine Station auch integriert.

00:53:05: Weil die sagen ich bin heute hier und bin morgen dort Und dann sind sie wieder weg.

00:53:09: das ist was ganz anders als fest angestellten Mitarbeiter, die sagen Hier ist meine Heimat, hier ist mein Ort, hier is meine Familie Die sagen hier will ich auch bleiben, hier habe ich Karrieremöglichkeiten und dafür müssen Sie viel tun.

00:53:20: Das kommt nicht von alleine.

00:53:21: Es gibt also sehr viele Maßnahmen, die wir durchführen, die auch Geld kosten dass die Mitarbeiter natürlich auch sagen Das ist gut.

00:53:28: Hier kriege ich eine gute Ausbildung, das ist für Ärzte ganz wichtig.

00:53:31: Ich kann mich hier weiterbilden lassen und habe auch Möglichkeiten, ob es in der Apotheke ist, dass dort Vergünstigungen sind, ob das das Jobrat ist oder ob das ein Ticket ist, was für die öffentlichen Verkehrsmittels mitfinanziert wird.

00:53:45: Ob es die Parkplätze sind, die durch uns mitfinanziert werden?

00:53:48: Ob das das Boardinghaus ist?

00:53:49: Die Kita?

00:53:50: Wir müssen ganz viel machen!

00:53:52: Und wir sind auch in einem Bereich für Mitarbeiter tätig, wo wir sagen ja das heißt die können sich hier auch durch Zusatzleistungen für Wahlleistung.

00:54:03: Das heißt wie privatversichert anmelden und das wird auch subventioniert so dass sie für sich und für ihre Familien hier dementsprechend auch wenn sie gesetzlich versichert sind beispielsweise auch privat versicherte unterbringen und versorgen lassen können.

00:54:15: also es gibt viele Maßnahmen die machen müssen.

00:54:18: Da müssen sie attraktiv sein, interessant sein aber auch viel Geld in die Hand nehmen um die Mitarbeiter bei uns zu behalten.

00:54:30: Arbeitszeitflexibilisierung beispielsweise ist ein wichtiges Thema also es ist ganz anders wie noch vor zwanzig oder fünfzwanzig Jahren.

00:54:38: das ist ein Kampf und richtig gute Mitarbeiter.

00:54:41: Ja, werfen wir doch noch einen Blick nach vorne.

00:54:43: zum Abschluss, Herr Lavendel.

00:54:45: Wenn wir zehn Jahre nach vorne schauen wie wird sich die Medizin verändert haben und welche Rolle wird Lorach dabei spielen?

00:54:54: Eine große Rolle, weil wir eigentlich die Hausaufgaben gemacht haben.

00:54:57: Deswegen bin ich da sehr zuversichtlich.

00:55:00: Das hatten wir auch eingangs in unserer Diskussion.

00:55:03: Der Landkreis hat vor vielen Jahren die richtige Entscheidung getroffen aus vieren ein neues Zentralklinikum zu machen.

00:55:09: das ist der Weg den der Gesetzgeber vorgibt.

00:55:12: Wir haben noch tausend achthundert Krankenhäuser in Deutschland.

00:55:15: Man kann jetzt viel Unternehmensberatung, Institute prognostizieren.

00:55:18: In zehn Jahren haben wir vielleicht noch tausend oder tausen zweihundert.

00:55:21: das ist schwer abschätzbar aber die Zahl der Krankenhäuser wird schrumpfen.

00:55:25: und im Moment haben wir so einen wirklich so ein starke sage mal Marktdepressionsphase auch im Gesundheitswesen.

00:55:32: Auch jetzt durch das neue GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz, was Frau Wagner jetzt auch, weil die Beiträge stabilisiert werden müssen bei den Krankenkassen ins Spiel gebracht, dass das wird nun mal ein Brandbeschleuniger sein und für den Insolvenzdruck für die Marktaustritte von vielen Krankenhäusern.

00:55:50: Das wissen wir.

00:55:50: Wir werden nicht dabei sein!

00:55:53: Es gibt viele Analysen, dass wir haben die Hausaufgaben was das angemacht.

00:55:57: Dass wir konzentrieren schaffen ein komplett neues Klinikum was für die Region darüber hinaus zur Verfügung steht.

00:56:04: Das ist erstmal ganz wichtig zu sagen, dass es Wir werden diese schweren Krisen überstehen weil die richtigen Weichen gestellt wurden.

00:56:13: Es bleibt trotzdem natürlich schwierig, das ist das eine.

00:56:15: Das andere ist bei einem Fachkräftemangel der DAAS.

00:56:18: die Menschen gehen dort in wo sie gut bezahlt sind werden, wo sie attraktive Arbeitsplätze haben, wo was entsteht.

00:56:25: Wir haben so viele Anfragen mittlerweile aus dem ärztlichen Bereich Die aus Krankenhäusern kommen, die jetzt in die Insolvenz schon gegangen sind und schließen.

00:56:34: Der Markt ist ja so.

00:56:35: Das heißt es füllt eine Verteilung statt.

00:56:37: Ja, und das heißt Leute kommen und sagen Mensch ihr baut da gerade neu.

00:56:41: Das entsteht neu.

00:56:42: Es ist ja wirklich sehr wegweisend was er dort tut können wir nicht zu euch kommen.

00:56:45: also das nimmt sehr stark zu.

00:56:47: deswegen mache ich mir dort bei aller Problematik jetzt nicht existenzielle Sorgen wobei der finanzielle Druck extrem ist Und ansonsten in die Zukunft.

00:56:57: die Medizin wird noch digitaler werden Die ambulantisierung wird noch mehr zunehmen Heute in vielen Bereichen noch stationär gemacht wird, wird in Zukunft ambulant sein.

00:57:08: Ich mache mir ein bisschen Sorge mit dem niedergelassenen Bereich was ich vorhin schon erwähnt habe das heißt nehmen die nieder gelassenen Versorgen nimmt stark ab im Hausarzt und auch im Facharztbereich weshalb wir uns dort verstärkt engagieren durch unser medizinisches Versorgungszentren haben wir eigentlich in Deutschland ja auch eine hervorragende Gesundheitsversorgung.

00:57:29: Also hier sind nach wie vor, natürlich erzählen wir zu den Besten das ist auch gut so und es wird sicherlich auch so bleiben.

00:57:36: wobei in den nächsten Jahren müssen alle glaube ich den Gürtel ein bisschen enger schneiden allein aufgrund der Demografie aber das wissen sie ja auch dass heißt wir werden immer älter die jüngeren Menschen kriegen weniger Kinder.

00:57:47: je weniger jüngere Menschen das heißt in Arbeit sind Und letztendlich das Sozialsystem finanzieren, um so schwieriger wird es.

00:57:55: Also die Problematik, die wird ja nicht weggehen.

00:57:58: Die wird auch bleiben.

00:57:59: Aber Gesundheitsversorgung wird immer gebraucht und ich mache mir eigentlich dort jetzt keine großen existenziellen Sorgen, dass dieses moderne Klinikum – das Modellprojekt des Dreiland-Klinikums – auch dauerhaft für die Versorgung der Bevölkerung zur Verfügung steht?

00:58:12: Dann würde ich doch sagen abschließend, bevor wir natürlich uns nochmal bei Ihnen ganz recht herzlich bedanken, dass Sie uns hier besucht haben zum ersten Live-Podcast.

00:58:21: einen Satz jetzt noch den Menschen hier mitgeben dürfen, wo sie sagen ja der Gesundheitskambus Lörrach in einem Satz warum ist er für die Menschen oder hier so wichtig?

00:58:31: Es gibt keinen anderen dass das dieser Versorgungsstandort es alternativlos.

00:58:36: Es ist auch gar nicht denkbar dass der Standort irgendwann nicht mehr da ist.

00:58:40: Das sieht doch das Land so was für die Krankenhaus Landesplanung da ist und wir haben hier und schaffen hier ein modernes Klinikum Ein Leuchtturmprojekt, wie man heutzutage sagt.

00:58:51: Nicht nur im Land Baden-Württemberg sondern auch für die gesamte Bundesrepublik wo man hinschaut und sagt Mensch das was sie in Lörrach machen Das ist wirklich bemerkenswert Und dass es gut.

00:59:00: ich bin stolz darauf dabei sein zu dürfen das mitzugestalten.

00:59:04: und ihnen als Bürger kann ich sagen Die Versorgung der Bevölkerung ist auf Dauer gesichert.

00:59:10: Der Claim heißt ja auch, wo Gesundheit eine Heimat hat.

00:59:12: Medizin verändert sich und Lerach zeigt wie das konkret aussehen kann.

00:59:17: was wünschen Sie sich dass die Besucher heute vom Gesundheitskampus mitnehmen?

00:59:22: Erstens keine Unfälle!

00:59:23: Das neugierige Kinder sich irgendwo verirren es ist ja noch Baustelle obwohl wir alles gut abgesichert haben und sehr viel Security unterwegs haben.

00:59:32: das ist immer das Eine Dass der Bau natürlich auch unfallfrei weiterläuft, dass wir rechtzeitig in Betrieb gehen.

00:59:38: Aber das ist mir besonders natürlich Wünsche von Ihnen allen, dass Sie mit vielen positiven Eindrücken was hier entsteht mit nach Hause gehen und sie sind alle Botschafter dieser Gesundheitsversorgung.

00:59:51: Also wenn Sie gute Eindrücke mitnehmen, stellen sie bitte Fragen nutzen Sie den Tag kommen Sie auf uns alle zu.

00:59:58: sind so viele Mitarbeiter da?

00:59:59: die erkennen Sie natürlich an diesem T-Shirt ja nehmen Sie es mit und machen sich Gedanken.

01:00:04: wenn Sie fragen haben können Sie gerne jeden hier ansprechen und lassen sich davon überzeugen dass hier wirklich was richtig tolles entsteht.

01:00:12: Was ein schöner Absturz.

01:00:13: vielen vielen Dank.

01:00:14: ich glaube das darf auch ein Appell sein denn für Fragen sind auch Sie gerne da Herr LaWendel.

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